Deutsche Medien-Manufaktur, bitte führen Sie das Magazin "Cord" fort!

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Da entdeckt man gerade erst die großartige zweite Ausgabe eines neuen Magazins, ist so begeistert von der journalistischen Qualität der Artikel, der interessanten Bandbreite der Themen, der Aufmachung des Blattes, dass man nicht nur das Erscheinen des nächsten Hefts kaum erwarten kann, sondern auch die erste Ausgabe und das dieser vorausgehenden Pilotheft nachbestellt (und nicht enttäuscht wird, bestätigen sie doch die gleichbleibende Klasse des Heftes) – und muss dann nur kurze Zeit später tatsächlich erfahren, dass es schon wieder eingestellt werden soll ... 

Das darf nicht passieren, ein Magazin wie "Cord" hat definitiv einen längeren Atem verdient. Wir werden tagtäglich mit so vielen irrelevanten Informationen überschüttet, Artikeln und ganzen Zeitungen und Magazinen, die im Wettkampf darum, am Puls der Zeit zu sein und sich gegen die Konkurrenz zu behaupten, mehr und mehr Tiefe und Relevanz verlieren. Oder die unablässig die Oberflächlichkeit unserer Zeit und den Zwang zur Selbstoptimierung befeuern und wieder und wieder reproduzieren. Und dann kommt ein Magazin wie "Cord", schaut unter diese Oberfläche, eröffnet andere Blickwinkel, ist ein Genuss zu lesen, ist mal sehr persönlich, dann wieder journalistisch brillant, und manchmal auch einfach mal nur neugierig. Und macht damit wieder neugierig, trifft einen Nerv, eröffnet einem neue Themen oder auch andere Blickwinkel auf wie man dachte schon altbekannte Themen, ermöglicht immer wieder den Schritt heraus aus der eigenen Welt, der so viel zitierten Filterblase.

Und dabei gehöre ich noch nicht einmal zur Kernzielgruppe - dass auch hier die Grenzen verschwimmen, starre Kategorien eben nicht greifen, ist ein weiteres Plus des Heftes.

Liebe Deutsche Medien-Manufaktur - bitte opfern Sie nicht so viel Qualität und so viel Potential auf dem Altar reiner Medienkennzahlen und unrealistischer Gewinnerwartungen. Erkennen Sie an, dass ein Magazin auf dem heutigen, immer unübersichtlicheren Zeitschriftenmarkt eine gewisse Zeit braucht, seine Leserschaft zu finden. Dass guter Journalismus so selten geworden ist, dass er erst einmal wieder von denen gefunden werden muss, die ihn schätzen. Und dass dies nicht daran scheitern sollte, dass Sie das Magazin - wie ein x-beliebiges Szenegetränk, das nicht schnell genug die erwarteten Gewinnmargen erreicht - frühzeitig verramschen.

Bitte überdenken Sie Ihre Entscheidung noch einmal und geben "Cord" noch eine Chance!!!

Wie viele Leser jetzt bereits ebenso denken, können Sie den folgenden Facebook-Reaktionen auf die Ankündigung der Einstellung des Magazins entnehmen: 

"Liebe Cord-Macher*innen, das ist eine sehr traurige Nachricht. Euer Magazin war im besten Sinne mit dem Kopf in den Wolken, mit dem Herz im Moment und mit den Füßen auf dem Boden. Sehr speziell, sehr charakteristisch und sehr haptisch. Ihr werdet mir fehlen. Schade, dass sich Euer besonderes Konzept auf dem Markt nicht durchgesetzt hat."

"Schade und enttäuschend, dass der Verlag soooo einen kurzen Atem hat!"

