Petition Closed

Die Wirtschaftskrise trifft Spanien hart, und einige Banken nutzen dies aus.

Paola und Marcelo leben mit ihren beiden drei- und siebenjährigen Töchtern in einem kleinen Dorf in der Nähe Valencias. Wenn wir nichts unternehmen, könnten sie in einigen Wochen obdachlos sein und sogar das Sorgerecht für ihre Kinder verlieren.

Vor einigen Jahren haben Paola und Marcelo eine Hypothek bei einer spanischen Zweigstelle der Deutschen Bank abgeschlossen, um eine Wohnung zu kaufen. Unglücklicherweise haben beide kürzlich ihre Jobs verloren und können nun die Hypothek-Raten nicht mehr bezahlen. Die Deutsche Bank hat ihre Wohnung zwangsvollstreckt. Damit nicht zufrieden, hat die Bank darüber hinaus noch 70.000 Euro Rückzahlungen gefordert.

Wir sind die Nachbarn von Paola und Marcelo glauben, dass sie beiden ehrliche Leute sind, die lediglich das Pech hatten, Ihre Jobs zu verlieren. Daher haben wir eine Petition bei actuable gestartet (einer Partnersite von Change.org), worin sie die Bank bitten, eine Lösung für die Probleme der Familie zu finden, sodass sie nicht auf der Straße enden, und zu lebenslanger Armut verdammt sind.

Bisher hat die Bank immer geantwortet, dass sie nichts unternehmen kann, da “die Dinge in Deutschland entschieden werden”. Jetzt haben wir eine Petition in Deutsch auf Change.org gestartet, worin wir die Deutsche Bank bitten, eine Lösung zu finden – und sie bitten Dich, sie zu unterzeichnen. 

Nach spanischem Gesetz kann die Bank das Haus zwangsvollstrecken, wenn man nicht in der Lage ist, die Hypothek zu bezahlen. Hinzu kommt, dass wenn das Haus weniger wert ist, als zu dem Zeitpunkt, zu dem man es gekauft hat, die Bank ebenfalls die Differenz zwischen damaligem Marktpreis und heutigem Marktpreis einfordern kann. In Paola und Marcelos Fall sind das 70.000 Euro.

Wenn Paola und Marcelo mit ihren Kindern aus dem Haus geworfen werden, können sie nirgendwo hin. Zudem könnte das Sozialamt ihnen die Kinder wegnehmen, und sie würden noch immer 70.000 Euro Schulden bei der Deutschen Bank haben, was sie zu lebenslanger Armut verdammen würde.

Aber das muss nicht sein. Stattdessen könnte die Bank die Schulden begleichen lassen, indem sie das Haus Zwangsenteignet und für eine bezahlbaren Betrag an die Familie vermietet, wodurch Paola und ihre Familie gemeinsam in ihrer Wohnung bleiben könnten.

Letter to
Deutsche Bank
Vorsitzender des Vorstands und des Executive Committee DB Dr. Josef Ackermann
Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands und des Group Executive Committee, Deutsche Bank

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Sehr geehrter Herr Dr. Ackermann,

Wie Sie wissen, trifft die Wirtschaftskrise die Menschen in Europa hart, die Menschen in Spanien sind mit am stärksten betroffen.

Paola und Marcelo leben in Spanien, in einem kleinen Dorf in der Nähe Valencias. Sie haben zwei kleine Töchter im Alter von drei und sieben Jahren. Wenn wir es nicht verhindern, könnten sie in wenigen Wochen obdachlos sein und das Sorgerecht für ihre Kinder verlieren.

Vor einigen Jahren haben Paola und Marcelo eine Wohnung über die spanische Zweigstelle der Deutschen Bank gekauft. Leider haben beide kürzlich ihre Jobs verloren und können nun die Hypothek nicht mehr bezahlen. Die Deutsche Bank hat ihre Wohnung zwangsvollstreckt. Damit nicht genug, fordert die Bank zusätzlich noch 70.000 Euro Rückzahlungen.

Für den Fall, dass der Schuldner seine Hypothek nicht mehr bezahlen kann, kann die Bank nach spanischem Gesetz nicht nur das Haus Zwangsvollstrecken, sondern zudem noch die Differenz des damaligen Marktpreises zu dem heutigen Marktpreis einfordern. Paola und Marcelo haben so ihr Haus verloren und schulden Ihrer Bank noch 70.000 Euro. Diese Schuld verdammt sie zu lebenslanger Armut.

Paola und Marcelo sind ehrliche Menschen. Wie viele andere, hatten sie das Pech, wegen der Krise ihre Jobs zu verlieren. Über 80.000 Menschen in Spanien haben bereits eine Petition unterzeichnet, welche die Deutsche Bank bittet, eine Lösung für Paola und Marcelo zu finden. Aber es gab keine Antwort der Deutschen Bank in Spanien. Darum wenden wir uns nun an Sie, um eine faire Lösung für beide Parteien zu finden, indem:

- Die Schuld mit Zwangsvollstreckung des Hauses beglichen wird und auf weitere Forderungen verzichtet wird

- Sie ihnen die Wohnung zu einem bezahlbaren Preis zu vermieten


Mit freundlichen Grüßen,

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Sincerely,