Petition update

Lässt die EU die Elefanten im Stich?

Rettet die Elefanten Afrikas e.V.

Jul 19, 2016 — - Remarks: English version of this update will follow separately! -

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition für ein vollständiges und dauerhaftes Verbot jeglichen Handels mit Elfenbein,

inzwischen nähert sich diese Petition 100.000 Unterschriften. Großartig! Das stärkt die Hoffnung, dass wir gemeinsam etwas für die Zukunft der Elefanten bewegen können.

Umso notwendiger ist dies, da gerade neue, verheerende Nachrichten aus Afrika veröffentlicht wurden: In Angola konnten Wissenschaftler nur noch 3400 Elefanten zählen - in den 70er Jahren lebten dort ca. 200.000 Elefanten, möglicherweise die größte Population in ganz Afrika… (*1)

Wie Sie wissen, stellt diese Petition die Forderung, jeglichen Handel mit Elfenbein dauerhaft zu verbieten. Genau das beantragt die African Elephant Coalition (AEC, eine Vereinigung von fast 30 afrikanischen Ländern) zur kommenden Artenschutzkonferenz (24.9. - 5.10.2016). Sie fordert in ihren Anträgen den höchstmöglichen Schutzstatus für alle Elefanten.

Das Erschreckende ist nun, dass die EU-Kommission schon im Vorfeld bekanntgegeben hat, diese Anträge NICHT zu unterstützen. In der internationalen Presse wird dies bereits als "Todesurteil für die Elefanten" gehandelt, da die EU mit 28 Stimmen großen Einfluss bei den Abstimmungen auf der Artenschutzkonferenz hat. (*2)

Die EU-Kommission wird bis Ende Juli 2016 ihre endgültige Position zu den Anträgen festzurren.

Bitte helfen Sie den Elefanten einmal mehr und senden Sie noch HEUTE ein Schreiben an die EU-Kommission und an das Umweltministerium Ihres Landes (oder an alle EU-Ministerien), und fordern Sie die Politiker auf, für die Anträge der AEC und den höchstmöglichen Schutz der Elefanten zu stimmen!

Sie finden unten angehängt einen Musterbrief, den Sie dafür benutzen können. Noch besser wäre es, ihn mit Ihren eigenen Worten neu zu formulieren. Wir bitten Sie jedoch dringend, in Ihrer Wortwahl immer höflich zu bleiben.

Namen und E-Mail-Adressen von EU-Kommission sowie Umweltministern der Europäischen Union finden Sie ebenso unten angehängt. Entnehmen Sie daraus bitte die Adressaten Ihrer Wahl.

Die Elefanten brauchen Sie!

Sehr herzlichen Dank für Ihre Hilfe schon jetzt!

Eine weitere neue Forschung belegt, dass auch die Trophäenjagd die Wilderei anheizt (*3). Falls Sie die nachfolgende Petition noch nicht unterzeichnet haben, bitten wir Sie, dies nun zu tun, da es sich hierbei um die Forderung nach einem Verbot für die Einfuhr von Jagdtrophäen in die EU handelt: www.change.org/grosswildjagd

Wir möchten uns noch einmal ausdrücklich für Ihre Hilfe für die Elefanten bedanken, denn nur gemeinsam können wir etwas für sie erreichen!

*1) http://news.nationalgeographic.com/2016/07/angola-elephants-great-elephant-census-poaching-ivory/
*2) https://greenpeace-magazin.de/nachrichtenarchiv/appell-eu-afrika-fordert-verbot-von-elfenbeinhandel
http://observer.com/2016/07/why-well-blame-the-eu-for-the-extinction-of-elephants/
Zusatzinformation:
http://www.dw.com/de/der-elfenbeinhandel-auch-25-jahre-nach-dem-weltweiten-verbot-befeuert-er-die-wilderei/a-19034936
*3) http://www.ifaw.org/united-states/news/allowing-trophies-elephant-hunting-undercuts-fight-against-poaching



MUSTERBRIEF

Lässt die EU die Elefanten im Stich?

Sehr geehrte/r ….,

ich beziehe mich auf die Anträge, die für die im September stattfindende nächste Washingtoner Artenschutzkonferenz CoP17 in Bezug auf Elefanten vorliegen.

Ich begrüße, dass die EU die Anträge für erneute Handelsmöglichkeiten, die von Namibia und Simbabwe gestellt wurden, ablehnen will.

