Kinder in den Blick. Kinder auf den Sportplatz. Solidarität mit Kindern und Jugendlichen

Kinder in den Blick. Kinder auf den Sportplatz. Solidarität mit Kindern und Jugendlichen

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Sonja Revolledo hat diese Petition an Bundesregierung gestartet.

Haben wir unsere Kinder aus dem Blick verloren? Kinder und Jugendliche haben in der Pandemie keine Stimme bekommen, sie werden rein epidemiologisch betrachtet. Ihre extreme Situation findet zu wenig Erwähnung, sie werden kaum gesehen.

Wir sind eine Gruppe Eltern - keine Querdenker, keine Pandemieleugner - die das nicht länger hinnehmen möchte.

Kindheit und Jugend lassen sich nicht aufschieben und sind nicht nachholbar.

Im Alter unter 20 ist jedes Lebensjahr für die Entwicklung eines jungen Menschen wichtig und einzigartig. Wir alle erinnern uns daran, bestimmte Fertigkeiten am besten – oder nur - in einem bestimmten Alter erlernt zu haben.

Kinder und Jugendliche zahlen nach einem Jahr in der Pandemie einen sehr hohen Preis. Sie sind aus ihrem alten Leben herausgefallen und haben in Solidarität mit den Älteren und den gefährdeten Gruppen vieles, was zuvor selbstverständlich war, verloren.

Alles, was ihr Leben, ihren Alltag einmal ausgemacht hat, ist scheinbar beliebig geworden. Ein regelmäßiger Schulbesuch mit Anspruch und Ernsthaftigkeit, der verlässliche Strukturen schafft, ist nicht mehr gegeben. Hobbys, die für geistige und körperliche Anregung und Begegnung mit Gleichaltrigen sorgen, dürfen unter Strafandrohung nicht mehr ausgeübt werden. Spielende Kinder werden auseinandergetrieben.

Wir Eltern sehen mit großer Sorge die Konsequenzen für die gesundheitliche Stabilität unserer Kinder. Nicht nur soziale Kontakte, sondern auch Bewegung und Sport an der frischen Luft, selbst in kleinen Gruppen, gelten als „gesundheitsgefährdend“.

Unter diesen Lebensbedingungen haben die Kinder sich zu verändern begonnen. Laut einer Studie des Klinikums Hamburg Eppendorf zeigt nach nunmehr einem Jahr in der Pandemie mindestens jedes 3. Kind psychische Auffälligkeiten.* Einzelkinder vereinsamen und in der häuslichen Enge der vier Wände vieler Mehrkinderfamilien eskalieren die Streitigkeiten. Frustrierte Kinder und überlastete Erwachsene sind am Ende ihrer Kräfte. Alle sind mit den Herausforderungen ganz auf sich gestellt, denn es gibt keine übergeordnete pädagogische Begleitung und kein Coaching für Familien.

Während die wirtschaftlichen Auswirkungen der Maßnahmen hohe Priorität genießen und trotz bestehender Ansteckungsgefahr viele Betriebe wie selbstverständlich offen bleiben, werden die psychischen Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche kaum beachtet. Politische Entscheidungen werden auch im zweiten Jahr der Pandemie nicht psychologisch und pädagogisch begleitet und beraten.

Die anstehenden Maßnahmen und Lockerungen müssen jetzt den Fokus auf Kinder und Jugendliche legen. Sie zeigen sich seit über einem Jahr solidarisch mit den Älteren und haben bereits einen hohen Preis gezahlt. Sie sind auch diejenigen, die am längsten mit den Nach- und Nebenwirkungen der Pandemie werden leben müssen – und stehen trotzdem an letzter Stelle.

Unsere Kinder werden krank.

 

Wir fordern, dass Ihnen nach einem Jahr zurückgegeben wird, was sie für ihre gesunde Entwicklung so dringend brauchen:

-   Sofortige und verlässliche Schulöffnungen

-   Regelmäßiger Unterricht, inklusive Musik- und Sportunterricht

-   Öffnung der Sportvereine und Spielplätze

-   Möglichkeiten zu gemeinschaftlicher Bewegung im Freien

-   Möglichkeiten zur Begegnung mit Gleichaltrigen

 

Als begleitende und vorbeugende Maßnahmen wäre denkbar:

-   Systemrelevante Personen wie Lehrer- und ErzieherInnen
     bei den Impfungen zu priorisieren (auf freiwilliger Basis!)

-   Mobile Raumluftreiniger in Schulen und Kitas

-   Testungen vor Ort (auf freiwilliger Basis)

 

 

*https://www.welt.de/regionales/hamburg/article226095471/Schulschliessungen-Neue-Studien-zeigen-das-Lockdown-Leid-der-Kinder-auf.html

https://hamburg-news.hamburg/innovation-wissenschaft/uke-studie-wie-sich-corona-auf-kinder-und-jugendliche-auswirkt

https://www.psychologie-heute.de/familie/40801-die-covidkrise-wirkt-komplexer-als-tschernobyl.html

 

 

 

 

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