Mangelnde Sicherheitsvorkehrungen auf Bahnstationen!

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Mangelnde Sicherheitsvorkehrungen an Bahnstationen: ein Problem, welches hier in Deutschland in seinem Ausmaß weitestgehend unterschätzt wird!

Vor wenigen Monaten erschütterte ein Fall ganz Deutschland, bei dem eine Mutter und ihr 8-jähriger Sohn im Frankfurter Hauptbahnhof vor einen ICE gestoßen wurden, wobei der Junge sogar sein Leben verlor. Doch hierbei handelt es sich in Deutschland längst um keinen Einzelfall...

https://m.spiegel.de/panorama/frankfurt-am-main-kind-offenbar-von-ice-ueberrollt-a-1279504.html

Pro Jahr verlieren mehrere hundert Menschen ihr Leben durch fehlende Sicherheitsmaßnahmen an Bahnstationen. Als Hauptursache hierfür gelten fehlende Sicherheitsmaßnahmen, denn die Gleise sind nicht abgesperrt oder gesichert und somit für jedermann frei zugänglich. So landen letztendlich aus verschiedensten Gründen Menschen auf den Gleisen und werden von Bahnen mitgenommen.

Bei betrunkenen Personen ist dies am häufigsten der Fall. Durch unkontrolliertes Bewegen und Handeln taumeln sie in vielen Fällen schnell in die Gleise. Über die letzten Jahre verteilt gab es zahlreiche Meldungen von Betrunkenen, die durch ein Bahnunglück ihr Leben verlieren. 

https://www.welt.de/vermischtes/article201106596/Oktoberfest-Gast-toedlich-von-S-Bahn-erfasst-zweiter-Unfall-knapp-verhindert.html

Auch Suizid gilt als eine häufige Ursache für Tode an Bahnstationen. Viele Menschen nutzen die Geschwindigkeit der fahrenden Bahn, um sich auf schnelle Art und Weise ihr Leben zu nehmen. Erst im Februar 2019 wurde wieder ein Fall bekannt, bei dem eine Person aus Essen sich auf diese Art das Leben nahm. 

Ein weiterer tragischer Grund ist Fremdverschulden, also wenn Personen in die Gleise geschubst werden und dadurch sterben. Hierfür sind ebenfalls viele Fälle bekannt. Ein Fall, der in Deutschland für viel Aufsehen sorgte war der, bei dem im Jahr 2016 eine 20-jährige Studentin aus Berlin beim Warten auf ihre U-Bahn von einem 28-jährigen Mann in den Tod geschubst wurde.

https://www.focus.de/regional/berlin/schreckliche-tat-in-berlin-mann-wirft-20-jaehrige-vor-u-bahn-tot_id_5223871.html

Erst im Februar 2019 kam es zu einem weiteren erschütternden Fall, der uns eine weitere Gefahr der mangelnden Sicherheitsvorkehrungen veranschaulicht: Ein 13- jähriger Junge aus Essen verklemmte sich zwischen den Bahntüren und wurde eine Station lang von der U-Bahn mitgeschleift. Er erlitt dadurch schwere Verletzungen. So etwas kam jedoch nicht zum ersten Mal vor.

http://m.news.de/panorama/855744208/unglueck-in-essen-an-haltestelle-ii-schichtstrasse-junge-13-wird-von-u-bahn-mitgerissen-er-schwebt-in-lebensgefahr/1/

Bei einem weiteren bekannten Fall aus dem Jahr 2004 erlitt ein 24-jähriger dasselbe und kam dabei sogar ums Leben.

Weitere Tode kamen Zustande bei Gleisarbeitern oder Graffiti-Sprayern, die unachtsam waren und dadurch überrollt wurden oder sogar schon häufig bei blinden Menschen, die hilflos in die Gleise gerieten. 

Solche erschreckenden Unfälle sorgen nicht nur beim Bahnfahrer und bei den Zeugen für ein traumatisches Erlebnis, sie erzeugen auch bei anderen Menschen rundum Deutschland Angst, denn man weiß nie, was noch alles in den Bahnstationen passieren kann. 

In Städten wie Paris und London wurde hierfür schon eine Lösung gefunden: Bahnsteigtüren, die sich nur bei Ankunft einer Bahn öffnen und bei Abfahrt wieder schließen, sodass es beinahe schon unmöglich ist, auch nur in die Nähe der Gleise zu kommen. Aber schon eine allgemeine Erhöhung der Sicherheit, zum Beispiel in Form eines Sicherheitsdienstes oder erhöhter Videoüberwachung könnte ein erster Schritt in eine sichere Richtung sein.