Nationalfeiertag 20. Juli - Widerstandstag gegen Rechts

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Stefan Weinert
Stefan Weinert hat diese Petition unterschrieben.

Den 20. JULI zum "WIDERSTANDSTAG GEGEN RECHTS" erklären!

Ravensburg, 16. juli 2019

Liebe Freunde, liebe politische Mitstreiter, liebe Bekannte in Nah und Fern, sehr geehrte Damen und Herren,

noch bis weit in die 1950er Jahre wurden die mutigen Männer des Umsturzversuches des Nationalsozialismus oft als Verräter bezeichnet. Die Witwen der am 20.Juli 1944 und in den Monaten danach hingerichteten Männer, die versucht hatten, Deutschland von dem Tyrannen Adolf Hitler und seinen Gefolgsleuten wie Himmler, Göhring und Goebles zu befreien und zu erlösen, wurden lange Zeit gleich einer Kriegerwitwe behandelt, nicht aber in Ehren gehalten. Ebenso gedachte man lange Zeit auch nicht des Schicksals der  Kinder des Grafen Stauffenberg und der anderen Hitler-Attentäter, die von den Nazis in einem Kinderheim in Bad Sachsa bis Kriegsende zwangsinterniert waren..

Auch der erst 1965 - zwanzig Jahre nach Kriegsende  - beginnende Auschwitzprozess (den die damalige  Politik aber mit aller Macht verhindern wollte)  zeigt, wie schwer sich Deutschland von Beginn an (und bis in unsere Tage) mit der Anerkennung des Hitlerregimes als Unrechtstaat und der in ihm begangenen Gräultaten tat und in bestimmten Kreisen immer noch  tut. Die AfD heute bezeichnet diese Zeit als "Vogelschiss in der deutschen Geschichte" - was nicht weiter kommentiert werden muss.

Die Beschäftigung von Staatssekretären, Pressesprechern, Richtern und Lehrern mit erheblich dunkler Nazivergangenheit und ein Bundeskanzler mit selbiger (Kiesinger), die NPD, die Republikaner, das Oktoberfestattentat, ein Herr Höcke, der sich als ideologischer Enkel Adolf Hitlers entpuppt, Pegida mit dem Galgen für den damalige Außenminister Sigmar Gabriel (SPD), die Reichsbüger mit ihren verworrenen rechten Verschwörungstheorien,  die Identitären, die auf  "deutsches Blut in deutschen Landen"  schwören und der Mord an dem Regierungspräsidenten Walter Lübcke in diesem Jahr zeigen, dass der deutsche Nationalsozialismus viral immer vorhanden war, und deshalb auch vor vier Jahren wieder so richtig zum "Völkischen Frühling" aufblühen konnte.

Durch die AfD wurde der Neo-Rechtsradikalismus sogar salon- und parlamentsfähig. Und das unter Duldung und mit Zustimmung der "demokratischen und etablierten" Parteien. Der Grund dafür ist, dass eine echte, wirkliche, durchschlagende, heillende "Entnazifizierung", die diesen Namen auch verdient, in Deutschland nie statt gefunden hat.

Was vor  70, 60 und 50 Jahren versäumt wurde und was auch heute die Politik  zu lasch anpackt, sollten wir desahlb in der Gegenwart anders und besser  machen. Deshalb möchte ich mit euch zusammen beim Deutschen Bundestag und Bundesrat den Antrag stellen, dass spätestens ab dem Jahr 2022

  der 20. JULI zum  "WIDERSTANDSTAG GEGEN RECHTS"   

als Deutscher Nationalfeiertag (wie der 1. Mai, ein beweglicher Feiertag) erklärt wird. Dieser Tag war nicht nur der "Tag des Attentats auf Adolf Hitler", sondern vielmehr der "Tag des Umsturzversuches des Naziunrechtstaates", für den aber das Attentat auf den "Führer" letztlich unabdingbar war. (Siehe hierzu auch das aktuell erschiene Buch "Stauffenberg - Mein Großvater war kein Attentätet". Vile mehr zum Buvh hier: ---> https://www.sueddeutsche.de/politik/hitler-stauffenberg-1.4523968

Natürlich wird es Widerstände verschiedenster Art gegen diesen Widerstandstag geben: wirtschaftliche (ein Arbeitstag fällt weg, wie kompensieren), politsche auf jeden Fall, wobei sich da die "Streu vom Weizen" trennen wird . . .

Es braucht eine Menge von Unterstützerinnen und Unterstützer, damit sich der Bundestag überhaupt mit diesem Thema beschäftigen wird. Ich denke, unter 10.000 Unterschriften für diese Petition, brauchen wir erst gar nicht darüber reden. Besser wären 50.000. Aber ob das möglich sein wird?

Um ein Ziel zu erreichen, sollte man sich Zwischenziele auf dem Weg dahin setzen. Also step by step. Wenn die ersten 1.000 Menschen diese Petition unterschrieben haben, sehen wir weiter.

Ich jedenfalls habe schon mal unterschrieben und ich hoffe ihr/Sie lassen mich nicht mit diesem Anliegen allein. Denn nicht nur in Deutschland, sondern europa- und weltweit (Ungarn, Polen, Frankreich, USA, Russland ...) streuen die Rechten ihr Gift aus. Es gibt nicht nur den CO²-Fussabdruck, der unser Klima mehr und mehr "erhitzt", sondern auch den Stiefel-Abdruck der Rechtsnationalen, der das politische und soziale Klima Deutschlands, Europas und der ganzen Welt vergiftet.

Aufstehen, unterschreiben und - wenn nötig - auf die Strasse gehen!! Und bitte - falls ihr dabei seid - leitet und verteilt den Kurz- Link zu dieser Petition  -

http://chng.it/kDCpX2W7mM -

an Freunde, Nachbarn, Vereinskollegen, Arbeitskollegen, Presse vor Ort usw weiter und macht Werbung,  wo und wie ihr könnt. Danke!

Mit demokratischen und freiheitlichen Grüßen,

      Stefan Weinert, D - 88212 Ravensburg

    Publizist, Politikbeobachter, Stakeholder

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