Für eine Landwirtschaft als Erholungs-, Umwelt- und Klimawirtschaft

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Landwirtschaft produziert nicht nur Lebensmittel. Landwirte prägen für alle Menschen den Erholungsraum Landschaft. Landwirtschaftspolitik ist auch Klima Politik. Höhere Preise „allein“ dienen vor allem den Agrarfabriken.

Höhere Preise „allein“ kann so nicht der Weg sein. Die Forderung nach der Akzeptanz höherer Preise durch die Verbraucher lenkt ab von der Verantwortung des Staates für den Einsatz der Subventionsmittel.

Maisparaden bis an den Horizont.„ Denke ich an die Landschaft in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht.“ Begreifen wir alle Landwirtschaftspolitik auch als Erholungsraum- , Umwelt- , Klima- , Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik!
Unterstützen Sie meine Forderungen mit einem Klick

Ich bin jetzt fast 64 Jahre alt. Als ich 2011 unheilbar erkrankte glaubte ich noch an die Politik und nicht daran „noch“ Großvater zu werden. Das Pariser Klima Abkommen(2015) schien zu bestätigen „Alles wird gut“ . Nun bin ich Großvater geworden.. mir geht es gut. Meine Krankheit ist unter Kontrolle. In welche Zukunft wurde jetzt mein Enkel geboren? Als ich geboren wurde, wie sah damals die „Welt“ (Landschaft) aus? Irgendwie wie „Bullerbü“, viele kleine Felder. Meine Eltern betrieben Nebenerwerbslandwirtschaft. Es lohnte sich damals noch. Bis zu sechs Kühe, Schweine, Gänse, Hühner. Mit Sicherheit alles biologisch. Wie hat sich die Land(wirt)schaft doch verändert?

1972 gab es noch 452 000 Vollerwerbsbetriebe in Deutschland. In den sechs Jahren davor waren schon 291 000 Betriebe „ausgeschieden“ (Spiegel 49/1972 vom 27.11.1972). Der deutsche Bauernverband liefert die Zahl für das unvermittelt dramatisch weitergehende Sterben von Betrieben. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe nahm zwischen 2007 und 2017 um 51.800 auf 269.800 Betriebe ab. Die bisherige Subventionspolitik vernichtete die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe. Jedes Sterben eines landwirtschaftlichen Betriebes ist auch eine sozial- und strukturpolitische Katastrophe. Das Grundübel waren die vorwiegend mengenbezogene oder anbauflächen- bezogenen Subventionen: Für den ersten Liter Milch gab es den gleichen Betrag wie für den 10 Millionsten. Ein Betrieb mit 1000 Hektar bezog damit 20 mal so hohe flächenbezogene Subventionen wie ein Betrieb mit 50 Hektar. Die Großbetriebe können so die Preise nach unten drücken und sich durch das Sterben der Kleinbetriebe weiter vergrößern. Unterstützt bitte meine Petition an die Bundesregierung:

Für Landwirtschaft als Erholungs-, Umwelt und Klimawirtschaft!

Die folgenden Forderungen an die Politik zielen auch darauf, ein weiteres Sterben kleiner bäuerlicher Betrieb zu verhindern und einen kurzfristig gangbaren Weg für alle Bauern zur Umkehr von der Industrielandwirtschaft in Richtung Landschaftspflege-, Umwelt- und Klima- Landwirtschaft herbeizuführen. „Landschaftspflege durch die Bauern schafft Verbindung“.

1) wir fordern den Ersatz der flächenbezogen und mengenbezogenen Subventionsmaßnahmen durch die Einführung einer Grundförderung für jeden landwirtschaftlichen Klein(Familien)Vollerwerbsbetrieb für die Durchführung von definierten Maßnahmen der Landschaftspflege, z. B. für die Anlage von Blühstreifen zur Bekämpfung des Bienensterbens.

Eine durchdachte Landwirtschaft hat ein auch hohes Potential für Klimaschutz und Umweltschutz. Zwei drittel des klimaschädlichen Methans der Fleischproduktion entsteht erst aus dem Mist und der Gülle. (Welt am Sonntag 18 August 2019, Seite 19) Die Produktion von Biogas aus Mist und Gülle hat ein hohes Klimaschutzpotential und schützt das Grundwasser. Biogas kann auch in das vorhandene Gasnetz eingespeist werden. Produziertes Biogas eignet sich sogar für den Betrieb von Spitzenlastkraftwerken bei der Stromproduktion. Gute Beispiele gibst es: (Kieler Nachrichten 28 .10.2019, „Gut Perdoel“). Biogas aus Mist und Reststoffen statt Fracking Gas!

2) Wir fordern so die Verpflichtung aller fleischproduzierenden Betriebe zum Betrieb von Biogasanlagen zur Verarbeitung des Mistes und der Gülle aus der Fleischproduktion und staatliche Bereitstellung (Bezahlung) einer Einheit „GroßviehBiogas Anlage“ (für 150 Rinder) für Kleinbetriebe.

Landwirte sind automatisch Klima und Umweltwirte. Jedes Stück braunes Land ist verlorenes Land für den Abbau von Kohlendioxid. Gründünger sparen chemische Dünger und schützen auch das Grundwasser

3) Wir fordern staatliche Finanzierung des Einsatzes von Gründüngern.

Staatliche Mittel sollten effektiv, schnell und möglichst unbürokratisch eingesetzt werden. Dies ist auch möglich durch

4) Einführung einer Mehrwertsteuerbefreiung für die ersten 100.000 Euro Warenwert produzierten Landwirtschaftlichen Güter (Milch, Getreide etc.) beim Direktverkauf an Verbraucher z. B. über Hofläden.

Hofläden schaffen Verbindung und sichern Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Das ist auch Sozial- und Strukturpolitik!