Deutsche Bahn als integriertes Unternehmen stärken - Zerschlagung verhindern!

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Seit der Aufteilung der Deutschen Bahn AG in die eigenständigen Tochterunternehmen

  • DB Netz AG,
  • DB Station&Service AG,
  • DB Fernverkehr AG,
  • DB Regio AG,
  • DB Vertrieb GmbH sowie
  • DB Energie GmbH und
  • DB Cargo AG

unterhalb der Konzernholding im Jahre 1999 sowie der bis in die jüngste Zeit angestrebten Teilprivatisierung dieser Unternehmen hat die Qualität des Schienenverkehrs in der Bundesrepublik Deutschland erheblich nachgelassen. Zugausfälle, Verspätungen und Streckensperrungen, defekte Aufzüge an Bahnsteigen, geschlossene Reisezentren sowie demotivierte Mitarbeitende sind bis heute als Folge dieser Zersplitterung an der Tagesordnung - weil eben jede Gesellschaft mit jeweils eigener Geschäftsführung, Verwaltung sowie Buchhaltung nur noch die eigenen Zahlen im Blick hat und ein früher bei Reichs- und Bundesbahn bis zur Bahnreform selbstverständliches Zusammenarbeiten der Bereiche auf lokaler und operativer Ebene nicht mehr möglich ist.

Statt daraus aber die einzig sinnvolle Konsequenz einer Re-Integration der ausgegründeten Geschäftsbereiche zu ziehen, beabsichtigen insbesondere CDU, Grüne und FDP die weitere Trennung von Verkehr und Infrastruktur mit unabsehbaren Folgen für ein qualitativ hochwertiges Funktionieren des Systems Bahn bundesweit. Erfahrungen in den USA, in Großbritannien oder Neuseeland sollten indes Mahnung genug sein.

Die Lösung kann da nur sein: Kurzfristige Verschmelzung der o. g. Unternehmen mit der Konzernholding bei gleichzeitiger Umwandlung Letzterer in eine dem Gemeinwohl verpflichtete Bundesstiftung des öffentlichen Rechts. In diesem Rahmen sind die Auslandsbeteiligungen der Holding "DB Arriva PLC" sowie "DB Schenker Logistics AG" zeitnah zu veräußern.

Darüber hinaus muss den Aufgabenträgern des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sowie des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) wieder ermöglicht werden, rechtssicher Direktvergaben von Verkehrsleistungen an die DB oder kommunale Verkehrsunternehmen vorzunehmem. Die derzeitige Ausschreibungspraxis führt nur zu verunsicherten - damit weiter demotivierten - Mitarbeitenden sowie teils massiven Qualitätseinbußen.