Mehr Stimmrecht für Familien: Wahlberechtigung kennt keine Altersgrenze

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 100.


Mehr Stimmrecht für Familien: Wahlberechtigung kennt keine Altersgrenze

Das Corona Virus hat auch Deutschland fest im Griff und es zeigt sich abermals die starke Überalterung der Gesellschaft. Die Politik wird maßgeblich durch die Altersklasse der Sechzigjährigen gestaltet [2] und dies ist aufgrund der Altersstruktur in Deutschland mit 17.9 Mio wahlberechtigten Rentnern sowie dem Wahlsystem, dass 13.6 Mio Minderjährige nicht wählen dürfen, induziert [1]. Letztendlich führt es zu dem bekannten Problem der Überalterung des Parlaments [3].

Die Diskussion darüber, ob nicht jünger oder gar stellvertretend durch die Eltern ab der Geburt gewählt werden sollte ist nicht neu [4]. Im Artikel 20 des Grundgesetzes heißt es, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgehen würde. Eine Alterseinschränkung gibt es nicht. Dem wird lediglich entgegen behauptet, dass jüngere Menschen noch kein demokratisches Verständnis besitzen würden. Wie bei dem Führerschein, wird eine scharfe Altersgrenze für junge Menschen herangezogen. Im höheren Alter könne man aber prinzipiell ungeachtet seiner körperlichen Verfassung immer mit dem Auto fahren und sei auch geistig in der Lage im demokratischen Sinne zu wählen.

Vor dem Virus gab es weltweit Proteste für die Zukunft unseres blauen Heimatplaneten. Die Bewegung Fridays for Future ging maßgeblich von jenen aus, die heute nicht wählen dürfen [5]. Bei der Landtagswahl in Brandenburg haben 41.5 % der 16- und 17-Jährigen gewählt. Es zeigt sich, dass das Interesse an der Politik und das demokratische Verständnis nicht durch eine scharfe Altersgrenze definiert werden.

Mit dem Blick auf die Politik im Umgang mit dem umgehenden SARS-CoV-2 Virus und den Babyboomer Jahrgängen, die nun in das Rentenalter kommen, kann davon ausgegangen werden, dass die Themen Rente, Gesundheit und Pflege uns die nächsten Jahre bestimmen. Die Parteien zeigen zusehends weniger Interesse an den Problemen der Familien und der Jugend – also der Zukunft -, wie es aus zahlreichen Zitaten entnommen werden kann. Stattdessen werden Ressourcen bspw. für die Fußballbundesliga gebunden. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass 25.8 % der Wahlberechtigten im Rentenalter [1] sind und bei diesen treuen Anhängern eben leicht Stimmen zu gewinnen sind.

Das altersunabhängige Wahlrecht sollte, wie es im Artikel 20 des Grundgesetzes steht, in Deutschland umgesetzt werden. Hierfür bietet es sich an, den Familien für jedes ihrer minderjährigen Kinder eine zusätzliche Stimme zu geben. Eltern werden für jede Tat ihrer Kinder zur Verantwortung gezogen und haftbar gemacht. Eine zusätzliche Stimme ist dafür nur das Mindeste, um deren Anliegen mehr Stimmrecht zu geben und so eine Verjüngung in der Politik herbeizuführen sowie Zukunftsthemen anzugehen.

 [1] Bevölkerung - Zahl der Einwohner in Deutschland nach relevanten Altersgruppen am 31. Dezember 2018

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1365/umfrage/bevoelkerung-deutschlands-nach-altersgruppen/

 [2] Durchschnittsalter der Mitglieder der politischen Parteien in Deutschland am 31. Dezember 2018

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/192255/umfrage/durchschnittsalter-in-den-parteien/

[3] Die Jungen halten still

https://www.wiwo.de/politik/deutschland/demografie-das-alternde-parlament/7304386-3.html

[4] 16 oder 18 Jahre – ab wann soll man wählen dürfen?

https://www.tagesspiegel.de/politik/wahlrecht-fuer-jugendliche-16-oder-18-jahre-ab-wann-soll-man-waehlen-duerfen/24061134.html

 [5] Wer steht hinter Fridays for Future?

https://www.deutschland.de/de/topic/umwelt/wer-steht-hinter-fridays-for-future