Krankenkassen sollen künftig die Kosten für Online-Therapien übernehmen

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In Deutschland warten Hilfesuchende noch immer durchschnittlich 12,5 Wochen auf einen Termin beim Therapeuten. Eine frühzeitige psychologische Beratung hilft in vielen Fällen dabei, eine Problemstellung nicht zu einer akuten Krise werden zu lassen und die seelische Belastung zu mindern. Je länger ein Betroffener auf einen Therapieplatz warten muss, desto schlimmer kann sich mitunter die psychische Erkrankung entwickeln.

Krankenkassen sollten daher zukünftig die Kosten für Online-Therapien bei Online-Portalen wie z.B. mentavio übernehmen, damit Ratsuchende in Notsituationen schnell psychologische Hilfe in Anspruch nehmen können. Webbasierte Angebote können die psychotherapeutische Versorgung in Deutschland verbessern und mehr Hilfesuchende erreichen.

Ein bedeutender Vorteil von Online-Therapien besteht darin, dass die langen Wartezeiten entfallen. Betroffene müssen nicht mehr rund drei Monate auf einen Termin warten und auch der Wegfall von Fahrtzeiten verhindert eine zusätzliche Belastung. Therapie wird auf diese Weise ortsunabhängig, denn webbasierte Angebote können überall von zu Hause aus genutzt werden. Auch wenn Online-Therapien kein Ersatz für Face-to-face-Therapien darstellen, sind sie doch in vielen Fällen eine sinnvolle Ergänzung. 

Bereits im Mai wurde auf dem Deutschen Ärztetag für die Lockerung des Fernbehandlungsverbots gestimmt. Dies bedeutet, dass Ärzte Patienten nun auch ohne persönlichen Erstkontakt, also ausschließlich über Videochats, Telefonate, Mails behandeln dürfen, wenn dies medizinisch vertretbar ist und die erforderliche ärztliche Sorgfalt bei Diagnostik, Beratung, Therapie und Dokumentation gewährleistet wird. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn befürwortet Onlinebehandlungen und die damit verbundene zunehmende Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Daher die Forderung: Krankenkassen sollten Online-Therapien flächendeckend anerkennen und die Kosten als Regelleistung übernehmen.

 



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