Schütze den Mitmenschen und trage OP-Gesichtsmaske

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Ich bin seit einigen Tagen (seit dem 17.03.20 um 6:00 Uhr morgens) dabei, das untenstehende Anschreiben in persönlicher Form an *jeden* unserer 709 Abgeordneten des 19. Deutschen Bundestages per Email zu verschicken. Vorab erhielten es bereits der Bundespräsident, die Bundeskanzlerin und der Bundesgesundheitsminister.

Nach dpa-Information wird Prof. Christian Drosten dazu in "businessinsider.de" am 18.3.20 wie folgt zitiert: "Müsste aus gesellschaftlichem Druck heraus jeder eine Maske tragen, dann fange die Maßnahme an, sehr viel Sinn zu machen: Dann sei zu erwarten, dass eine Infektionsausbreitung, allerdings nur im Nahbereich, etwas verringert werde, so Drosten. Wegen der kulturellen Unterschiede zwischen Europa und Asien glaube er aber nicht daran, dass das Maskentragen in der westlichen Gesellschaft Standard wird."

Dieser gesellschaftsphilosophischen Spekulation von Christian
Drosten widerspreche ich, da ich von folgendem überzeugt bin:
1. Angesichts der sich anbahnenden wirtschaftlichen und
    kulturellen Katastrophe, wird auch unsere westliche
    Gesellschaft langfristig keinen anderen Ausweg finden,
    es den Asiaten gleichzumachen. 
2. Ich erinnere an den folgenden Artikel aus dem Deutschen
    Ärzteblatt (Mittwoch, 4. September 2019): "Chirurgische
    Maske schützt genauso gut wie teure N95-Atemschutzmaske"
    Hiernach werden 94.5% der ausgeatmeten Viren sicher
    gefiltert. Ich hoffe, dass mathematisch orientierte
    Virusepidemiologen *schnellstmöglichst* beweisen
    werden, dass Herr Drosten den positiven
    epidemiologischen Effekt des globalen
    Maskenschutzes unterschätzt.
3. Anders als Herr Drosten bin ich davon überzeugt, dass das
    Zusammenspiel *aller* bisheriger Isolationsmaßnahmen in
    *Ergänzung* des für *alle* Bürger verpflichtenden
    Tragens der OP-Gesichtsmaske bald zu einem Stillstand
    der Epidemie in Deutschland führen kann, so wie es in
    China derzeit zu beobachten ist.
4. Das *globale* Tragen der OP-Gesichtsmaske über einen
    bestimmten Zeitraum könnte die Menschheit vor der *Bürde*
    bewahren, dass -- nach herkömmlicher Meinung früher oder
    später -- *60 bis 70%* der Weltbevölkerung Covid-19-
    Infektionen durchleben *müssten* (Stichwort
    "Herdenimmunität"), mit leider vielen schweren Verläufen
    und unzähligen Todesfällen. 

Ich habe gerade jetzt (21.03.2020, 15:00 Uhr) bereits 289 Abgeordnete angeschrieben, mit überwiegend positiver Resonanz. Einige von ihnen leiteten das Schreiben zusätzlich an den Krisenstab weiter.

Die noch verbleibenden 420 Mitglieder des Deutschen Bundestages werden das untenstehende Schreiben innerhalb der nächsten Tage, von mir persönlich addressiert, erhalten.  

Ich brauche die Unterstützung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger, welche auf diese Weise durch den neuen *Geist der Gemeinsamkeit* das Coronavirus besiegen wollen.

Wir dürfen nichts unversucht lassen!

Wenn auch Sie dafür sind, dass die Bundesregierung im Rahmen der Notstandsgesetze *alles* unternimmt, die OP-Gesichtsmasken-Produktion im großen Maße auch für die Allgemeinbevölkerung anzuwerfen, bitte ich um Ihre Unterschrift. 

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Sehr geehrte(r) Frau/Herr xyz,

es ist Krieg!

Der Feind ist kein militärischer, sondern ein virologischer!

Ich bin Arzt von Beruf, Mathematiker aus Berufung, und 
arbeite seit 2003 in meiner Firma mit dem Schwerpunkt
„künstliche Intelligenz deduktiver Logik“ vornehmlich
für biomedizinische industrielle Anwendungen,
gelegentlich jedoch auch in der Virusepidemiologie.

