ABI BREMEN 2020: Durschnittsabitur/abschluss

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Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen

In wenigen Wochen sollen etwa 350.000 Schüler deutschlandweit ihr Abitur absolvieren.
Für die Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen scheinen die Abschlussprüfungen wichtiger als die Gesundheit der Schüler*innen bzw. der Bremer*innen im Allgemeinen zu sein.

Das finden wir aus den folgendem Grund falsch:

Unsere Gesundheit, die uns am Leben hält:

Von der Anreise bis hin zum Prüfungsraum herrscht eine Enge, welche die Ausbreitung des Virus begünstigt und der momentanen Situation ein verantwortungsloses Risiko bietet, die die Prüflinge tragen müssen. Ein ausgetauschter Stift, das Berühren des Nachbartisches, die Benutzung der Toiletten könnte reichen, um die Pandemie fortschreiten zu lassen und sogar national für lebensbedrohliche Probleme zu sorgen.
Virologen konnten bereits beweisen, dass das Virus SARS-Covid-19 mehrere Tage auf Oberflächen überleben kann, und immer noch übertragbar ist. Die Inkubationszeit beträgt maximal bis zu 14 Tage, jedoch auch teilweise maximal 20 Tage. Die Problematik setzt sich nicht nur mit der Gefahr zusammen, welche durch das Virus verursacht wird, sondern auch die Angst und Panik, die durch Hamsterkäufe, Atemmasken und Quarantäne gekennzeichnet sind. Das RKI sagte, dass dies erst der Anfang einer Pandemie sei. Was absolut klar ist: Das Virus tötet. Der Tod wird vor allem bei immunschwachen und alten Menschen sowie Menschen mit Vorerkrankung herbeigeführt.

Für Bremens Bürgermeister Bovenschulte gehe die Gesundheit vor allem. Ebenso stimmt er unserer Bundeskanzlerin zu, dass die aktuelle Lage in Deutschland die größte Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg ist. Größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg und Gesundheit ist vorrangig? Weshalb setzt man, dann die SchülerInnen und LehrerInnen der Gefahr aus an den regulären Abschluss-Prüfungen teilzunehmen, obwohl die aktuell drastische Lage noch nicht absehbar ist?!

„Wir haben Angst!“, rufen die Abschluss-Schüler und gleichfalls die Bevölkerung. Abschluss-Prüfungen sollen stattfinden, obwohl die Angst besteht, unbewusst andere dadurch einer Gefahr auszusetzen, die diese nicht tragen können. Wie sollen sich Infizierte Schüler*innen auf ihre anstehenden Prüfungen vorbereiten? Was geschieht mit immunschwachen Schülern? Erhalten diese keinen Abschluss? Oder einen „anerkannten“ Abschluss, denn diese setzen sich einer lebensbedrohlichen Situation entgegen und trauen sich vermutlich nicht einmal raus? Wie ist die Verantwortung zu tragen, wenn sich Schüler*innen und Lehrkräfte gegenseitig infizieren? Die Folgen, die daraus resultieren, können wir uns alle vorstellen!

Die gesundheitliche Gefahr ist nicht vorüber und die Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen will die regulären Abiturprüfungen schreiben lassen? Außerdem: Die Olympiaveranstaltungen im Juli werden abgesagt, aber im April sollen viele Schüler die Abiturprüfungen schreiben?!

Wir fordern von der Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen:
Keine Abitur-Klausuren 2020 in Bremen schreiben zu lassen.

UNSERE LÖSUNG:


* Eine Möglichkeit wäre, dass jede Schülerin und jeder Schüler in diesem Jahr ein sogenanntes Durchschnittsabitur erhält. Hierfür wird ein Durchschnitt der einzubringenden 32 Semesterergebnisse der letzten 4 Semester errechnet und als Abiturnote festgelegt. Bei einer erwünschten Verbesserung der Note, kann eine mündliche Leistung in einem der vier bereits gewählten Prüfungsfächer erbracht werden (zum Beispiel per Online-Videocall) und wie in den Vorjahren als mündliche Prüfung mit einberechnet werden.

* Eine weitere Möglichkeit wäre, das letzte Drittel der Abiturnote durch alte Klausurleistungen hochzurechnen.