LISTENHUNDE LEGALISIEREN

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Unzählige Hunde bleiben aufgrund ihrer DNA ihr Leben lang in Tierheimen, da sie in fast keinem deutschen Bundesland gehalten werden dürfen, die Einreise von Listenhunden I (z. B. Pitbulls) nach Deutschland ist illegal ("Gesetz zur Beschränkung des Verbringens oder der Einfuhr gefährlicher Hunde in das Inland"), weswegen viele Tiere in überfüllten Tierheimen in Europa als "unvermittelbar da gefährlich" gebrandmarkt werden und so ein trauriges Leben hinter Gittern verbringen. Die Hunde werden, unabhängig von ihrem gezeigten Sozialverhalten, im Gesetz mit den Worten "gefährlich" und "Kampfhund" betitelt. Als Anwalt der Tiere sollten wir das ablehnen. Ihnen wird in der Verordnung grundsätzlich eine "gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit" unterstellt. 

Die falsche Darstellung der Tiere und der Ruf als 'gefährlich' sind längst nicht mehr anwendbar. Dass ein Hund laut Gesetz alleine wegen seiner Rassezugehörigkeit als 'gefährlich' (Listenhunde Kategorie 1) oder 'voraussichtlich gefährlich' (Kategorie 2) betitelt wird, ist nicht vertretbar. Zudem herrscht sowieso für Listenhunde eine Maulkorb- und Leinenpflicht, so dass ein 'unkontrollierter Angriff' (der von jedem Hund ausgehen könnte) nicht möglich ist.

Bei den nett betitelten "Kampfhunden" denkt man an gefährliche, aggressive, muskulöse Terrier oder Pitbulls. "Was wenn er mein Kind angreift? Was wenn er durchdreht und mich attackiert?" Viele der Rassen, die auf der Liste stehen, gelten als besonders freundlich und kinderlieb, beispielsweise der Pitbull (K. 1) gilt als sehr menschenbezogen und liebesbeduerftig, der Cane Corso (K. 2) ist bekannt für sein ruhiges Gemüt und seine große Liebe zu Kindern. Es gibt keinen naturwissenschaftlichen oder psychologischen Indiz dafür, dass eine bestimmte Rasse zu einem aggressiven und auffälligen Verhalten neigt. Dieses entwickelt sich durch falsche Haltung, Missbrauch und Aggressionstraining (Kampftrainer etc.). Und grundsätzlich sollte kein Hund, der den Wesenstest besteht, weiterhin als gefährlich gelten. Genau das ist doch der Sinn des Wesenstests. 

Die Tierheime sind ohnehin bereits stark überfüllt und es fehlt an Mitteln und Spendengeldern. Wenn beispielsweise ein Listenhund in Bayern im Tierheim sitzt, darf er (nur unter strengen Auflagen und wenn überhaupt) in andere Bundesländer vermittelt werden. Seine Chancen sind also anders ausgedrückt gleich Null. Welcher Berliner sieht sich in einem Münchner Tierheim nach Hunden um? Welcher Münsteraner fährt 7 Stunden nach Stuttgart, wenn er ein Tierheim vor der Tür hat? 

 

Wir fordern die Auflösung der Rasseliste, so wie es europaweit schon weit vor uns passierte (Listenfreie Länder beispielsweise Österreich, Schweiz, Italien, Niederlande, Schweden, etc.). Ein Tier sollte auf Grundlage seines Wesens als vermittelbar eingestuft werden, nicht aufgrund von DNA und dem Resultat von Missbrauchsfällen vor hunderten (und tausenden) von Jahren. 

Weiter fordern wir dahingehend einheitliche Regelungen auf Bundesebene, eine bundesweite Vermittlung und die legale Einreise von "Listenhunden". 

 

Die Ideologie, dass Tiere im 21. Jahrhundert aufgrund ihres Aussehens oder ihrer Gene als unvermittelbar eingestuft werden, sowie als illegal gelten und ihr Leben im Tierheim verbringen, kann nicht die Realität bleiben. Jedes Tier verdient eine Chance, genauso wie wir es mit Menschenrechten handhaben.

Wenn Menschen einem anderen Menschen Leid zufügen, werden sie dafür bestraft und zur Verantwortung gezogen. Wenn Menschen Hunde als Kampfhunde missbrauchen, sie zwingen auf Tod oder Leben zu kämpfen, werden dennoch nicht die Missbraucher sondern die Opfer dafür verantwortlich gemacht - die Hunde. 

Kampfhunde werden nicht geboren,  sondern gemacht.