Coronakrise: Helft Italien und Spanien - zeigt Solidarität

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DE / IT 

Wir sind eine Gruppe von Menschen in Deutschland, die sich Sorgen um die europäische Solidarität und um unsere Gemeinschaft machen.

Die Erstunterzeichner sind Teilnehmer eines Italienisch-Sprachkurses in der Volkshochschule Jülich, die sich besonders den Mitmenschen in Italien sehr verbunden fühlen. Wir lernen Italienisch, weil wir die Sprache, das Land und seine Leute lieben. Wir fahren immer wieder gerne nach Italien in die Ferien, wir genießen das Klima, die Kultur, die Gastfreundschaft - und ebenso erfreuen wir uns an  der Anwesenheit so vieler Italiener, die seit Generationen hier mit uns leben und arbeiten, die uns  mit ihren Eisspezialitäten, ihrem guten Essen, mit Pizza und Wein verwöhnen, und die zu uns gehören als unsere Nachbarn und Freunde. Dasselbe gilt auch für unsere Nachbarn aus Spanien, Frankreich oder Griechenland. Es erschüttert uns zu sehen, wie sich in den Heimatländern unserer Freunde noch schlimmer als bei uns die Pandemie ausbreitet, wie die Städte, die uns liebgewonnene und lebendige Reiseziele waren,  ausgestorben daliegen, und wie die Toten aus den überlasteten Hospitälern mit Armeefahrzeugen abgefahren werden müssen.

Wir fühlen mit denen, die ebenso und bisher sogar schlimmer betroffen sind als wir, und wir empfinden die Verpflichtung, nicht nur mit Einzelmaßnahmen wie der Aufnahme von Schwerkranken zu helfen, sondern uns dazu zu bekennen , dass wir das Ausmaß dieser Krankheit und seine Folgen für die ganze Gesellschaft als eine gemeinsame Herausforderung und Verantwortung sehen.

Am  Dienstagabend haben wir den Appell des italienischen Ministerpräsidenten Guiseppe Conte an die europäischen Regierungen im Deutschen Fernsehen gesehen und wir fühlen uns beschämt, dass dieser sympathische Mann, der gerade erst zu unser aller Erleichterung  die Regierungsverantwortung übernommen hat, sich genötigt sieht, an unsere Hilfsbereitschaft und unsere Solidarität als Europäer appellieren zu müssen, während wir uns doch seit Jahrzehnten gerne in einer Vorbildrolle gesehen haben.  

Auch Vertreter der Wirtschaft wie Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, spricht sich für eine Unterstützung der Länder in Südeuropa durch Eurobonds aus. Sie könnten auch helfen die Europäische Solidarität zu organisieren. Es sei auch im ureigensten Interesse Deutschlands, jetzt schnell zu helfen, so Hüther gegenüber der Tagesschau.

Deshalb haben wir diese Petition verfasst und fordern alle, die mit uns einer Meinung sind, auf sie nachfolgend zu unterzeichnen:

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel, sehr geehrter Herr Finanzminister Scholz !

In einer Notsituation wie jetzt unterstützen wir den Appell des italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte und bitten Sie inständig sich dem Hilfeersuchen unserer europäischen Freunde nicht zu verschließen.  Öffnen Sie bitte schnell sich für das Anliegen der Südeuropäer, die Lasten der  Krise gemeinsam zu tragen - ob durch die geforderten „Corona-Bonds“ oder auf eine andere wirksame Weise - suchen Sie mit ihnen umgehend gemeinsam nach Lösungen, und zeigen Sie, dass die Freundschaft zwischen unseren Nationen in der Not den selben festen, ja einen noch festeren Bestand hat.

Wir wollen auch in Zukunft unseren europäischen Nachbarn und Freunden ohne Scham in die Augen sehen können, und wir möchten auch in Zukunft in ihren Ländern gern gesehene Gäste sein.

Erstunterzeichner :

Annachiara Berra-Krichel; Elisabeth Gramm-Boehlen;  Renate Leo; Claus Günther Maas; Anne Peters,  Anke Raukohl,  Hannelore Vaupel