Leider habe ich auch vernommen, dass die EU-Kommission sich nicht hinter die Anträge der African Elephant Coalition (AEC) stellen will, die u.a. die Listung aller Elefantenpopulationen auf CITES Anhang I beantragt, ebenso die Beendigung der Diskussion um ein künftiges Handelssystem für Elfenbein ("DMM") und die Schließung aller nationalen Elfenbeinmärkte.

Die EU schlägt stattdessen vor, Kompromisse zu suchen und die afrikanischen Länder, deren Elefanten auf CITES Anhang II stehen, zu stärken.

Die Lage der Elefanten ist jedoch Besorgnis erregend (ich erinnere Sie daran, dass in nur drei Jahren mehr als 100.000 Tiere gewildert wurden), und es ist nicht die Zeit für Kompromisse, sondern für ein klares, eindeutiges und globales Vorgehen gegen die drohende Ausrottung.

Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass die Belassung der Elefanten der vier südafrikanischen Staaten Botwana, Namibia, Simbabwe, Südafrika auf Anhang II ein verhängnisvolles Signal gibt, nämlich, dass Handel mit Elfenbein, wenn auch nicht in den kommenden Jahren, so doch in unbestimmter Zukunft wieder möglich ist.
Bereits die Aussicht, dass es in einigen Jahren wieder Elfenbeinhandel geben wird, kann das Todesurteil für eine weitere Unzahl von Elefanten sein.

Antrag auf Anhang I nicht zu unterstützen ignoriert auch die Tatsache, dass selbst bei dauerhaft stabilen Beständen im südlichen Afrika gerade die Ausnahmeverkäufe dieser Länder die Wilderei in den anderen Teilen Afrikas angeheizt haben.
Schon jetzt gibt es deutliche Zeichen, dass es auch im südlichen Afrika selbst vermehrt zu Elefantenwilderei kommt. In Simbabwe befinden sich einige der Hotspots der Wilderei überhaupt.

Eine neue Studie aus den USA belegt, dass legaler Elfenbeinhandel zu einem explosiven Anstieg von illegalem Handel und Wilderei geführt hat. https://www.princeton.edu/main/news/archive/S46/59/11K97/

Es ist deshalb unverständlich, warum man Ländern die Listung ihrer Elefanten auf Anhang II weiterhin erlaubt, wenn doch belegt ist, dass durch die Erwartung von künftigem Handel die Wilderei in anderen Ländern erst richtig angekurbelt wird. Der Schutz vor Wilderei vor Ort ist in den meisten Ländern aus verschiedenen Gründen nicht so wirkungsvoll, dass er Ausrottung verhindern könnte. Die Listung aller Elefanten auf Anhang I, neben der Schließung aller lokalen Märkte, könnte dies jedoch.

Um die Elefanten für die nachfolgenden Generationen zu bewahren, müssen wir global denken, und nicht nur die Wirtschaft von einigen wenigen Ländern im Auge behalten.
Es kann nicht sein, dass die Elefanten im ganzen restlichen großen Afrika dafür sterben müssen, weil man vier Ausnahmeländern künftige Handelsausnahmen in Aussicht stellen möchte.

Die Entscheidung für Anhang I für alle Elefanten würde ein sehr wichtiges Signal darstellen, dass auch langfristig nicht mit einer Zustimmung zum internationalen Elfenbeinhandel gerechnet werden kann. Experten gehen davon aus, dass dies sowohl die Wilderei als auch die Nachfrage erheblich reduzieren würde.

Aus genau diesem Grund wird sogar durch die CITES-Regularien von sog. Split-listing abgeraten.

Ich möchte Sie auf das Offene Schreiben von 59 renommierten, internationalen NROs und Experten (darunter IFAW, BornFree, EIA, NABU, ATE und viele andere mehr) hinweisen, das die Anträge der African Elephant Coalition, die aus fast 30 afrikanischen Ländern besteht, stützt.

Ich bitte Sie ebenfalls dringend, für den Antrag zur Schließung aller lokalen Elfenbeinmärkte zu stimmen - besonders, da die Hauptmärkte (China, Hongkong) bereits die Schließung ihrer Märkte angekündigt haben. Die USA haben ihren Markt bereits zum größten Teil geschlossen. Es ist unbegreiflich, dass die EU nun, ganz im Gegenteil, einzelne Märkte offenhalten möchte und deshalb beabsichtigt, diesen Antrag nicht komplett zu unterstützen.

