Bessere Hilfe für psychisch erkrankte Menschen

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Problem
Die Zahl psychischer Erkrankungen steigt weiterhin in Deutschland an. Im Jahr 2014 litten etwa 22 % aller Männer und etwa 33,3 % aller Frauen in Deutschland an einer psychischen Erkrankung(1). Das bedeutet, etwa jeder 4. Mann und etwa jede 3. Frau in Deutschland leiden an einer psychischen Erkrankung.
Besonders besorgniserregend ist die Zahl der Suizidtoten in Deutschland. Denn in Deutschland gibt es jährlich mehr Tote durch Suizid, als Tote durch Verkehrsunfälle, Mord und Totschlag, illegale Drogen und AIDS zusammen(2)!!!

In Deutschland geht ein schleichender Tod umher, über den kaum jemand spricht und das obwohl so viele davon betroffen sind.
Wieso unternimmt unsere Regierung wenig bis kaum etwas dagegen, obwohl ihnen das Problem bekannt sein sollte?

Ich spreche selbst aus Jahren der Depression und ich weiß aus erster Hand, wie schwer es einem gemacht wird, sogar wenn man sich Hilfe sucht.
Hier fehlt wahrscheinlich viel Verständnis für Krankheitsbilder wie Depressionen. Ich musste feststellen, dass in den Köpfen der meisten "gesunden" Menschen zwar ein Grundverständnis da ist, diese Personen aber trotzdem in ihrem Hinterkopf Gedanken wie "Ach er/sie müsste es doch nur mal machen" oder "Es kann doch nicht so schwer sein einfach mal aufzustehen und etwas sinnvolles zu machen".
Das ist aber für einen Menschen in einer depressiven Phase (fast) unmöglich. Das Gefühl absoluter inneren Leere, die Antriebslosigkeit ist etwas, was die wenigsten verstehen.


Lösung
Leider ist dieses Thema so schwierig, dass es wahrscheinlich keine "einfache" Lösung gibt.
Aber das ist kein Grund diese Umstände einfach hinzunehmen, sondern sollte Grund genug sein, etwas zu verändern, auch wenn es in kleinen Schritten beginnt.
Der Staat muss eine Reform in der Krankheitsbehandlung schaffen.
Mehr Psychologen/Therapeuten müssen eingesetzt werden (Es gibt Vorgaben, wie viele Therapeuten es pro Region geben darf, das muss geändert werden)
Der Staat muss mehr in die Aufklärung investieren. Es muss ein gesellschaftliches Verständnis für psychische Erkrankungen geben. Das ist die absolute Basis!
Es sollte wie die Bundesagentur für Arbeit es mit arbeitslosen vormacht, auch eine allgemeine Anlaufstelle für psychisch erkrankte Menschen geben mit einem dir zugeteilten Berater, der ausgebildet ist und genau weiß, was man bei welchem Krankheitsbild am sinnvollsten machen sollte.
Der den Kranken durch die Zeit begleitet, für den Kranken Telefonate mit Kliniken, Therapeuten etc. führt.
Denn gerade mit einer Depression suchen sich die wenigsten Hilfe. Aus Machtlosigkeit. Sie fühlen sich überfordert mit all den Vorschriften, die der normale Bürger schon kaum versteht, den ganzen Anträgen, die man stellen muss und so weiter.
Das sind Hürden für die nur die wenigsten die Kraft haben.

Der Schlüssel ist Veränderung!

Persönliche Geschichte
Mein Name ist Niklas Loritz, ich bin 19 Jahre alt und leide selbst schon seit Jahren an einer Depression, gefolgt von einer sozialen Phobie.

Und aus dieser langen Zeit habe ich viele Erfahrungen gesammelt, leider sehr viele negative. Da ich meine Depression und soziale Phobie bereits seit meiner Kindheit habe, wurde es erst im Alter von 18 Jahren diagnostiziert bzw. entdeckt. Davor konnte man mein Leben nicht Leben nennen. Ich habe jede freie Minute alleine in meinem Zimmer verbracht. Und für mich war das auch gar nicht komisch, denn so bin ich aufgewachsen. Erst als meine Ausbildung losging, merkte ich, dass das nicht wie in der Schule funktioniert. Einfach rumsitzen und abwarten bis ich heim darf geht schließlich nicht. Seit dem habe ich sehr viel erlebt. Ich bin jetzt seit mehr als einem Jahr krank geschrieben und habe bis heute, trotz vieler Erstgespräche und Bemühungen meinerseits, noch KEINEN Therapieplatz! Nur einen kurzen, 6-wöchigen stationären Klinikaufenthalt habe ich erhalten. 

Leider konnte man mir dort kaum helfen, trotz guter Fortschritte meinerseits. 

Ich habe mich selbst aus dem Loch geholt, vom Staat kaum Hilfe, auch die Krankenkasse und das ständige Hin-und-Her mit Ärzten etc. hat das Gegenteil von Verbesserung ausgelöst. Der ständige Druck, der auf einen ausgeübt wird zieht einen immer mehr in sein Loch. 

Und aus diesem Grund habe ich mich entschieden, ich verwende mein Leben damit Veränderungen/Verbesserungen in diesem Land einzuführen. Treu nach dem Motto:

Allein sind wir niemand, aber vereint können wirs schaffen!

 

Quellen: 

1) https://www.thieme.de/de/psychiatrie-psychotherapie-psychosomatik/psychisch-kranke-menschen-deutschland-92051.htm

(2) https://www1.wdr.de/wissen/mensch/suizid-und-gesellschaft-100.html