Änderung des § 218 StGB - Für ein modernes Abtreibungsrecht!

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 In Deutschland ist es nicht mit der rechtsstaatlichen Ordnung des Grundgesetzes vereinbar, dass schwangere Frauen selbst darüber entscheiden, ob eine Lage gegeben ist, in der es für sie unzumutbar wäre, ein Kind auszutragen. 

Mit diesen paternalistischen Worten urteilte das Bundesverfassungsgericht darüber, inwieweit das Abtreibungsrecht in Deutschland liberalisiert oder eingegrenzt werden sollte. Das Ergebnis zeugt davon, dass Frauen in Deutschland keinerlei Entscheidungsgewalt über ihre Körper und ihre Lebenswege eingeräumt wird. 

Nach der aktuellen Gesetzeslage sind Schwangerschaftsabbrüche gem. § 218a StGB für alle Frauen, die sich an die im Paragraphen aufgeführten Vorgaben halten und diese bis zur 12. Schwangerschaftswoche einhalten, straffrei. Straffrei bedeutet zwar, dass diese Frauen nicht mit einer Strafe rechnen müssen, es heißt jedoch nicht, dass sie sich nicht strafbar machen. Der Akt als solcher wird immer noch als rechtswidrig angesehen. 

Im Jahre 2020 wird das Recht von Frauen über ihren eigenen Körper und ihr Leben zu entscheiden, also immer noch kriminalisiert. Es ist an der Zeit für eine neue und moderne Abtreibungspolitik, die Frauen das Recht und die Entscheidungsgewalt über ihre Körper zurückgibt. Es ist Zeit für eine Modernisierung des § 218 StGB.