Bitte setzen Sie sich auch nicht nur für eine vorübergehende Aussetzung der Diskussion über ein künftiges Elfenbeinhandelssystem ein, sondern für die komplette Aufgabe dieser Aktion. Ebenfalls bitte ich Sie, den Anträgen zur Bestandsermittlung und weitgehenden Zerstörung von Elfenbeinlagerbeständen und zur Einschränkung von Handel mit Lebend-Elefanten Ihre Stimme zu geben.

Nur vollkommen klare Verbote weltweit können die Wilderei vermindern, Handel muss überall illegal und strafbar sein - und genau das ist es, was die AEC mit ihren fünf Anträgen vorgelegt hat. Ich bitte Sie noch einmal dringend, für diese Anträge zu stimmen.

Mit freundlichen Grüßen

(Name)
(Wohnort)



ADRESSATEN:

EU-KOMMISSION:

Präsident der Europäischen Kommission
Name: Jean-Claude Juncker
E-Mail: president.juncker@ec.europa.eu

Directorate General for the Environment
Comissioner for Environment, Maritime Affairs and Fisheries
Name: Kommissar Karmenu Vella
E-Mail: karmenu.vella@ec.europa.eu; cab-karmenu-vella-contact@ec.europa.eu


DEUTSCHLAND:

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
(Anrede: Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, …)
E-Mail: internetpost@bundesregierung.de

Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Frau Dr. Barbara Hendricks
(Anrede: Sehr geehrte Frau Bundesministerin,…)
E-Mail: barbara.hendricks@wk.bundestag.de


UMWELTMINISTER DER EU-LÄNDER:

BELGIEN
Name: Carlo Di Antonio
E-Mail: carlo.diantonio@gov.wallonie.be

BULGARIEN
Name: Valeri Georgiev
E-Mail: vtsgeorgiev@moew.government.bg

DÄNEMARK
Name: Esben Lunde Larsen
E-Mail: ministeren@mfvm.dk

ESTLAND
Name: Marko Pomerants
E-Mail: marko.pomerants@envir.ee

FINNLAND
Name: Kimmo Tiilikainen
E-Mail: kirjaamo@ym.fi

FRANKREICH
Name: Ségolène Royal
E-Mail: cites@developpement-durable.gouv.fr

GRIECHENLAND
Name: Panos Skourletis
E-Mail: grcitesma@minagric.gr

IRLAND
Name: Simon Coveney
E-Mail: minister@environ.ie

ITALIEN
Name: Gian Luca Galletti
E-Mail: URP@minambiente.it

KROATIEN
Name: Slaven Dobrović
E-Mail: ministar@mzoip.hr

LETTLAND
Name: Kaspars Gerhards
E-Mail: pasts@varam.gov.lv

LITAUEN
Name: Kęstutis Trečiokas
E-Mail: kestutis.treciokas@am.lt

LUXEMBURG
Carole Dieschbourg
E-Mail: departement.environnement@mev.etat.lu

MALTA
Name: Dr. José A. Herrera
E-Mail: decc.msdec@gov.mt

NIEDERLANDE
Name: Sharon Dijksma
E-Mail: S.Dijksma@tweedekamer.nl

ÖSTERREICH
Name: Dipl.-Ing. Andrä Rupprechter
E-Mail: buero.rupprechter@lebensministerium.at

POLEN
Name: Jan Szyszko
E-Mail: info@mos.gov.pl

PORTUGAL
Name: João Pedro Matos Fernandes
gabinete.ministro@mamaot.gov.pt

RUMÄNIEN
Name: Cristiana Pașca Palmer
E-Mail: srp@mmediu.ro

SCHWEDEN
Ms. Karolina Skog
E-Mail: Leif.denneberg@jordbruksverket.se

SLOWAKEI
Name: László Solymos
E-Mail: minister@enviro.gov.sk

SLOVENIEN
Name: Irena Majcen
E-Mail: gp.mop@gov.si

SPANIEN
Name: Dña. Isabel Garcia Tejerina
E-Mail: informacionma@magrama.es

TSCHECHISCHE REPUBLIK
Name: Richard Brabec
E-Mail: info@mzp.cz

UK (VEREINIGTES KÖNIGREICH)
Name: Andrea Leadsom
E-Mail: defra.helpline@defra.gsi.gov.uk

UNGARN
Name: Dr. Sándor Fazekas
E-Mail: sandor.fazekas@fm.gov.hu

ZYPERN
Name: Nicos Kouyialis
E-Mail: registry@moa.gov.cy


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