In der Virusepidemiologie promovierte ich an der Frankfurter
Johann-Wolfgang-Goethe-Universität zwischen den
Fakultäten Medizin und Mathematik magna cum laude
unter meinem Doktorvater Hans-Wilhelm Doerr
(Mitentdecker des SARS-Virus, daher viele gemeinsame
Veröffentlichungen mit Christian Drosten):

„Fördert Impfung die Ausbreitung gefährlicher Mutanten 
des neuen Influenza-A-Virus, H1N1(09) („Schweinegrippe“)?“

Dass die „gefährliche Mutante“ meiner Dissertation nun wirklich
eines Tages kommen würde, wenngleich nicht als
Schweinegrippe, sondern im Gewand einer Corona,
hätte ich nicht gedacht.

Durch die tiefgreifenden Umweltververänderungen der
jüngsten Menschheitsgeschichte scheinen nie dagewesene
Evolutions-Sprungmöglichkeiten für unberechenbare und
gefährliche Virusentwicklungen geschaffen worden zu sein:
Ebola, HIV, Schweinegrippe, Vogelgrippe, SARS, 
und jetzt Covid-19.

Pandemien sind in der Menschheitsgeschichte nicht neu, 
wie z.B. die Asiatische Cholera-Pandemie von 1826 bis 1837,
an welcher auch Georg Wilhelm Friedrich Hegel in Berlin 
verstarb.

Im Jahre 1854 erkannte der britische Arzt und Epidemiologe 
John Snow, dass die Ausbreitung der gefährlichen Cholera durch
drastische Hygienemaßnahmen hätte gestoppt werden können.
Diese hätten jedoch das Zusammenleben vieler Menschen so 
stark eingeschränkt, dass die damaligen Wissenschaftler und 
Ärzte seine Erkenntnisse nicht anerkennen wollten. Erst Jahre 
nach seinem Tod akzeptierte man die Notwendigkeit der von ihm
vorgeschlagenen Hygienemaßnahmen.

Im Jahre 1848 erkannte der ungarische Arzt und Geburtshelfer
Ignaz Semmelweis, dass die bloße Händedesinfektion des Arztes
*vor* dem Kontakt mit einer werdenden Mutter die Ausbreitung
des gefährlichen Kindbettfiebers stoppen konnte. Auch er
erlebte zu Lebzeiten nie die Anerkennung von seiner 
Kollegschaft. Heute gilt Semmelweis als Vorreiter der 
modernen Krankenhaushygiene, wozu auch die 
OP-Gesichtsmaske gehört (im Jargon „Mundschutz“).

Ich erwähne diese Historie der medizinischen Hygiene, 
weil auch ich einen ungewöhnlichen Vorschlag unterbreiten 
möchte. Dieser steht im Widerspruch zu den Empfehlungen
der WHO, dass in der Covid-19-Pandemie das Tragen von
OP-Gesichtsmasken ausschließlich medizinischem Personal
vorbehalten sein solle.

Ich halte diese WHO-Empfehlung angesichts neuester
Datenvergleiche zwischen Deutschland (D) und Südkorea (ROK)
für überholt. Beide Länder sind größenordnungsmäßig in vielerlei
Hinsicht vergleichbar, auch hinsichtlich ihrer aktuellen Zahlen
der registrierten Infektiösen. Damit seien jene Covid-19-positiven
Patienten gemeint, welche sich augenblicklich in Quarantäne
befinden (Quelle Hopkins-Universität 17.03.2020 um
05:32:19 Uhr MEZ):  In D sind es 7188, in ROK 7108. Deutlich unterschiedlich jedoch sind die *Zuwächse* 
dieser Werte im Vergleich  zum Vortag: 
In D +1434, in ROK -145.

Wenn die Entwicklung dieser beiden Zahlen weiter
zurückverfolgt wird, scheint die südkoreanische 
Epidemie ihren Peak gerade überschritten zu haben,
die deutsche hingegen sich noch in der Phase
des exponentiellen Wachstums zu befinden.
Hier ein Auszug der beiden Zahlenreihen 
ab dem 13.3.20 (Quelle s.o.):

Tag:  13.3._____ 14.3. _____ 15.3.  _____ 16.3.  _____ 17.3.

