Die nachträgliche und öffentliche Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes von Helmut Greim

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"Vor siebenköpfigen Drachen fürchte dich nicht, aber fürchte dich vor Heuchlern, welche Reden einholen und austragen; denn was solche Menschen im Augenblick Übles tun, kannst du in Jahren nicht wieder gut machen." -Buch des Kabus

Wie viele nun wissen, gibt es einen gewaltigen Abgasskandal, eine Affaire in dem ausgerechnet Deutschlands gepriesene Autoindustrie in tiefe Korruption verwickelt ist. 

Das Problem liegt zwar nun auf dem Tisch und man debattiert weiterhin darüber, inwieweit und für wen das ganze Konsequenzen haben wird, jedoch scheinen auch dieses Mal wieder alle Teilhabenden praktisch ungeschoren davon zu kommen. 
Während VW-Chef Matthias Müller saftige 10 Millionen Euro verdienen darf, ist dank unserer korrupten Politik schon jetzt absehbar, dass die Autoindustrie sehr wahrscheinlich nicht für den Schaden und den Betrug aufkommen wird, sondern der Steuerzahler. Man kann nur abwarten...

Jedoch verbleibt eine Sache auf jeden Fall zu korrigieren:

Im Sommer 2015 vergab Frau Barbara Hendricks dem Münchener Toxikologen, Helmut Greim, das große Bundesverdienstkreuz mit Stern. 

"Gewürdigt wurden dessen „Leistungen zum Schutz von Mensch und Umwelt“: Der Einsatz fürs Allgemeinwohl sei Greim „immer eine Herzensangelegenheit“ gewesen, lobte Hendricks (SPD), „genauso wie eine nicht interessengeleitete Politikberatung“"

Klar ist aber nun, dass Greims "Herzensangelegenheit" irgendwie geheuchelt erscheint und er sehr wohl Interessen ausspielen ließ, um den Profit der Autohersteller zu steigern. 

"Die Ehrung hatte freilich schon 2015 allenthalben Kopfschütteln ausgelöst. Als Hohn wurde vor allem das Lob für seinen angeblich „nicht interessegeleiteten“ Rat empfunden. Bereits damals galt Greim als ausgesprochen industrienaher Experte, der Risiken regelmäßig relativierte. Ob es um Holzschutzmittel ging, um Dioxin, um das Pflanzengift Glyphosat oder zuletzt um Dieselabgase – immer wieder gab der Toxikologe ganz oder teilweise Entwarnung, auch als Experte bei Anhörungen des Bundestags. Greim sei „seit Jahren berüchtigt als Professor Halb-so-schlimm“, sagt der Hohenloher Grünen-Abgeordnete Harald Ebner. Die Auszeichnung sei daher „von vornherein falsch“ gewesen, die Begründung „absurd“. Wie könne jemand unabhängig sein, fragt Ebner, der sich für eine Studie zu Glyphosat nach eigenem Bekunden vom Hersteller Monsanto habe bezahlen lassen?"  

Das ganze erinnert sehr an die Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama 2009, was in etwa so widersprüchlich -und im Hinblick auf Obamas darauffolgenden Militarismus- wie zynisch war. 

Das Bundesverdienstkreuz ist eine Auszeichnung für jene Menschen, die Aussergewöhnliches für die Bundesrepublik geleistet haben. Die Verleihung bringt daher eine gewisse Verantwortung mit sich, um ein positives, nicht aber niederträchtiges Exempel zu stattuieren. 

Ein Dilemma zur Aberkennung des Ehrenpreises bilde wohl die gesetzliche Lage, die besagt, dass ein Ordensentzug nur bei Haftstrafe verrichtet werden könne.
In Anbetracht dieser Angelegenheit ist aber schwer vorstellbar, dass Helmut Greim von den Manipulationen der Abgaswerte, sowie der Tierexperimente nichts wusste, womit er sich mit schuldig macht. -Als Chefforscher tut Helmut Greim dies vor allem im großen Stil und der Erwerb von deutschen Autos weltweit, sowie die Lüge und einhergehende Verantwortungslosigkeit (vor allem als Chefforscher) machen ihn schuldig! 

Während selbst das Grundgesetz gern mal im Interesse der Wirtschaft ausgehebelt wird, soll es nun unmöglich sein, Helmut Greim im Nachhinein das große Verdienstkreuz mit Stern abzuerkennen? 
Ein gesetzlicher Konflikt sollte nicht die Gerechtigkeit unterbinden und gerade im Falle eines fälschlich verliehenen Ehrenpreises, wird es absurd, wenn diese Machenschaften nicht von Verantwortlichen gesühnt wird und damit auch noch negativ-Beispiele gezeigt werden.

Bitte, vor allem als Käufer und Naturliebhaber, würdigt euch und unseren Heimatplaneten selbst genug, gebt Konter und unterzeichnet diese Petition mit Bitte um umgehende, öffentliche Aberkennung des deutschen, großen Bundesverdienstkreuzes von Helmut Greim, dem Chefforscher der Autoindustrie, der Experimente mit Affen zuließ und mitwirkte die Millionen von Menschen weltweit hinter das Licht zu führen.
Helmut Greim, sei er nun kriminell oder nicht, verdient auf keinen Fall -ganz egal wie viel er von dem Betrug und den Experimenten wusste- einen Ehrenpreis für Werte und Taten, die er in Wahrheit nicht vertrat.

Heuchelei mag der freundliche Ton im Bundestag sein, aber in der Wissenschaft und bei Preisverleihungen gehört sie geächtet.


(Quelle: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.chefforscher-von-autolobbyverein-ein-orden-fuer-professor-halb-so-schlimm.90caeb7e-1910-4a8c-92f4-d5a7aff6119c.html



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