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Deutschlandweites Verbot der missbräuchlichen Verwendung des Davidsterns

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Unter Anderem auf den Hygienedemos sind des öfteren sog. "Judensterne" aus der NS-Zeit mit der Aufschrift "Ungeimpft" zu sehen. Es ist sogar der gleiche Schrifttyp wie bei den Nazis. Dieser Schrifttyp sollte zudem die hebräische Schrift verhöhnen.

Der Davidstern, auch im hebräischen "Magen David" genannt, ist ein religiöses Symbol des Volkes Israels. Unter den Nazis im 3. Reich wurden mit der "Polizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden" vom 1. September 1941, alle Juden die älter als 6 Jahre waren, gezwungen ihn als Erkennungsmerkmal zu tragen.** Dieses Stigma wurde unter anderem ein Symbol der Nationalsozialistischen Judenverfolgung und deren systematischer Ermordung.

Das Tragen des Sterns bei den Demos finde ich unerträglich. Es relativiert und verharmlost die Verbrechen, die im Namen des Nationalsozialismus begangen wurden. Eine Gleichsetzung der Ausgrenzung und Ermordung von rund 6 Millionen Juden in der NS-Zeit mit den Corona-Beschränkungen verbietet sich!!!

In Bayern gilt dieses Verbot bereits. Warum nicht in ganz Deutschland???

Da ich aus einer traditionell antifaschistischen Familie stamme (mein Vater hat mehrere Bücher über den Natinalsozialismus geschrieben, meine Mutter war u. A. Vorsitzende beim VVN, -Verband der Verfolgten des Naziregimes-) und ich mich seit meiner frühen Jugend damit auseinandersetze, ist es mir ein dringendes Bedürfnis auf solche Missstände hinzuweisen.

Darum bin ich für ein Verbot des missbräuchlichen Tragens und der missbräuchlichen Verwendung des Davidsterns in der ganzen Bundesrepublik Deutschland.

Wir dürfen so etwas nicht durch Schweigen tolerieren, bzw. akzeptieren!!!

Wer sich auf diesen Demos mit solchen rechten Holocaustleugner*innen und Verschwörungsidiolog*innen einreiht, hat geschichtlich absolut nichts verstanden und missbraucht das Demonstrationsrecht auf das Übelste. Distanziert euch ganz klar von solchen Leuten. Hier ist eine Gelegenheit Stellung zu beziehen.

 

Hier noch ein Auszug aus einem Interview mit dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein vom 21.05.2020 in einer Sendung bzw. der Webseite des DOMRADIO.DE (Kölner Dom):

Antisemitismusbeauftragter kritisiert Symbolik bei Demos

Judenstern-Kopie nicht hinnehmbar
Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat ein Vorgehen gegen das Tragen von nachgebildeten Judensternen auf Corona-Demonstrationen gefordert. "Das sollte gegebenenfalls auch strafrechtlich verfolgt werden", so Klein.

"Das ist absolut nicht hinnehmbar", betonte Klein weiter gegenüber der "Rheinischen Post". Auf solchen Demonstrationen werde die Schoah relativiert, indem etwa die Maskenpflicht mit dem Tragen des Judensterns im Nationalsozialismus verglichen werde.

Antisemitische Verschwörungsmythen im Netz

"Mit Sorge beobachte ich auch die Zunahme der Verbreitung antisemitischer Verschwörungsmythen im Netz", erklärte Klein. Vor diesem Hintergrund solle das Maßnahmenpaket gegen Hass und Hetze "rasch umgesetzt werden".

Die aktuelle Weltgesundheitskrise schaffe ein Klima der allgemeinen Verunsicherung, in dem die Anfälligkeit für "irrationale Scheinerklärungen" steige. Die Gesellschaft sei gefordert, diesen Trend zu stoppen. "Wir alle müssen dazu beitragen, Verschwörungsmythen zu entschlüsseln und öffentlich, etwa in den Sozialen Medien, zu widerlegen."
 

(KNA)

Mit Judenstern gegen Corona-Maßnahmen
https://www.zdf.de/politik/frontal-21/rechte-kapern-hygiene-demos-100.html   Frontal 21 vom 19. Mai 2020

**Quelle: http://www.documentarchiv.de/ns/jdnstern.html