D:     2050 _____ 3621 _____ 4530 ______ 5754 _____ 7188
         +112 _____+1571 ____ +909 ______+1224 _____+1434

ROK: 7470 _____ 7504 ____  7504 ______ 7253 ______ 7108
             +0 ______  +34 _____   +0 ______ -251 ______ -145

Strenggenommen müsste man die weitere Entwicklung dieser
und anderer Zahlenreihen abwarten, um erst dann aufwändige
statistische Tests durchführen. Aber haben wir dazu ausreichend
Zeit, wenn es darum geht Menschenleben zu retten? In gleicher
Weise wollte Semmelweis nicht warten, sondern ordnete *sofort*
seinen Studenten an, die Hände in Chlorkalk zu waschen, bevor
sie zu ihren Patientinnen gingen. Auf diese Weise rettete
Semmelweis unzählige werdende Mütter vor dem sicheren 
Tod des Kindbettfiebers.

Ich weiß um die große Verantwortung des Wissenschaftlers, aus
einfachen Zahlenreihen nicht bloße Spekulationen abzuleiten.
Aber meine große Verantwortung als Arzt sagt mir *stop* 
und gebietet mir:

Jetzt und sofort zu handeln, und aus diesem Grunde schon
*vor* einer abgeschlossenen Publikation die Öffentlichkeit zu
informieren.

In Südkorea tragen z.Z. *alle* Menschen in der Öffentlichkeit
Mundschutz. Ähnliches gilt für China und Japan. Sogar 
Xi Jinping lässt sich vor laufender Kamera nur mit 
Mundschutz filmen.

Hierzulande werden Asiaten gerne als „überängstlich“
dargestellt, weil man sie als Touristen oft auch mit
Mundschutz sieht. Aber kann es sich nicht auch
um eine Form der Höflichkeit handeln, keinen 
Mitmenschen mit seinen Viren anstecken zu wollen?

Ärzte und Krankenpflegepersonal im OP-Saal tragen
Mundschutz, um ihre Patienten zu *schützen*. Die 
OP- Gesichtsmaske schützt wirksam vor der 
*Verbreitung* von Aerosolen (egal, ob mit Viren oder
Bakterien), die vor allem beim *Aus*atmen, Sprechen,
Husten oder Niesen hinausgeschleudert würden.

Mein Vorschlag für die Bundesregierung und die Mitglieder des
Bundestages:
(1)  Zu den bestehenden Lieferkapazitäten zur Versorung der
       Krankenhäuser sollten für jeden Bürger Kapazitäten für zwei
       OP-Gesichtsmasken (*keine* Atemschutzmasken!) pro Tag
       gesichert sein. Ebenso sollten auch Masken in Kindergrößen
       erhältlich sein.
(2)  Starten einer Aufklärungskampagne über die Notwendigkeit
       des Tragens einer OP-Gesichtsmaske, insbesondere in der
       Öffentlichkeit. Auch kindergerechte Aufklärung
       sollte gestartet werden.
(3)  Prüfung der gesetzlichen Möglichkeiten zur Durchsetzung
      einer Trageverpflichtung.

Zur Reduzierung der Kontakthäufigkeit ist die
Zweimeter-Abstandsregel bisher die einzig
verfügbare Möglichkeit. Ich betrachte sie aus dreierlei
Gründen für nicht effektiv genug:
(a) Die meisten Menschen unterschätzen, was zwei
      Meter Abstand wirklich sind. Daher sollte die korrekte
      Abschätzung mithilfe eines Zollstockes eingeübt werden.
(b) Die Abstandsregel lässt sich weder psychologisch,
      soziologisch noch volkswirtschaftlich ausreichend lange 
      durchsetzen.
(c) Sie berücksichtigt nicht die besondere Aerodynamik in
     geschlossenen Räumen, d.h. schwebende Aeorosole 
     werden nicht weggeweht.

Aus diesem Grunde plädiere ich:
Die *Zweimeter-Abstandsregel* muss durch eine
zusätzliche *Mundschutz-Trageregel* ergänzt werden.

Jedem Bürger sollte bewusst gemacht werden, dass er an der 
Wurzel eines exponentiellen Kontaktbaumes steht. Wenn z.B.
jeder Infizierte 3 Menschen ansteckt, die wiederum ebenfalls 
jeweils 3 anstecken würden, und so weiter, käme es nach der
5. Ansteckung  mit hinreichend großer Wahrscheinlichkeit zu
mindestens einem Todesfall. Diesen Todesfall hätte dieser
Bürger zu verantworten, trüge er keine Gesichtsmaske.

Wenn genügend viele Menschen sich darum bemühen, die
*Ausbreitung* des Viruses zu verhindern, braucht kein einzelner 
mehr sich um  persönliche *Ansteckung* zu sorgen.

Mit freundlichen Grüßen,

Thomas Kochmann
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