"Sehr, sehr schade... Seitdem die erste Ausgabe noch als „Wolf“ erschien habe ich jede Ausgabe gekauft und jeden, wirklich jeden Artikel gelesen.
Ich habe mehrere Ausgaben zu diversen Anlässen an Freunde verschenkt. Diese waren, wie ich auch, begeistert von dem Magazin.
Die Ankündigung, dass Cord eingestellt wird, finde ich mehr als bedauerlich. Ein vergleichbar gutes Magazin in dem deutschen Blätterwald gibt es leider nicht."

"Heftig. Bevor überhaupt jeder davon erfahren hat, war's das schon wieder! Sehr traurig..."

"Es ist traurig, einfach nur traurig. Gut, wir kennen die Hintergründe der Entscheidung nicht. In unserer auf Selbstoptimierung ausgerichteten Zeit, wiegt kurzfristiger wirtschaftlicher Erfolg möglicherweise schwerer als der Anspruch der Macher mit Niveau eine Generation an der Stelle und mit offenem sensiblen Blick mit den Themen abzuholen, die gerade Teil und Ausdruck ihres Lebensabschnitts sind. Jeder der diese Zeitschrift gekauft hat, hat nicht auf den Preis, sondern auf den Inhalt geschaut. Und ja, es ist und war eine Freude, sich ganz bewusst mit einer Zeitschrift aus gutem Papier hinzusetzen und die Gedankenanstöße aufzunehmen. Die Bereicherung der Presselandschaft wird mir fehlen. Wenn jemand etwas Vergleichbares kennt, wäre ein Hinweis toll. An das gesamte Team ein herzliches Dankeschön. Es tröstet das Wissen, dass es noch Menschen mit Anspruch an ihr Tun gibt."

"Ich habe Jahre gewartet, dass es ein Heft wie Cord gibt. Und jetzt stellt ihr es ein?"

"So, so schade. Es braucht wieder mehr mutige und idealistische Verleger."

"Das ist nicht fair! Ihr habt mich abgeholt, mitgenommen, zum Nachdenken gebracht, beeinflusst, bestätigt, besänftigt, bewusst gemacht... Und jetzt? Jetzt muß ich da wieder allein durch!?"

"hm. das klingt ziemlich genau nach der nicht so schönen seite unseres zeitgeistes: hey, wir machen das weil's spaß macht. ach, jetzt macht es keinen spaß mehr - machen wir einfach was anderes. schade. no bullshit geht anders."

"Es war seit längerem wieder eine Zeitschrift, die ich von vorne bis hinten gelesen habe. Endlich mal ein Magazin mit Inhalt in höchster Qualität und dann ist nach nur wenigen Ausgaben Schluss? Das kann doch nicht wahr sein! Sehr, sehr schade."

"Guten Tag, seit ungefähr dreißig Jahren suche ich ein Männermagazin, das gut ist. CORD war das Magazin, das so aussah und das geboten hat, was ich nicht habe selber machen können. Will sagen: wenn ich es selber gemacht hätte, hätte es genau so ausgesehen. Vielen Dank für bislang vier prächtige Ausgaben. Hoffe sehr, daß das Einstellen des Magazins nur der Startschuss für weitere, große Taten ist. Danke jedenfalls hierfür und haltet mich auf dem Laufenden, wenns was noch Schöneres geben wird !"

"Wisst Ihr was? Geht einfach zu nem anderen Verlag, tut so als ob Ihr das neu aufziehen wollt, nennt es GOLD oder GOLF oder so ahnlich und alles ist wieder gut. Das ist hier echt kein Scheiß, das meine ich ernst. Ich brauche Euch für meine zweite Lebenshälfte, wenigstens noch ein Paar Ausgaben lang. Bitte!"

