Wir sind Teil der Lösung - lasst die Gastronomie geöffnet!

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Liebe Bundesregierung, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel, Herr Vizekanzler Scholz, an die Ministerpräsidentenkonferenz, insbesondere Herr Ministerpräsident Söder und alle anderen politischen Verantwortlichen.

Wir Gastronomen, die diese Kampagne unterzeichnen und teilen, stehen für eine große Initiative der deutschen Gastronomie, eine Branche mit 2,4 Millionen leidenschaftlichen Beschäftigten und über 80 Mrd. EURO Umsatz pro Jahr. Wir lassen uns nicht weiter zum Sündenbock der Nation für Ihre fehlgeleitete Corona-Politik instrumentalisieren. Wie Tim Mälzer und viele andere schon im Mai sagten: Wir sind gekommen, um zu bleiben! Und jetzt sagen wir: Wir sind Teil der Lösung, nicht das Problem! 

Unsere klare Forderung an die politischen Entscheider ist, dass es für die Gastronomie keine weiteren Beschränkungen bis hin zu einer kompletten Schließung geben darf - diese Pläne sind reiner politischer Aktionismus, für die es keinerlei Grundlage gibt!

Während sich die Politik bei den Kennzahlen des Infektionsgeschehens ständig auf das Robert Koch-Institut (RKI) beruft, werden die Empfehlungen des RKI sowie dessen weiteren Fakten zur Gastronomie komplett ignoriert. Es ist laut Sitautionsbericht des RKI vom 20.10.2020 erwiesen, dass die derzeit geöffnete Gastronomie (Restaurants, Gaststätten, etc.) zu den Bereichen mit den wenigsten erfassten Ausbrüchen gehört und somit kaum eine Rolle im Infektionsgeschehen spielt. Und dass, obwohl sich seit September das Geschäft mittlerweile vollständig auf die Innenräume verlagert hat. Am Montag, den 26.10.2020 erklärte das RKI in einem Gespräch per Videokonferenz mit Kanzleramtschef Helge Braun und den Staatskanzlei-Chefs der Länder, dass die Gastronomie nicht die Treiber der Pandemie sei. Es gäbe keine Anhaltspunkte dafür, dass die Gastro das Infektionsgeschehen anheize.

Seit der Einführung neuer Beschränkungen und der "Corona-Ampel" mit Sperrstunden und Alkoholverkaufsverbot, lässt sich beobachten, dass dadurch Treffen und Feiern im privaten Bereich stark gefördert werden - ohne Abstand, ohne Hygiene, ohne Alltagsmaske und ohne Lüftung (also ohne AHA+L). Dazu kommt noch viel schwerwiegender, wo eine Nachverfolgung von Infektionsketten kaum bis gar nicht möglich ist! 

Wir als Gastronomen können diese Dinge jedoch gewährleisten! Wir haben jahrzehntelange Erfahrung mit Hygiene-Konzepten und deren Umsetzung, es gehört zu unserer täglichen Arbeit. Dazu haben wir zusätzlich in den letzten Monaten viel Zeit und unsere letzten Reserven investiert, um aus unseren Kneipen, Restaurants und Bars einen sicheren Ort in Zeiten der Pandemie zu schaffen. Wir haben Hygienekonzepte entwickelt, Mitarbeiter geschult, Umbauten getätigt und große Verluste hingenommen. 

Nun soll der "Wellenbrecher-Lockdown" ab 02. November für den restlichen Monat kommen, bei dem die Regierung vor allem bei Gastronomie und Veranstaltungen "hart vorgehen" will. Wir verstehen die Politik nicht mehr, die trotz anders lautender Aussagen und Empfehlungen des RKI, die Gastronomie als "Seuchenherd" stigmatisiert und der Bevölkerung suggeriert, dass wir nur noch mit Sperrstunden und noch härteren Maßnahmen zu lenken sind. 

Wir haben kein Verständnis dafür, warum ausgerechnet unsere Betriebe mit nachweislich funktionierenden Hygienekonzepten und nachverfolgbarer Gästeregistrierung schließen müssen. Denn damit werden unsere Gäste nach der Sperrstunde oder bei einer Komplettschließung zu Feiern im privaten Bereich veranlasst. Bereits jetzt finden 2/3 der Neuinfektionen im privaten Bereich statt! Aber die Gastronomie soll mal wieder die Konsequenzen davon tragen. 

Kaum eine Branche hat die Pandemie so hart getroffen wie die Gastronomie und Hotellerie. Wir stehen mit den bereits jetzt schon geltenden Maßnahmen der Corona-Ampel wieder mit dem Rücken zur Wand und beobachten erneut massive Umsatzeinbrüche, Entlassungen und einen Anstieg der Kurzarbeit. Mit aufgebrauchten Rücklagen durch den ersten Lockdown und kaum einer besseren Aussicht durch den Herbst und über den Winter, wird es diesmal sehr viele erwischen, die die Pandemie ökonomisch nicht überleben werden. Eine Branche in der man über Jahrzehnte immer sicher Arbeit fand, wurde innerhalb weniger Monate mit restriktiven Maßnahmen zur unsichersten Branche in Deutschland gemacht.

Es sind nun fast 8 Monate seit Beginn des ersten Lockdowns vergangen und bis heute warten wir, auf die Anfangs versprochen Branchen zugeschnittenen Hilfsprogramme. Bis heute ist nichts in dieser Art entwickelt oder eingeführt worden. Das haben wir hingenommen und weiter gemacht.

Wir können voller Überzeugung sagen, unsere Konzepte funktionieren und wir sind nicht verantwortlich für das aktuelle Infektionsgeschehen! Wir sind vielmehr sichere Orte des sozialen Lebens und garantieren dies auch für die Zukunft!   

Wir sind Teil der Lösung, nicht das Problem!

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