Statt Glyphosat eine Verkaufs-Untergrenze für landwirtschaftliche Produkte.

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 500.


  Jamaika Verhandlungen in Berlin - zum Streitthema: Landwirtschaft und Umwelt

 Verbot von Pestiziden und Insektiziden

Fakt ist, die Bauern verwenden Pestizide und Insektizide, nicht weil sie in das Dreckszeug verliebt sind - nein sie sind darauf angewiesen um zu überleben. Die Preise für landwirtschaftliche Produkte werden durch den Konkurrenzkampf der  Diskounter immer weiter nach unten gedrückt.  Ursache ist in der Regel der Zugriff der Verbraucher  nach dem billigsten Produkt.

Der Einsatz von unkraut- und schädlingsvernichtenden Mitteln kann die finanzielle Probleme der Bauern entspannen - allerdings nur vorübergehend. Die nächste Preisreduzierung lässt, aufgrund des Wettbewerbes unter Aldi, Lidl und Co nicht lange auf sich warten. Billiger, billiger und nochmals billiger lautet die Devise.

Der Verbraucher könnte diesem Teufelskreis durch  einen Verzicht auf das billigste Produkt einen Riegel vorschieben - tut er aber im allgemeinem nicht.  Ökologische Kunden werden erfreulicherweise immer mehr,  doch hier bleibt es leider nur beim "Tropfen auf den heißen Stein -Effekt".

Verlierer in diesem Teufelskreis ist letztlich unsere Umwelt. Sollte man sich damit abfinden? 

Die Antwort kann und darf aber nur ein "Nein, nein und nochmals ein Nein sein!

 Die letzte Bundestagswahl hat der Grünenpartei die Chance gegeben diesem Wahn Einhalt zu gebieten. Die Grünen wollen durch ein sofortiges Verbot von Glyphosat und Neonicotinoide unsere Umwelt retten.  Aber das wird der Ökopartei wahrscheinlich nicht gelingen - der Interessensvertreter der Landwirtschaft, die Christlich-Soziale-Partei, die das Göttliche im Namen trägt und dabei ganz vergessen hat, dass unsere Umwelt ja von Gott gegeben sein soll, ist nun mal auf der Seite der Landwirte und die brauchen ihrer Meinung nach das Giftzeug um das "Gottgegebene" Unkraut und Ungeziefer von Gottes Erde zu verbannen. 

Bekannterweise funktioniert aber unsere Umwelt ohne die Regeln der Natur auf Dauer nicht.

Was aber kann man unternehmen um unsere natürliche Umwelt, so wie sie ist, Beziehungsweise vor einiger Zeit noch war und wie wir sie lieben und auch an unsere Nachkommen weitegeben wollen, zu retten?

Wenn zwei sich streiten kann logischerweise nur ein Kompromiss die Lösung sein.  Die Einen wollen eine "Obergrenze" in Punkto Einwanderung - die Anderen wollen diese Grenz aber keinesfalls!

Die Einen wollen den Landwirten ihr Giftzeug weiter verwenden lassen - die Anderen aber wollen das nicht!

Eine Kompromisslösung  könnte die Einführung einer "Untergrenze" sein. Eine generelle, preisliche Untergrenze  für landwirtschaftliche Produkte ( "Freie Marktwirtschaft"  hin oder her - eine gesunde Umwelt ist wichtiger) . Die Bauern würden nicht mehr am Hungertuch nagen und müssten auf das Giftzeug verzichten, die Diskounter müssten sich nicht mehr gegenseitig unterbieten und wir Verbraucher  würden höher Preise für die Milch ,  für die Wurst und für das Brot widerstandslos hinnehmen. Was wir ja bei unser heiligen Kuh, dem Auto ja auch tun.

Gewinner wären, durch den Erhalt einer artenreichen, gesunden Umwelt, wir alle.

Verlierer wären allerdings die Chemiegiganten - aber die könnten es verschmerzen.

(Autor: Heinz Schmidbauer 2.11.2017)

 



Heute: PhotoArt verlässt sich auf Sie

PhotoArt Schmidbauer benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen): Statt Glyphosat - Untergrenze für Landwirte.”. Jetzt machen Sie PhotoArt und 292 Unterstützer/innen mit.