"Sehr bedauerlich. Ich fand euer Magazin von Beginn an unfassbar gut, war zwar, als Ihr von dem Namen „Wolf“ weggegangen seid, sehr skeptisch, weil ich den Namen einfach toll fand, habe mich aber trotzdem darauf eingelassen. Was ich mit keiner einzigen Ausgabe bereut habe. Endlich eine Männerzeitschrift abseits von Brüsten und Körpergedöhns, sondern eine, die die wichtigen Themen im Leben eines aufgeschlossenen Mannes anspricht, der sich zwar mit seinen Themen auseinandersetzen möchte, aber nicht unbedingt mit irgendwelchem Eso-Zeugs zugemüllt werden möchte.
Und gerade, wo sich mehr Männer (und auch Frauen) für eure Publikation interessieren, werft Ihr oder euer Verlag das Handtuch. Und wie einer der „Vorredner“ schon schrieb, manchmal braucht man einen längeren Atem (und die vielzitierten Eier), um so ein Projekt durchzuziehen. Und manchmal muss ein Mann tun, was er eben tun muss, besonders, wenn um eine sehr spezielle Zeitschrift für Männer geht."

"WAAAASSS??? Da finde ich endlich mal ein Magazin, dass wirklich, wirklich gut ist - und dann werft ihr Superleute das Handtuch?? Das ist ja mehr als schlimmtraurig!"

"Ihr gebt zu früh auf."

"Echt wahnsinnig schade, ihr habt mit dem Magazin eine Lücke gefüllt."

"Ich finde, zu früh die Reißleine gezogen. Die Ausgaben kamen recht schnell hintereinander, das hätte man strecken können und mehr Aufmerksamkeit. Ich habe Cord nur gefunden, weil ich zuvor zufällig über Wolf gestolpert bin."

"Sehr schade! Einen etwas längeren Atem hätte ich den Herausgebern schon gewünscht. Wenn man schon so ein cooles Redaktionskonzept hat, müsste doch auch die kommerzielle Seite dazu passen."

"Warum? Wenn schon kein bullshit dann auch Klartext. Und: falsche Entscheidung. Es braucht für Wertiges einen längeren Atem. Diese Entscheidung konterkariert leider den Anspruch eben nicht so hopplahopp und schnelllebig zu sein...."

"Sehr sehr schade, da findet man seit Jahren endlich wieder eine Zeitschrift die lohnt gelesen zu werden, entschließt sich für ein Abo, und dann Pustekuchen. Tja, der Mainstream verkauft sich dann wohl besser. Trotzdem finde ich es merkwürdig schon nach vier Zeitschriften so eine Entscheidung zu treffen."

"Extrem Schade. Ihr seit immer so besonders in Bild und Text, dass ich als weibliche Leserin es sehr genossen habe im Cord Magazine zu schmökern und mich inspirieren zu lassen. Hoffentlich gibt es noch eine Zugabe am Ende der Party."

 "Unabhängig vom Namen der einem nun gefallen kann oder auch nicht ist bzw war das Konzept dahinter Spitze. Endlich ein Männermagazin mit Niveau und nicht der übliche mit Werbung vollgeklatschte Einheitsbrei. Ich finde diese Nachricht super Schade - vermutlich war das Marketingbudget zu klein um eine größere Auflage verkaufen zu können. Allen die daran Mitgewirkt haben ein riesen Kompliment und Dankeschön"

"Äußerst schade. Ihr wart speziell und anders, persönlicher."

"Neeeeeiiiinnnn ... schade dass es so viele Bullshit Magazine gibt und kein CORD mehr ... war echt eine Bereicherung!!!"

"Wirklich schade. Für das Produkt. Für das Team. Für die Leserschaft. Ihr hattet angefangen, in der eh schon kleinen Nische der Special-Interest-Magazine, euren Platz zu finden. Wirklich sehr schade. Inhalt und Aufmachung (vor allem die Gestaltung & Produktion) waren unglaublich hochwertig und mit viel Liebe fürs Detail. Beides kostet Geld und benötigt Zeit. Nach bloß drei Ausgaben die Reißleine zu ziehen, ist womöglich nur aus rein finanzieller Sicht verständlich. Ich befürchte, selbst als Quarterly wäre es eng geworden."

Foto: #paddagsing

 

 

 

 

 

 

 



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