Kurzarbeitergeld auch für Minijober!

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Mein Name ist Marcel Viola. Ich betreibe in Leipzig zwei Bars und habe insgesamt 12 ganz wundervolle, zumeist studentische, MitarbeiterInnen auf Minijobbasis. Fast ausnahmslos alle meine MitarbeiterInnen sind auf diesen Job angewiesen, da sie kein Bafög oder andere Unterstützung vom Staat erhalten.

Aber auch viele andere Menschen sind aus Einkommen aus Minijobs dringend angewiesen. 4.9 Millionen Menschen in Deutschland erwirtschaften ihr Einkommen  ausschließlich auf diese Art (oder zur Aufstockung aus staatlichen Leistungen wie Bafög, geringe Rente, Unterhalt ec.). Darunter viele StudentInnen, alleinerziehende Mütter und Väter und ältere Menschen. 

Die Krise trifft vor allem Branchen, die auf MitarbeiterInnen im Minijobbereich angewiesen sind. Gastronomen, Pensionen und Hotels und kleinere Geschäfte. Die Minijobzentrale  hat in einer Verlautbarung (https://www.minijob-zentrale.de/DE/00_home/01_aktuelles/Kurzarbeitergeld.html deutlich klar gemacht, dass die Kurzarbeiterregelung nicht für Minijober gilt. Damit bricht meinen MitarbeiterInnen ihr Einkommen gänzlich weg und sie sehen sich mit dem Problem konfrontiert, Lebensmittel und Miete zu zahlen. 

Kleinere Betriebe und deren InhaberInnen sind häufig sehr nah mit den Menschen verbunden, die für sie arbeiten. Ich weiß, dass viele andere ArbeitergeberInnen und ich selbst ihr möglichstes tun um ihre MitarbeiterInnen zu unterstützen. Aber bei 100% Umsatzeinbußen sind die Möglichkeiten, gerade bei kleinen Betrieben, beschränkt und je länger die Krise und die Schließung andauert desto unmöglicher wird es. 

Ich möchte daher darum bitten, dass die Bundesregierung und der Arbeitsminister Hubertus Heil, die Position aufgibt, MinijoberInnen vom Kurzarbeitergeld auszuschließen und es somit ermöglicht, dass die Betriebe dies für ihre MitarbeiterInnen beantragen können, um Ihnen so zu ermöglichen, über die Zeit der Betriebsschließungen zumindest das nötigste zu bezahlen.