Härtefonds für Gastronomie

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Rettet eure Lokale!

Gibt es keine schnelle Hilfe für die Betriebskosten während der Schließung stehen viele Gastrobetriebe mittel- und langfristig vor dem Aus. Die finanziellen Einschnitte in der Gastronomie haben nicht erst am 16. März mit der Schließung aller Restaurants und Cafes begonnen.

Schon in den Wochen zuvor war aufgrund des Coronavirus eine Zurückhaltung bei Gästen aus dem In- und Ausland spürbar. Die Margen in der Gastronomie sind extrem knapp kalkuliert. Ein Großteil der Gastronomen und Gastronominnen verwendet daher üblicherweise den aktuellen Umsatz, um die bis zu 45 Tage zurückliegenden Rechnungen zu bezahlen. Schon eine schlechte Woche ist daher deutlich zu spüren.

Umso dramatischer ist nun dieser Einbruch, dessen Ende gerade für die Gastronomie derzeit nicht absehbar ist. Wir unterstützen die Maßnahmen der Bundesregierung und sind überzeugt, dass die meisten Maßnahmen richtig waren. Dennoch machen wir uns Sorgen, um unser Überleben und das vieler Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Rund 32.000 Gastrobetriebe sicherten 2018 (Quelle: Statistik Austria) in Österreich direkt und indirekt Hunderttausende Arbeitsplätze.

Vom Beisl ums Eck bis zur gehobenen Küche - die Gastronomie bringt einen gesellschaftlichen und kulturellen Mehrwert in ein Grätzl, einen Bezirk, eine Gemeinde. Viele Menschen machen in der Gastronomie ihre ersten Joberfahrungen, viele Landwirte leben von Abnehmern in der Gastronomie.

Nun wird uns geraten, Kredite zu beantragen. Selbst wenn diese genehmigt werden – auch das ist nicht selbstverständlich – ist das mit großen Risiken verbunden: Damit müssen weiterhin laufende Kosten – Mitarbeiter, Mieten,… bezahlt werden - für die meisten ohne Umsatz. Denn selbst für die auf Kurzarbeit gemeldeten Mitarbeiter müssen die Kosten bis zu 90 Tage vorfinanziert werden. Die auf nicht absehbare Zeit fehlenden Umsätze werden mittel- und langfristig daher trotz der Kreditoption das Sterben vieler Gastronomiebetriebe beschleunigen. Denn es wird der Zeitpunkt kommen, dass diese Kredite zurückbezahlt werden müssen. Der monatelange Entfall des Umsatzes kann aber nie mehr aufgeholt werden.

Wir fordern daher einen speziellen Härtefonds für die Gastronomie, um die Betriebe gerade bei den laufenden Betriebskosten während der Schließzeit und für die Anfangsphase nach der Wiederöffnung zu unterstützen. Die Österreicher und Österreicherinnen stehen hinter „ihren“ Lokalen und sie werden wieder kommen. Doch es wird nach Öffnung der Gastronomie einige Zeit dauern, bis das Vor-Krisenniveau erreicht ist. Denn auch das Ausbleiben der ausländischen Gäste wird uns spürbar begleiten.

Viele Restaurants bemühen sich derzeit mit Wohltätigkeitsaktionen und Lieferung den Betrieb auf einem Mindestmaß weiterlaufen zu lassen. Dass die Abholung von Speisen nun nach mehrfachem Hin und Her – verboten – erlaubt – verboten - nun letztlich doch erlaubt ist, ist eine Erleichterung. Für viele ist das dennoch nur der viel zitierte Tropfen auf den heißen Stein. Denn meist decken die Lieferungen/Abholungen nicht einmal die Herstellungskosten. 

Rettet mit eurer Unterschrift eure Lokale. Gemeinsam schaffen wir das!