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Gerechter Lohn für alle

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Die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland ist trotz guter Konjunktur in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Den maßgeblichen Anteil für diesen Anstieg verzeichnet die Zunahme an Geldvermögen. Etwa die Hälfte der Bundesbürger hat kein Vermögen und lebt unmittelbar vom Einkommen. Nach Daten des Statistischen Bundesamts verfügten 2013 die obersten zehn Prozent der Haushalte über 51,9 Prozent des Nettovermögens - die untere Hälfte nur über ein Prozent.

Wir fordern, dass der Mitarbeiter in einem Unternehmen, der am meisten verdient, maximal zehn mal mehr verdienen darf als der Mitarbeiter, der bei selber Arbeitszeit am wenigsten verdient.

Ein Beispiel:
In einem mittelständischen Unternehmen verdient der Geschäftsführer eines Unternehmens monatlich 10.000 Euro und die ebenfalls vollzeitbeschäftigte Reinigungskraft 1.000 Euro. Möchte der Geschäftsführer sein Gehalt auf 15.000 Euro erhöhen, muss er gleichzeitig das Gehalt der Reinigungskraft auf 1.500 Euro anheben.

Die Vorstände der großen deutschen Aktiengesellschaften verdienen bis zu 140-mal mehr als ihre Angestellten. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Joachim Schwalbach von der Berliner Humboldt-Universität. In seiner "Vergütungsstudie 2008" hat der Management-Professor die Entwicklung der Vorstandsgehälter in den 30 Dax-Unternehmen von 1987 bis 2007 untersucht.

Verdiente ein Vorstandsmitglied eines Dax-Unternehmens 1987 durchschnittlich 14-mal mehr als die Mitarbeiter im Unternehmen, kassierten die Führungsspitzen 20 Jahre später das 52-fache eines durchschnittlichen Angestellten der Firma (vom Arbeiter bis zum leitenden Angestellten). Professor Joachim Schwalbach: "Damit sind die Vorstandsgehälter nicht nur absolut, sondern auch in Relation zu den Gehältern aller Mitarbeiter im Unternehmen stark gestiegen."

Anstatt dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fördert die Politik unserer Regierung diese Ungerechtigkeit noch, mit der Reduzierung des Spitzensteuersatz von damals 56% auf heute 45%.

Auch unter der Berücksichtigung höchster fachlicher Kompetenzen und Qualifikationen, gibt es keinen plausiblen Grund, warum die Arbeitszeit eines Menschen mehr als zehn mal wertvoller ist, als die eines anderen Mitarbeiters. Die Lohnfaktorisierung bedeutet nicht, dass Gehälter gedeckelt werden. Erfolgreiche Geschäftsführer können auch weiterhin sehr viel Geld verdienen, ohne Grenze nach oben, mit der Lohnfaktorisierung müssen sie aber zukünftig alle Mitarbeiter am Erfolg teilhaben lassen. Wir finden das ist nur gerecht!

Quellen:
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin): Wochenbericht Nr. 4/2009; Deutsche Bundesbank: Private Haushalte und ihre Finanzen (PHF); Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS): Lebenslagen in Deutschland. Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung (Endfassung: 06.03.2013)



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