Der 3-jährige Egor will zurück zu seiner Familie. Doch Behörden lassen ihn nicht.

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Egor wurde im Januar 2017 aus seiner Familie gerissen. Zu diesem Zeitpunkt war er gerade einmal 2,8 Jahre alt. Als ihn die russischen Behörden mitnahmen, sagte er noch "Mama, ich bin spazieren.“ Danach flehte er wochenlang zu seiner Familie gelassen zu werden und weinte so stark, dass in seinem Gesicht zahlreiche Äderchen geplatzt sind. Jeden Tag stand er vor dem Fenster und wartete darauf, dass seine Eltern ihn nach der Arbeit abholen. Jeden Tag hat er sie mit einem Spielzeugtelefon angerufen. Dies alles ist offiziell dokumentiert. Seine Familie durfte er trotzdem nicht sehen. Nun wurde der Junge von einer reichen Familie adoptiert – gegen seinen Willen, gegen den Willen seiner Eltern, gegen den Willen der Öffentlichkeit und entgegen dem Rat von Kinderpsychologen und weiteren Experten.

Ich starte diese Petition, weil Egor schnellstmöglich in seine Familie zurückkehren muss. Noch gibt es eine Chance, da sein Vater beim Gericht Einspruch eingelegt hat. Doch es ist schon jetzt klar, dass die Behörden nicht einfach aufgeben werden. Es ist bekannt, dass die Familie, die Egor adoptiert hat, einflussreich und vermögend ist, was das Vorgehen gegen die Entscheidung der Behörden in diesem Fall besonders schwer macht. Das Kind wurde verkauft, die Interessen des Kindes mit Füßen getreten.

Egor wurde von seinen leiblichen Eltern nach seiner Geburt im Juni 2014 zur Adoption freigegeben. 1,5 Monate blieb er im Krankenhaus. Vom medizinischen Personal wurde er in dieser Zeit nur mit dem Notwendigsten versorgt und lag den Rest der Zeit alleine und beaufsichtigt im Zimmer. Irgendwann sollte er ins Kinderheim gebracht werden. Im gleichen Zeitraum verlor Elena Spahova ihr ungeborenes Kind. Im Affekt und schwer traumatisiert vom Verlust ihres Kindes, hat Elena den Jungen aus dem Krankenhaus mitgenommen und damit eine Straftat begangen. Ihre Absicht war es, einem ungewollte Kind ein zu Hause zu geben. Der Vater Sergej ahnte nicht, dass Egor nicht sein leibliches Kind ist – er dachte, dass das Kind, das Elene aus dem Krankenhaus mitbrachte, sein eigenes ist. So verbrachte Egor 2 ½ Jahre in der Familie, die für ihn seine wurde und die er sehr geliebt hat. Experten, die den Fall untersucht haben, sprachen später von einer tiefen Verbundenheit zwischen Kind und Eltern. Dem Jungen hat es nie an etwas gefehlt. Ganz im Gegenheil - er wurde geliebt und war der Mittelpunkt der Familie.

Die Behörden fanden Egor am 11.01.2017 in der Familie, nahmen ihn noch am selben Tag mit und brachten ihn in ein Krankenhaus. Obwohl der daraufhin gegründete Untersuchungsausschuss uneingeschränkten Besuch der Eltern genehmigte, wurde die Familie nicht zum Kind gelassen. Die Eltern durften Egor nur einmal sehen, bis heute auch das einzige Mal. Dabei ist den Eltern aufgefallen, dass das Gesicht von Egor zahlreiche geplatzte Äderchen aufwies. Außerdem hat Egor den gesamten Besuch verschlafen. Trotz zahlreicher Anwesenden, wie Journalisten und medizinischem Personal sowie grellem Licht von den TV-Kameras und entsprechendem Lärm, ist der Junge nicht zu sich gekommen, da er Beruhigungsmittel bekommen hat.

Ärzte attestierten Egor beste Gesundheit und eine mehr als altersentsprechende Entwicklung. Doch schon eine Woche nach Herausnahme aus der Familie wurde der Junge um 5 Uhr morgens in ein Zentrum für Kinder mit Störungen des Nervensystems gebracht. Experten, die Zugang zu Egor hatten, sprachen von einem schweren Trauma und schwerem Stress, den das Kind durchleide. Er sollte ihrer Meinung nach schleunigst zurück in die Familie gebracht werden!

Die Behörden versprachen Sergej, dass er das Kind adoptieren und wieder zu sich nehmen kann. Eine reine Formalie, so wurde gesagt. Während er alles gegeben hat, um Egor zurückzubekommen und die notwendigen Unterlagen zusammenstellte sowie obligatorische Kurse für Adoptiveltern erfolgreich belegte, wurde er nicht darüber unterrichtet, dass die Behörden längst anders entschieden haben. Egor sollte von einer anderen Familie adoptiert werden. Schon 3 Wochen später stimmte das Gericht der Adoption zu. Auch darüber wurde Egors Familie nicht informiert.

Somit wurde Egor gegen seinen Willen und entgegen dem eindringlichen Rat von Psychologen in eine neue Familie gegeben. Und das, obwohl der Junge neben seinen Eltern noch Großeltern, Paten, Tanten, Onkel und erwachsene Halbgeschwister hat. Seit 7 Monaten hat Egor niemand mehr gesehen - keiner weiß, wie es ihm geht, Anfragen werden abgeschmettert.

Eine breite Öffentlichkeit in Russland fordert, dass Egor zurück in seine Familie kommt. Wenn man sich bei einer zentralen Stelle beschwert, bekommt man Antworten von denjenigen, über die man sich beschwert. Beschwerden werden somit abgefangen. Es gibt kein Durchkommen.

Kinder, auch in diesem Alter, haben Erinnerungen, spüren Verrat und Betrug. Sie wissen, wer ihre Eltern sind. Egor wurden nicht nur seine Eltern genommen, sondern auch das Vertrauen in ihm nahestehende Personen. Ich hoffe, dass sich genug Menschen finden, denen das Schicksal von Egor ans Herz geht und die diese Petition unterschreiben. Denn nur mit öffentlichem Druck ist es möglich, dass die russischen Behörden diesen Fall nicht mehr einfach ignorieren und zu den Akten legen.



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