KEINER steht allein am Grab! Auch nicht jetzt, zu Corona-Zeiten!

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DRINGEND – Menschenwürdige Beerdigungen auch während der Pandemie

 

Es gibt Orte in Deutschland, wo nur 2 (!) Menschen sich am Grab von einem Lieblingsmenschen verabschieden dürfen.

Diejenigen, die gerade einen geliebten Menschen verloren haben, sind gerade OHNE WORTE - sie brauchen IHRE Stimme!

Der Deutsche Bundestag wird DRINGEND aufgefordert, die Zahl der teilnehmenden Trauernden an einer BEERDIGUNG AUCH WÄHREND der CORONA-PANDEMIE auf mindestens (!) 30 hochzusetzen und bundesweit einheitlich zu regeln.

Begründung:

Eine Beerdigung, der Moment am Grab, ist ein einmaliger Moment. Diesen Moment kann man nie mehr nachholen.

Mit der derzeitigen Regelung von z.T. nur 2 oder 5 Trauernden können unter Umständen nicht einmal alle Kinder an der Beerdigung ihrer Eltern teilnehmen.

Es sterben nicht nur Hochaltrige, die kaum noch Verwandte oder Freunde haben. Es sterben auch Kinder, Jugendliche, Menschen mit 40, wo neben der Familie viele Klassenkameraden, Freunde oder Nachbarn das Bedürfnis haben, sich persönlich von dem Verstorbenen verabschieden zu können.

Für Trauernde ist eine würdevolle Beerdigung ein wichtiger Teil ihrer Trauerbewältigung. Das belastende Gefühl, den geliebten Menschen eher anonym 'verscharrt' als würdevoll beerdigt zu haben, werden sie unter Umständen nie mehr los.

Ich kann heute mit 75 wildfremden Personen gleichzeitig im einem Supermarkt zusammentreffen, welchen herzlich egal ist, ob sie meine Gesundheit gefährden. Im Kreis von Trauernden hat man zueinander eine Beziehung und wird alles dafür tun, sich nicht ggfs. gegenseitig zu infizieren.

Im Gegensatz zum Supermarkt gibt es bei einer Beerdigung eine Person, die die Leitung der Zeremonie übernimmt. Sei es ein Pfarrer oder freier Redner - es ist ohnehin ihre Verantwortung, dafür Sorge zu tragen, dass alle wissen, wie sie sich richtig verhalten, aktuell auch hinsichtlich etwaiger Auflagen. Deren Verantwortung sollte auch die Entscheidung beinhalten, ob eine Trauerhalle genutzt werden kann oder die Verabschiedung nur am Grab stattfindet.

Es ist nicht nachvollziehbar, warum es für die Beerdigung am Grab unterschiedliche Regelungen pro Bundesland bzw. pro Stadt/Ortsteil gibt.

Es ist heute nicht absehbar, wann eine Art ‚Trauerfeier/Beerdigungskaffee’ nachgeholt werden kann, ohne, dass ein Risiko für die Gäste besteht. Damit ist der Abschied am Grab in einer Gruppe von Menschen auf längere Zeit der einzige persönliche Trost.

Ergänzend:

Die heutige Regelung schürt eine Sorge sowohl von Angehörigen, Senioren aber vor allem von Schwerstkranken, wie wohl im Falle des Todes die Beerdigung erfolgen würde. Diese Sorge entfällt bei einer neuen, menschenwürdigen Regelung. Bei den Hochaltrigen kommen derzeit z.T.  schlimme Erinnerungen an frühere Kriegszeiten und Massengräber hoch. Angst schadet dauerhaft der Gesundheit und schwächt das Immunsystem – das, was wir nicht erreichen wollen.

Die Erhöhung der Zahl der Trauernden am Grab steht nicht im Gegensatz zu den notwendigen Auflagen bezüglich Abstand und Hygiene.

 

Bitte verleihen SIE den Trauernden und Verstorbenen IHRE STIMME und setzen sich für die menschenwürdige Verabschiedung bei der Beerdigung ein!

 

PS.: Zugunsten der Klarheit meines Anliegens habe ich ausnahmsweise auf die genderneutrale Bezeichnung (m/w/d) verzichtet - ich bitte Sie Alle hierfür um Verständnis.