Transfergesellschaft jetzt!

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Transfergesellschaft jetzt!

Die DBD – Demokratische Bürger Deutschland – fordert von der Bundesregierung und den Landesregierungen Berlin und Nordrhein-Westfalen die sofortige Einrichtung einer Transfergesellschaft für die von Arbeitslosigkeit bedrohten Mitarbeiter von Air Berlin. Das plötzlich erlahmte Interesse am Schicksal der betroffenen Menschen nehmen wir nicht hin.

Am 08.06.2017 erging eine Anfrage der Air Berlin an die Landesregierungen Berlin und Nordrhein-Westfalen zur Bereitstellung einer Landesbürgschaft. Am 28.06.2017 wurde die Anfrage mit der Begründung, sie sei nicht mehr nötig, zurückgezogen. Spätestens seit diesem Zeitpunkt wussten alle Beteiligten, dass eine Insolvenz der Fluggesellschaft unausweichlich ist. Spätestens in dieser Zeit wurden die Weichen gestellt, die Air Berlin in wesentlichen Teilen der Lufthansa zukommen zu lassen.

Die rechtzeitige Bereitstellung eines Überbrückungskredites in Höhe von 150 Mio € sorgte dafür, dass der Flugbetrieb über den Wahltermin hinaus aufrecht erhalten werden konnte. Die Entscheidung über die Zerschlagung der Gesellschaft wurde am Tag nach der Bundestagswahl verkündet. Die Gläubigerversammlung hat trotz vorliegender Angebote auch mit Aussicht auf Gesamtübernahme und Fortführung des Unternehmens so entschieden, wie wahrscheinlich mit Amtsantritt von Thomas Winkelmann am 01.02.2017 eingeleitet und seitdem aktiv betrieben wurde. Ein Wettbewerb –wie gefordert – hat offensichtlich zu keinem Zeitpunkt stattgefunden. Somit hat die Bundesregierung ein weitgehendes Monopol auf vielen ehemaligen Strecken von Air Berlin geschaffen, was bereits zu einer ca. 30%igen Preiserhöhung auf besagten Strecken (Interview Niki Lauda im Deutschlandfunk vom 12.10.17) geführt hat.

Man sieht, die Bundesregierung hat sich sehr intensiv und mit großem Engagement bemüht,

1.       die  Lufthansa angemessen zu versorgen und

2.       den Vorgang so weit zu verzögern, bis die Bundestagswahl gelaufen war.

Nach Abschluss der Transaktion erlahmte das Interesse der Politik schlagartig. Der Umstand, dass tausende ehemalige Air Berlin Mitarbeiter von Arbeitslosigkeit bedroht sind, führt in keiner Weise zur Fortsetzung des vorher so großen Engagements. Man sieht sich vielmehr nicht mehr genötigt, umfassende Transfergesellschaften zu Unterstützung der Betroffenen einzurichten.

Wir fordern die Bundesregierung sowie die Landesregierungen Berlin und Nordrhein-Westfalen auf, den ehemaligen Mitarbeitern von Air Berlin und somit überwiegend Bürgern unseres Staates mit demselben Respekt zu begegnen, wie den Großkonzernen. Auch diese Menschen verdienen die gleiche Unterstützung, die Sie der Lufthansa gewährt haben.

Angesichts der hier dokumentierten Respektlosigkeit brauchen Sie, Frau Dr. Merkel, und Sie, Herr Schulz, sich nicht zu wundern, warum die AFD derart stark geworden ist. Dies wird durch die Vermeidung einer Kollision mit der Bundestagswahl zusätzlich deutlich unterstrichen.

Handeln Sie jetzt, engagieren Sie sich umgehend für die Belange der ehemaligen Mitarbeiter der Air Berlin in einem mindestens gleichen Umfang, wie Sie Ihn dem Konzern haben angedeihen lassen. Richten Sie eine Transfergesellschaft ein und

kümmern Sie sich um diese Leute!



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