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Legalisierung von Leihmutterschaften in Deutschland / Änderung des § 1591 BGB

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Ich (34) leide seit fast 8 Jahren an einer schweren Form der Endometriose (Phase 4), deren Schmerzen teilweise nicht einmal durch die Einnahme von mehreren Schmerzmittel gleichzeitig gelindert werden konnten. Mehrere Operationen, u.a. mit Teilentfernung der Harnblase / Entfernung eines Eileiters, verliefen ohne länger anhaltenden Erfolg. Die letzte Therapiemöglichkeit war eine Schwangerschaft. Da Endometriose jedoch zur Unfruchtbarkeit führt und es bei mir unmöglich war, auf normalem Wege schwanger zu werden, hatte ich im Jahr 2010 eine künstliche Befruchtung (IVF). Nach über 190 Spritzen und 900 Tabletten war mein 2. IVF-Versuch erfolgreich. Ich war schwanger und konnte noch 4 Embryos einfrieren lassen.

Leider verlief der geplante Kaiserschnitt aufgrund der Voroperationen alles andere als nach Plan. Er dauerte über 5 Stunden, ich habe 3 Liter Blut verloren, 2 Bluttransfusionen erhalten und bekam 2 Wochen später eine tiefe Beckenvenenthrombose. Verständlich, dass mir alle Ärzte von einer weiteren Schwangerschaft abraten bzw. sich weigern, einen weiteren Kaiserschnitt vorzunehmen.

Nun habe ich aber noch 4 Embryos, ich nenne Sie „Eisbärchen“ (eines davon, sehen Sie auf dem obigen Foto). Ich bin psychisch nicht in der Lage, sie vernichten oder der Forschung zukommen zu lassen. Es bleibt mir daher nur der Weg über eine Leihmutter, was allerdings in Deutschland verboten ist.

Ich möchte erreichen, dass Leihmutterschaft in Deutschland – wenigstens in bestimmten Fällen – legalisiert wird bzw. dass § 1591 BGB geändert / ergänzt wird. Darin heißt es, dass Mutter die Frau ist, die das Kind zur Welt gebracht hat. Während sich aber der leibliche Vater nachträglich in die Geburtsurkunde eintragen lassen kann – und der Ehemann als „automatischer“ Vater gelöscht wird - kann dies die leibliche Mutter nicht. Auch eine Adoption des „eigenen Kindes“ ist untersagt und gilt als Adoptionsverschleppung. In manchen Ländern ist Leihmutterschaft erlaubt, so z.B. in den USA, und obwohl man dort gleich in die Geburtsurkunde als Mutter eingetragen wird, wird diese hier nicht anerkannt, weil davon ausgegangen wird, dass eine Leihmutter im Spiel war und dies in Deutschland ja verboten ist.

Ich habe schon an sämtliche Ministerien geschrieben, aber ein Ministerium schiebt die Schuld der Nicht-Legalisierung von Leihmutterschaften auf das andere und anstatt auf meine Argumentationen einzugehen erhalte ich ständig nur die Belehrung, dass Leihmutterschaften nach § xy in Deutschland verboten sind. Es wird einfach Zeit, dass sich im 21. Jahrhundert unsere Politiker mit diesem Thema auseinandersetzen und eine Gesetzesänderung stattfindet.

Für mich ist ein Embryo, so klein er ist, schon Leben und es kann nicht sein, dass die Politik über Leben und Tod entscheiden darf. Schließlich hieß es auch bei der Diskussion um PID, dass Embryos Lebewesen sind, über dessen Existenz nicht anhand einer PID entschieden werden dürfe.

Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich mit meiner Krankheit ein gesundes Kind haben darf, aber da meine Eisbärchen nun mal noch da sind, vergeht kein Tag an dem ich nicht an sie denke. Es fühlt sich so an, als wäre man schwanger und es droht eine Fehlgeburt (Vernichtung der Embryos). Ich möchte die Chance auf ein zweites Kind nutzen. Es würde mir das Herz brechen, wenn ich sie irgendwann entsorgen lassen müsste.

Ich kann meine Verzweiflung gar nicht in Worte fassen. Bitte helfen Sie mir und andere, die eine Leihmutter als letzte Möglichkeit haben, ein eigenes Kind zu bekommen. Wenn viele in kurzer Zeit unterschreiben, können wir Druck auf die Verantwortlichen ausüben, sodass sie sich endlich mit diesem Thema auseinandersetzen müssen. Alleine werde ich es nie schaffen. Retten Sie meine Embryos!

Bitte leiten Sie den Link meiner Petition an Freunde, Bekannte und Kollegen weiter.

 

Ich danke Ihnen von ganzem Herzen. 



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