Das Konkurrenzprinzip hat ausgedient -- "Was und Warum" statt "Quantität und Qualität"

Das Konkurrenzprinzip hat ausgedient -- "Was und Warum" statt "Quantität und Qualität"

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Katja Alsleben hat diese Petition an Internationale Liga für Menschenrechte und gestartet.

Das Konkurrenzprinzip abschaffen und Isolation verhindern

Warum? Und warum jetzt? 

Jetzt, weil sich in der aktuellen Krisensituation viele Menschen in diejenigen hineinversetzen können, die über längere  Zeiträume hinweg von der Gemeinschaft abgeschnitten sind.

Warum?  Soziale Isolation ist eine direkte Folge des in vielen Bereichen vorherrschenden Konkurrenzprinzips, welches sich gleich einer Pandemie über den gesamten Globus ausgebreitet hat.

Es spiegelt sich direkt in den Interaktionsmustern der Menschen wieder. Diese sind geprägt von Abwehrmechanismen, die dem Einzelnen dazu dienen, das eigene psychologisches Gleichgewicht angesichts des anhaltenden Drucks und Dauerstresses aufrecht zu erhalten. Solche Strategien wirken jedoch nur kurzfristig kompensierend auf die zugrunde liegenden Probleme und erzeugen zusätzliche Stressoren für sich selbst und andere.

Immer mehr Menschen dem sind dem anhaltenden Druck nicht gewachsen, drohen aus dem System zu fallen und laufen damit Gefahr, ins soziale und wirtschaftliche Abseits zu geraten. Die sich daraus ergebende Isolation ist vergleichbar mit einer Haftstrafe, die der Mensch in den Mauern seiner Angst absitzt. Je länger die Isolation andauert, desto schwerer wird zudem die Rückkehr in die Gemeinschaft, da Angst in Kombination mit Einsamkeit einen sich selbst verstärkenden Kreislauf in Gang setzt.

Die Betroffenen spiegeln dabei das gestörte gesellschaftliche Gleichgewicht, sie sind die Symptomträger der Gemeinschaft. Die meisten Regulierungsansätze zur Wiederherstellung des systemischen Gleichgewichts behandeln jedoch lediglich die Symtome anstatt an den Ursachen anzusetzen. Die vorherrschenden Gesellschaftsverträge halten eine breite Palette von Instrumenten vor, die es der Gemeinschaft erlaubt, Mitglieder, die den vorgegebenen Kriterien nicht genügen, von ihren Positionen zu entfernen. Den Betroffenen wird so die Inkompatibilität ihrer Person zur Gemeinschaft und/oder eine generelle Unzulänglichkeit suggeriert oder schlimmstenfalls bestätigt und somit  gleichzeitig eine gewisse Behandlungsbedürftigkeit bescheinigt. Von diesem Moment an werden sie allein gelassen. 

Tatsächlich aber sitzen alle im selben Boot, es überleben nur die, die sich nicht verdrängen lassen. Das bedeutet, es gibt immer jemanden, der verdrängt oder nicht verdrängen kann, auf der anderen Seite jemanden, der verdrängt wird oder nicht verdrängt werden kann. 

Und genau in diesem Punkt zeigt sich das Paradox des Konkurrenzprinzips.

Es teilt die Gemeinschaft in Gewinnende und Nichtgewinnende. Nichtgewinnende aber sind vom wirtschaftlichen und sozialen Abstieg bedroht, in der letzten Konsequenz dem Verlust des sozialen Ansehens und damit verbunden der Zugehörigkeit zur Gemeinschaft. Das Gewinnen ist auf Kosten derjenigen möglich, die nicht gewinnen. Damit ist die Belohnung des einen gleichzeitig mit der "Bestrafung" eines anderen verbunden. 

Die Gemeinschaft braucht und produziert also zwangsläufig  "Symptome" in Form von Gemeinschaftsmitgliedern, die nicht den Vorgaben gemäß funktionieren, gleichzeitig sind diese aber unerwünscht!

Dieses Belohnungsprinzip kann unter Umständen auch ein Instrument sein, um Menschen gezielt auszuschließen, denn Leistungskriterien werden so definiert, dass sie maximalen Nutzen in der Regel für die "Gewinner" des Systems garantieren. Individuelle Stärken oder Andersartigkeit, die den gewünschten Zielvorgaben entgegen stehen, werden daher oft abgewertet.

Auch stellen neue, alternative Ansätze eine Gefahr für etablierte Positionen dar, da ihre Durchsetzung und Etablierung in einem konkurrenzbasierten System die gesamte Macht- und Wirtschaftsstruktur verschieben kann. Dadurch werden Veränderungen zu langwierigen Prozessen, die sich durch komplizierte Regelwerke quälen müssen. Die Gesellschaft droht zu stagnieren.

Was können wir verändern?

