Keine schmutzigen Deals auf Kosten des Regenwaldes! Stoppen Sie das EU-Mercosur-Abkommen!

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Die Zerstörung von Brasiliens Wäldern für riesige Rinderweiden und Soja-Plantagen nimmt kein Ende. Doch anstatt skrupellose Machthaber wie Präsident Jair Bolsonaro in ihre Schranken zu weisen, möchte die Bundesregierung ihre aktuelle EU-Ratspräsidentschaft dafür nutzen, das sogenannte EU-Mercosur-Abkommen voranzutreiben. Das geplante Freihandelsabkommen öffnet dem Agrarhandel weiter Tür und Tor und lässt Bolsonaros Anhängern in der Agrarindustrie freie Hand, die illegale Naturzerstörung ungebremst fortzuführen.

Gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe fordere ich Wirtschaftsminister Peter Altmaier dringend auf: Nutzen Sie die deutsche EU-Ratspräsidentschaft und lehnen Sie das jetzige EU-Mercosur-Abkommen ab! Zeigen Sie endlich klare Kante und sagen Sie NEIN zu schmutzigen Deals auf Kosten des Regenwaldes!

Auch wenn Bolsonaro nach außen vorgibt, Brandrodungen im Amazonasgebiet zu verbieten, setzt er die Naturzerstörung durch die Hintertür weiter fort: Im Frühjahr ist ein Video an die Öffentlichkeit geraten, welches beweist, dass Bolsonaro und seine Gefolgschaft die Corona-Pandemie nutzen wollen, um noch mehr Waldflächen abzuholzen. Ein Unding!

Die Deutsche Umwelthilfe arbeitet eng zusammen mit Investigativ-Reporter und Umweltaktivist Marcel Gomes in Brasilien, der uns dieses Drama bestätigt: Die Abholzungsrate im Amazonasgebiet hat dieses Jahr schon um 55 Prozent zugenommen. Der Regenwald am Amazonas und der angrenzende Trockenwald Cerrado werden unwiderruflich zerstört. Indigene Völker und einzigartige Tiere wie der Jaguar verlieren ihre Heimat.

Das alles wird durch unseren Hunger nach Fleisch angeheizt. Denn das südamerikanische Soja wird hierzulande als Futtermittel in die Massentierhaltung gepumpt. Neue Untersuchungen der Deutschen Umwelthilfe zeigen, dass für die Produktion von 150 g Hähnchenbrust durchschnittlich 163 g Soja gefüttert werden müssen! Brasiliens unvergleichliche Natur zahlt dafür den Preis.

Darum bitte ich euch heute: Gebt uns eure Stimme gegen das EU-Mercosur-Abkommen und für den Schutz von Brasiliens Natur! Deutschland muss während der EU-Ratspräsidentschaft die Gelegenheit ergreifen und das Abkommen ablehnen. Darüber hinaus müssen wir endlich einen Weg aus der industriellen Tierhaltung finden.

Es kann nicht sein, dass die EU mit einem Präsidenten Geschäfte macht, der mehr und mehr Waldflächen zur Abholzung freigibt, die Rechte indigener Völker mit Füßen tritt und die Corona-Pandemie mit über 80.000 Toten in Brasilien ignoriert!

Eure Stimme zählt und kann etwas bewirken. Vielen Dank.

Euer Giovane Elber und die Deutsche Umwelthilfe

 

PS: Giovane Elber macht sich seit vielen Jahren stark für brasilianische Straßenkinder. Hier erfahrt ihr mehr darüber: https://giovane-elber-stiftung.de/