Petition update

Krankenhausschließungen und -privatisierungen nehmen kein Ende!

Marianne Grimmenstein
Germany

Dec 19, 2020 — 

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

unser Thema bleibt unverändert „die Krankenhäuser“. In  Bochum, Fürth, Havelberg, Losheim, Oberwesel, Ottweiler, Riedlingen, Rodalben, Vohenstrauß, Waldsassen, Wedel und Weingarten  wurden Krankenhäuser dieses Jahr geschlossen. Das Krankenhaus in Mosbach muss Silvester endgültig schließen. Demnächst sollen weitere Krankenhäuser in Berlin, Essen (zwei Kliniken), Hamburg, Dresden, Lörrach, Lehnin, Rheinfelden, Roding, Schopfheim, Oberkirch, Ettenheim, Gengenbach, Böblingen, Sindelfingen, Stolzenau, Aurich, Leer und Papenburg geschlossen werden.

Trotz der Pandemie haben 13 Krankenhäuser geschlossen, und für 19 Kliniken wurde ein entsprechender Beschluss gefasst. Es geht um 3.400 Betten und 6.000 Beschäftigte – mindestens. Und ob Kreiskrankenhaus oder Großklinik: Fast alle haben oder hatten sie Notaufnahmen, Intensivbetten, Chirurgie und innere Medizin – und haben Corona-Patienten behandelt oder den benachbarten Kliniken den Rücken freigehalten für deren Corona-Station.

Während zu den nicht-medizinischen Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht und Quarantäne alle zwei Wochen große Regierungs-Pressekonferenzen stattfinden, werden die fatalen Klinikschließungen still und leise vorgenommen. Das muss gestoppt werden! Wir brauchen diese Krankenhäuser vor Ort!

Die Schließungen werden sogar mit viel Geld gefördert: bis zu 750 Millionen Euro allein dieses Jahr. Wieso macht die Politik das? Sie folgt willig den Vorschlägen der Berater! Im August 2019 und somit vor Ausbruch der Pandemie forderte die Bertelsmann Stiftung, mehr als die Hälfte aller deutschen Krankenhäuser zu schließen. Ist den Lobbyisten ihr Vorschlag heute peinlich? Keineswegs. Vor wenigen Tagen veröffentlichten sie zusammen mit der Robert Bosch Stiftung und dem Barmer Institut für Gesundheitssystemforschung  ein sogenanntes Richtungspapier, in dem sie von „Lehren aus Corona“ sprechen. Gelernt hat man aber wenig, denn es wird weiter dazu geraten, Krankenhäuser zu schließen! Kleinere Krankenhäuser, so Bertelsmann und Co. sinngemäß, hätten wenig zur Behandlung von Corona-Patienten beigetragen oder sie sogar schlecht behandelt. Also weg damit! Das ist für die Leitenden Krankenhausärzte und Krankenhausdirektoren Deutschlands  und auch die Patienten „die völlig falsche Richtung“. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sah erst kürzlich die stationäre Versorgung durch die Epidemie kurz vor der Überlastung. Aber er ist nicht bereit, die Schließungen von Krankenhäusern zu stoppen. Bertelsmann-Eigentümerin Brigitte Mohn sitzt im Aufsichtsrat der Rhön-Kliniken, einem der großen Profiteure von Klinikschließungen. Die Privatinvestoren stehen schon in den Startlöchern, um das ganze Krankenhauswesen zu kapern. Ihr Traum ist ganz große Megakrankenhäuser und viele orthopädische Kliniken, die mit verschiedenen Ersatzteilen schönen Profit erwirtschaften.

Unsere Gesundheit steht schon völlig im Dienste der Profitgier. Wie lange soll das so weitergehen? Ohne öffentlichen Druck hört die Politik nur auf die Lobbyisten! Wir haben zugelassen, dass eine Seuche um den Globus ausbreiten konnte, die wir Finanzindustrie nennen. Dieses Monster sucht täglich nach Nahrung und zerstört alles. Seine Geisel ist die Menschheit. Seine Söldner sind die Politiker und Lenker sind die großen Konzerne. Für die Interessen einiger weniger dieser Welt müssen fortlaufend Millionen Menschen leiden oder gar sterben! Unsere Entscheidungsträger werden kein Wunder bewirken. Wenn wir überleben wollen, sind wir gezwungen, unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und uns neue Rahmenbedingungen zu schaffen. Wir sind dazu jederzeit berechtigt! Das Selbststimmungsrecht ist ein NATURRECHT jedes Volkes. Jedes Volk ist berechtigt, seine politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung selbst zu bestimmen.  

Es wird höchste Zeit, dass alle Gesetze und alle Verträge dem Wohl der Menschen dienen und nicht umgekehrt. Wir brauchen einen neuen GesellschaftsFAIRtrag. Deshalb sind alle Wahlberechtigten aufgerufen, endlich tätig zu werden, bevor es zu spät ist. Schaffen wir gemeinsam einen neuen Anfang! Helfen Sie mit!  

https://www.gemeinwohllobby.de/

Nach dem UN-Zivilpakt, der am 23.3.1976 in Kraft trat und auch für die Bundesrepublik Deutschland gültig ist, ist der Gesetzgeber sogar verpflichtet, die Verwirklichung des Rechts der Menschen auf Selbstbestimmung zu fördern und dieses Recht zu achten. Wir müssen anpacken lernen!

Tun wir uns zusammen, als starke Lobby für das Gemeinwohl!

Mit herzlichen Grüßen
Marianne Grimmenstein

 

 

 


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