Der soziale Status, die wirtschaftliche Situation eines Gemeinschaftsmitgliedes darf nicht an Leistungskriterien gekoppelt sein. Das heißt, die künstlich von außen herbeigeführte Belohnung oder Nichtbelohnung von Handlungen und Aktivitäten* (inklusive ihrer Resultate und Ergebnisse) innerhalb der Gemeinschaft, sollte ersetzt werden durch die Belohnung, die sich aus der jeweiligen Handlung oder Aktivität selbst ergibt. Ansonsten drohen die Entfremdung des Handelnden von seiner Handlung, da das die Motivation für das eigentliche Ziel sich nicht mehr von der künstlich erzeugten Motivation durch die in Aussicht stehende Belohnung trennen lässt. Viele Menschen werden auf diese Weise in einen Zustand der vollständigen Selbstentfremdung geführt und damit zu Instrumenten derjenigen, die das Gesamtsystem gewinnbringend für sich nutzen.

*Aktivitäten und Handlungen eines Individuums auf privater, wirtschaftlicher oder gesellschaftlichen Ebene, z.B. Bildung/Ausbildung, berufliche/ehrenamtliche Tätigkeit, Freizeitbeschäftigung, Konsum usw.

Die Definition von Kriterien für eine Bewertung/Beurteilung von außen, falls eine solche noch notwendig sein sollte, könnte sich eher auf das Was (Inhalte) und das Warum (Motivation, Zweck) von Aktivitäten beziehen. Sie sollte auch die Auswirkungen auf und Konsequenzen für die Gemeinschaft, die das Gesamtsystem trägt, berücksichtigen und den Faktor Vergleichbarkeit unbedingt ausschließen.

Im derzeit bestehenden System liegt die Motivation für Aktivitäten häufig in der Gewinnmaximierung  (Anhäufung monetärer Werte). Der Wert von Aktivitäten bezieht sich dabei auf die Resultate/Ergebnisse im Hinblick auf Quantität und Qualität. Übergeordnetes Ziel des Handelnden ist es dabei, seinen sozialen Status durch eine wie auch immer geartete Form der Vorherrschaft innerhalb des Systems zu erhöhen. Selbst viele Bereiche, in denen der Zweck höher priorisiert ist als der Gewinn, ordnen sich zunehmend dem Prinzip der Gewinnmaximierung unter, der ursprüngliche Zweck wird damit entfremdet.

Das heißt, wichigster Parameter für die Einordung, Messung oder Bewertung von Aktivitäten, die innerhalb einer Gemeinschaft stattfinden, sollte immer die zugrundeliegende Motivation des Handelnden sein. Genauso müssen die möglichen Folgen und Konsequenzen der jeweiligen Aktivität/Handlung für die Gemeinschaft berücksichtigt werden und entsprechend in das Ergebnis einfliessen. 

Was muss gefordert werden?

Die Verankerung von Rechten auf soziale, wirtschaftliche, gesellschaftliche Teilhabe auf Basis der Wahlfreiheit des Individuums, da die von Leistungskriterien losgelöste Motivation des Individuums eine übergeordnete Rolle einnehmen muss.

Diese Rechte sollen die bestehenden Menschen- und Grundrechte ergänzen, die bisher vor allem die individuelle Freiheit sowie Autonomie betonen. Soziale Zugehörigkeit hängt aber gerade von der Ausprägung des Verantwortungsbewusstseins innerhalb einer Gemeinschaft ab, also dem Maß an Bereitschaft, die individuellen Rechte eines anderen ebenbürtig neben den eigenen zu respektieren und anzuerkennen.

Das Recht auf soziale Zugehörigkeit muss den gleichen Stellenwert besitzen wie das individuelle Recht auf Selbstentfaltung, denn beides sind gleichermaßen menschliche Grundbedürfnisse.

Bitte unterzeichnen Sie noch heute, und machen Sie den ersten Schritt zu einem lebenswerteren Dasein. Materialismus und Imagezwang der Wohlstandsgesellschaft haben längst ausgedient, denn der Preis für Wohlstand bedeutet letztlich den Verlust vieler Werte, die uns erst zu einem menschlichen Wesen in unserem Sinne machen. Die Tendenz ist, alles und jedes zu vermarkten, selbst vor der Unantastbarkeit der Menschenwürde wird nicht halt gemacht. Viele führen ein erniedrigendes Dasein, um den Ansprüchen einer solchen Gesellschaft gerecht zu werden, und betrachten es als Belohnung, so zu existieren. Die Wohlstandsgesellschft versetzt die Menschen in Wahrheit in einen immerwährenden Überlebenskampf, anstatt ein Dasein in Frieden und Sorglosigkeit zu garantieren. Unterschreiben Sie jetzt und bewegen Sie unsere Menschenrechtsorganisationen dazu, einzugreifen. Bringen Sie etwas wichtiges auf den Weg!

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