Gegen Mißbrauch von Hamstern (exempl.)

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I Petitum

1. Der Deutsche Bundestag möge beschließen, daß das Tierschutzrecht durch eine Regelung ergänzt oder präzisiert wird, die verbietet, daß sowohl domestizierte als auch v.a. wildlebende Tiere in kommerziellen wie nicht kommerziellen Werbemaßnahmen in prekäre Situationen gebracht werden.
Solche Situationen liegen dann vor, wenn den Zuschauer*innen mit der Werbung vermittelt wird, die betroffenen Tiere würden mißhandelt oder gefährdet, bzw. drohten, mißhandelt oder gefährdet zu werden.

2. Siehe auch unter III Hinweise Nr.1

II Gründe

1. Die Adressierung des Deutschen Bundestages (PetA) begründet sich darin, daß es alleine schon vom Zeitaufwand her müßig wäre, die einschlägigen richterlichen Instanzen zum konkreten Petitionsgegenstand in Anspruch zu nehmen (vgl. 1 BvR 385/77 p.27 ff.), anstatt dies wie hier sofort der Legislative anheimzustellen.

2. Zur Sache selbst siehe Werbemaßnahme  der Internetplattform Fa. HSE24.de bzw. der verantwortlichen Werbeagentur JvM im Fj. 2020.

Diese Werbung zeigt, daß das bestehende Tierschutzrecht offensichtlich rechtliche Lücken dahingehend aufweist, daß deren Ausnutzung sich nicht in dem Rahmen bewegt, der bei Gesetzeslücken durch den (nicht durch einzelne Genehmigungsinstitutionen zu durchbrechenden) "Sinn des Gesetzes" gesetzt ist.

III Hinweise

1. Die tatsächlichen Umstände der Herstellung der jew. Werbemittel wie auch die Bestimmungen des Artenschutzes bleiben unberührt.

2. Siehe auch MATTGEY, A., Schreddert Jung von Matt Hamster Hansi für HSE24?, W&V München 15.4.2020  

3.1.1 Die Petition greift die einschlägige Werbung ausdrücklich nicht als aktuell illegal an, schließt die Illegalität der Werbung jedoch ebenso ausdrücklich nicht aus.

3.1.2 Sie kritisiert die Werbung aber umsomehr deswegen, weil sie exemplarisch gegen ethische und ethologische Aspekte des Tierschutzes und fakultativ des Artenschutzes verstößt. Daran ändert sich nichts, nur weil die im TV nunmehr gezeigte Werbung von HSE24.de ein I-Phone statt des Hamsters bemüht.

3.1.2.1 Hierzu siehe ebenfalls exemplarisch das "Making Of".

4. Die III/3 erfolgte Differenzierung hat ihre Ursache darin, daß aus dem (dem Petenten in Existenz und Durchführung nicht bekannten) Verfahren zur Genehmigung der Werbung ein Vetrauen der Akteure in die Korrektheit des genehmigungsbehördlichen Handelns hergeleitet werden kann oder könnte.
Hierfür spräche die aus Akteurs Sicht offenherzig naive, wenn auch umsomehr aus Sicht des kritischen Beobachters verharmlosende Präsentation des "Making Of".