Die Mauer muss weg

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Sicherheit und Gerechtigkeit-- Kernversprechen des Sozialstaates sollen durch das beschlossene Rentenpaket gesichert sein. Zumindest bei der Mütterrente kann von Gerechtigkeit keine Rede sein,wenn eine Ostmutter für jedes vor 1992 geborene Kind 15,34€, eine Westmutter jedoch 16,01€ erhält. Diese Herabsetzung der Erziehungsleistungen der Mütter und Väter im Osten ist ein Skandal und fast drei Jahrzehnte nach dem Fall der Mauer durch nichts zu rechtfertigen.                              Aber sie ist die Fortsetzung einer Politik mit der die Menschen in den neuen Bundesländern konfrontiert sind. Ob bei der Kinder-Erziehungszeit oder der Pflege von Familienangehörigen, in jedem Fall ist der Rentenertrag Ost niedriger als West. Und der "Standardrentner" Ost hat immer noch ca.60€ im Monat weniger als sein Kollege im Westen. Gipfel dieser demütigenden Einstufungen ist der Mindestlohn in der Pflegebranche. Er beträgt 2019 10,55€ im Osten und 11,05€ im Westen. Das sind ca.90E im Monat weniger, mit Wirkung auf die Rente.                                  Diese permanente Zurücksetzung vieler Menschen in den neuen Bundesländern ist unerträglich und eine Ursache für Wut und Frust, für Unzufriedenheit und Politikverdrossenheit. Mittlerweile dürfte es hier fast keine Familie mehr geben in der nicht mindestens ein Angehöriger von einer dieser erniedrigenden Einstufungen betroffen ist. Diese regierungsamtlich gezogene Trennlinie, diese Rentenmauer muss weg. Ich, wir fordern die Bundesregierung auf so schnell zu handeln, dass bis zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit, die Lebensleistungen der Menschen in Ost und West, angeglichen und einheitlich gewürdigt werden.