Petition update

220 Millionen Liter Lagerstättenwasser ausgelaufen und ins Grundwasser gelangt

Hilde Lindner-Hausner
92702 Kohlberg, Germany

Aug 24, 2019 — 

Sehr geehrte Damen und Herren,
es ist eingetreten, die schlimmste Befürchtung hat sich bestätigt. Ein Szenario, das man sich gar nicht vorstellen wollte, und doch ahnte, dass es passiert. Über Jahre hinweg lief Lagerstättenwasser im Erdölfeld Ehmlichheim in den Boden. Eine Katastrophe, denn es ist in das Grundwasser gelangt. Der Mitschnitt einer Pressekonferenz zeigt die spärlichen Erklärungsversuche von Betreiber Wintershall Dea und den Behörden. Kaum vorstellbar, dass dieser Eintrag wieder entfernt (abgepumpt) werden könnte?

Davon auszugehn, dass es sich um einen Einzelfall handelt, dürfte etwas blauäugig sein. Es ist wohl eher vom Gegenteil auszugehen.

Weiter zur nächsten Katastrophe: Bohrschlammgruben
Wer nicht direkt in der Nähe eines Bohrfeldes lebt oder sich speziell für  die Thematik interessiert, wie stark Umwelt und Menschen von den Auswirkungen der Gas- und Ölförderung geschädigt werden, macht sich kaum eine Vorstellung von der Situation. Im Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt, brachte Bürgerdruck die Behörden in Handlungsnot. Man geht von ca. 1000 Bohrschlammgruben aus. Traurige Bekanntheit hat die ehemalige Bohrschlammdeponie Brüchau erlangt. Bürgerinitiativen erreichten eine Auflistung der Gruben und fordern Sanierung. 

Nächste Meldung: Verseuchtes Erdreich wegen wiederholter Lecks in Nassölleitung durch Pannen bei Erdölbohrung im Landkreis Gifhorn.

Zum einen zeigt sich, dass die Bergämter nicht im Stande sind, wirkliche Kontrolle auszuüben (zu wenig Personal, da rechtlich gar nicht vorgesehen). Zum andren zeigt sich, dass Hinterlassenschaften einfach zum Problem der Allgemeinheit werden. Und desweiteren, kommt leichtfertiger Umgang mit gefährlichen Substanzen und Methoden ans Tageslicht.

Das niedersächsische Wirtschaftsministerium will jetzt die Bergaufsicht optimieren. Das Bergrecht zum Schutze von Mensch Umwelt und Klima zu optimieren wäre doch, wann, wenn nicht jetzt, der angemessene Schritt! Unsere Fracking-Studie verweist auf die Mängel des Bergrechts und auf die unzureichende Beteiligung der Öffentlichkeit schon bei der Erteilung von Lizenzen.

Nein, es geht weiter so, denn zur gleichen Zeit erhält die Firma Neptune Energy eine Aufsuchungslizenz in Leer, Ostfriesland, obwohl sich herausstellte: Neptune Energy schließt Fracking nicht aus.

Und die Niederlande führt eine grenzüberschreitende Öffentlichkeitsbeteiligung (Frist 19.09.2019), für ein Riesenprojekt zur Erdgasgewinnung im niederländischen Teil der Nordsee an der Grenze zu Deutschland (Projekt „Gaswinning N05-A") durch. Dafür ist die Errichtung einer Erdgas-Plattform, die Durchführung von Tiefbohrungen und die Verlegung einer Rohrleitung notwendig. Die Lagerstätte befindet sich mehrere Kilometer nordwestlich von Borkum. Die Firma ONE-Dyas plant auch Bohrungen von der Plattform aus bis in den deutschen Teil der unterirdischen Lagerstätte, so dass es sich um ein  grenzüberschreitendes Projekt mit Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) handelt.

Wieso macht man so weiter, obwohl man doch weiß, dass die fossile Förderung ein Ende hat. Warum kommt das denn nicht endlich an, warum konzentriert man sich nicht endlich auf Projekte (massiver Ausbau der Erneuerbaren), die der Erreichung der Klimaziele förderlich sind? 

 "... niemand würde die Zugangsstraße zu einem Stadion ausbauen, von dem klar ist, dass es in den nächsten Jahren abgerissen wird...“ (Prof. Claudia Kemfert in der Zeit)

Liebe Damen und Herren bitte unterstützen sie meine Forderung.
Die fossilen im Boden lassen!
Fracking bannen! 
- sofort per Gesetzesänderung in Deutschland als Appell an die Bundeskanzlerin #Fracking jetzt verbieten! 
Ein weltweiter als Appell an die Vereinten Nationen als nächster Schritt.

Herzliche Grüße
Hilde Lindner-Hausner

www.abgefrackt.de

www.aarhus-konvention-initiative.de

 

 

 


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