Der Bundesrat soll Saatgut und Setzlinge als lebensnotwendige Güter betrachten.

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Sehr geehrte Frau Bundespräsidentin (version française: http://chng.it/JfPg4wLjyg

In dieser schweren Krisenzeit sollte der Handel von Saatgut, Pflanzen und Setzlingen genauso wie jener von Lebensmitteln, Arzneimitteln oder anderen lebensnotwendigen Gütern gewährleistet sein. Dies natürlich unter strenger Einhaltung der Schutzmassnahmen gegen den Covid-19.

Bei der Bewilligung des Verkaufs von lebensnotwendigen Gütern, wurden Saatgut und Setzlinge vergessen. Diese sind jedoch für Hobbygärtnerinnen und –gärtner von erster Bedeutung und sie könnten in den nächsten Monaten in wichtigem Masse an der Versorgung der Bevölkerung beitragen. Wir dürfen hier daran erinnern, dass die Schweiz zur Deckung ihrer Bedürfnisse weitgehend auf die Einfuhr ausländischer Lebensmittel angewiesen ist.

Seit Monaten haben Schweizer Unternehmer im Fachhandel auf hunderten von Hektaren Setzlinge vorbereitet, die in diesen Tagen gepflanzt werden sollten. Das Verkaufsverbot in den entsprechenden Geschäften wird eine masslose Verschwendung verursachen.

Der Zugang zu Saatgut und Setzlingen soll in der Schweiz, wie in allen anderen Ländern, ein Grundrecht sein!

Ferner bitten wir Sie, in dieser Krisenzeit die Bevölkerung dazu anzuregen, sofern die Möglichkeit besteht, die Arbeit in den Gärten weiter zu führen oder wieder aufzunehmen. Die Ausgangssperre wäre zum Beispiel gerade die gute Gelegenheit für Kinder und ihre Eltern, die alten und wichtigen Praktiken zu reaktivieren. Ohne einen neuen Wahlen-Plan ins Leben zu rufen, wäre es gut, wenn unsere Behörden die Grundbesitzer und Gemeinden dazu ermuntern würden, den Familien für den Gartenbau geeignete ungebrauchte Flächen zur Verfügung zu stellen.

Mehrere Personen haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass neben Setzlingen und Topfpflanzen auch Millionen von einheimischen Schnittblumen  massiv weggeworfen werden. Könnten in dieser düsteren Zeit nicht auch Blumen als mental lebensnotwendige Güter betrachtet werden?