Änderung des Zulassungsverfahrens für das Medizinstudium

Änderung des Zulassungsverfahrens für das Medizinstudium

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 200.
Bei 200 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit in den Empfehlungen gelistet!
Robert Stüber hat diese Petition an Deutscher Bundestag Petitionsausschuss gestartet.

Die Vergabe von Studienplätzen für das erste Fachsemester an staatlichen Hochschulen in den Fächern Humanmedizin, Pharmazie, Tiermedizin, und Zahnmedizin wird durch das zentrale Vergabeverfahren über die Stiftung für Hochschulzulassung geregelt. Mit dem Ende 2019 in Kraft getretenen neuen Staatsvertrag wurden die Vergabekriterien für Studienplätze überarbeitet. Jedoch wird auch im neuen Auswahlverfahren der Schulnote zu viel Gewicht zugewiesen. Anderen Faktoren, die ebenfalls wichtig für die Eignung als Arzt bzw. Ärztin sind, wie gesellschaftliches Engagement und Praxiserfahrung, kommt weiterhin weniger Bedeutung zu.

Wir fordern daher, dass das derzeitige Zulassungsverfahren für Medizin und verwandte Studienfächer geändert wird.

Begründung:

1. Es sollen weniger Plätze über die Abiturbestenquote vergeben werden.

Ungefähr ein Drittel der Studienplätze, nämlich insgesamt 30% aller Plätze, wird momentan über die Abiturbestenquote vergeben. In dieser Quote zählt allein die Abiturnote, die jedoch die Fähigkeit, ein guter Arzt bzw. eine gute Ärztin zu sein, nur unzureichend abbildet. Wir fordern deswegen, den Anteil von Plätzen in dieser Quote zu reduzieren.

2. Im Auswahlverfahren der Hochschulen sollen die Schulnoten weniger Berücksichtigung finden. 

In den Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) werden Bewerber*innen derzeit anhand schulnotenabhängiger und schulnotenunabhängiger Kriterien ausgewählt. Allerdings müssen die Hochschulen mindestens ein (bei Humanmedizin mindestens zwei) schulnotenunabhängige Auswahlkriterien berücksichtigen. Die Freiheit der Hochschulen bei der Gewichtung der Kriterien führt häufig dazu, dass der Schulnote eine große Bedeutung zugemessen wird. Da die Abiturnote bereits für die Abiturbestenquote entscheidend ist, sollte sie beim Auswahlverfahren der Hochschulen nur eine untergeordnete Rolle spielen.

3. Andere Auswahlkriterien sollten eine größere Rolle im Auswahlverfahren spielen. 

Das derzeitige Vergabesystem sieht vor, dass 10% der Plätze über eine Eignungsquote  vergeben werden. Häufig berücksichtigen Hochschulen hierbei stark den Test für Medizinische Studiengänge (TMS) oder den Hamburger Naturwissenschaftstest (HAM-Nat). Anerkannte Berufsausbildungen spielen dagegen nur eine sehr geringe Rolle, die mehr Gewicht bekommen sollten. 

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 200.
Bei 200 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit in den Empfehlungen gelistet!