Save the Rhino! Für die Legalisierung von internationalem Handel mit Rhino Horn!

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Hallo! Mein Name ist Sebastian. Vor kurzem war ich im Urlaub in Afrika. Von all den tollen Tierbegegnungen, hat mich eine ganz besonders beeindruckt: Nämlich die Begegnung mit einer Gruppe Breitmaulnashörner. Diese friedliebenden Tiere haben leider ein Problem: Ihr Horn! 


Nicht nur, dass es in der traditionellen chinesischen "Medizin" als Heil- und Potenzmittel gilt, was selbstverständlich völliger Unsinn ist (ein Rhino Horn besteht aus Keratin und ist damit von der Substanz her mit menschlichen Fingernägeln vergleichbar). Aufgrund seines hohen Preises ist es darüber hinaus inzwischen zu einem Macht- und Statussymbol geworden. In Vietnam, mittlerweile einem der Hauptabnahmeländer für den illegalen Handel mit Rhino Horn, wird geriebenes Rhino Horn in exklusiven Nachtclubs geschnupft, obwohl es keinerlei physiologische Wirkung entfaltet. Der "Kick" liegt lediglich darin, dass es so teuer ist. Und verboten.


Seit 2007 ist die Zahl der gewilderten Nashörner regelrecht explodiert und die Sub-Spezies nördliches Breitmaulnashorn ist praktisch ausgestorben mit nur noch 2 verbliebenen alten Weibchen in Gefangenschaft. Die Tiere werden angeschossen, dann wird den teilweise noch lebenden Tieren das halbe Gesicht abgehackt und das Horn wird dann nach Asien geschmuggelt, wo es horrende Preise auf dem Schwarzmarkt erzielt.


Der internationale Handel mit Rhino Horn ist durch das Washingtoner Artenschutzabkommen (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, CITES) seit 1977 verboten. Das hindert jedoch weder Wilderer daran, ihr eigenes Leben aufs Spiel zu setzen (Ranger von Nationalparks mit Nashornbeständen sind in der Regel bewaffnet), noch schreckt es internationale Kartelle, bei denen der Großteil des Gewinns hängen bleibt, ab von dem blutigen Multimillionen Dollar Schwarzmarkt zu profitieren. 


Wenn man mit Guides und Rangern vor Ort redet, haben die letzten 10 Jahre insbesondere eines gezeigt: Das internationale Verbot zeigt keinerlei Wirkung! Gerade weil es illegal ist, erzielt das Horn solche horrenden Summen und die Motivation damit zu handeln ist daher ungebrochen! Auch das "De-Horning", das regelmäßige Abschneiden des Horns, reicht nicht aus! Denn die Tiere werden aufgrund des unter der Haut verbleibenden Reststück Horns immer noch getötet, selbst das kleinste Stück Horn ist mehr als sein Gewicht in Gold wert. Darüber hinaus ist der Schutz der Rhinos teuer, so dass viele insbesondere kleinere Parks sich den Schutz ihrer Rhinos nur aus Spendenfinanzierung nicht leisten können.


Es gibt jedoch einen alternativen Weg! Wie der Fingernagel eines Menschen wächst das Horn eines Nashorns nach, so dass durch De-Horning regelmäßig Horn generiert werden kann, ohne die Tiere zu töten. Viele Nationalparks machen das ohnehin, um ihre Tiere für Wilderer weniger attraktiv zu machen (was jedoch leider wie schon erwähnt nur bedingt funktioniert). Wenn der internationale Handel mit Horn legal wäre, könnten Nationalparks das Horn verkaufen, für das kein Tier sterben musste und die damit erzielten Gewinne direkt dem Schutz der Nashörner zukommen lassen!

 

Die Überschwemmung des Marktes mit legalem Horn würde die Schwarzmarktpreise zudem völlig abstürzen lassen, so dass sich der Handel mit illegalem Horn weniger lohnt und weniger Leute die Risiken, die damit verbunden sind, eingehen werden. Allein Südafrika und Zimbabwe haben Horn aus De-Horning eingelagert, das ausreicht den Markt über Jahre zu versorgen, wobei der Erlös in den Tierschutz und in Entwicklungsprojekte vor Ort zurückfließen könnte.

 

Viele Tierschutzverbände stemmen sich vehement gegen die Legalisierung des Horns, meistens mit dem Argument, dass die Legalisierung den Konsum anheizen könnte. Aber in China ist der nationale Handel legal und die Strafverfolgung in Vietnam wegen Rhino Horn ist praktisch nicht existent! In den beiden Hauptabnehmerländern haben Konsumenten und Händler also nichts bzw. kaum etwas zu befürchten, so dass das internationale Verbot keine Abschreckungswirkung hat. Es bewirkt nur eines:


Dank des Verbots ist ein totes Nashorn mehr wert, als ein lebendes. Helft mir das zu ändern!


Vom 17. bis zum 28. August findet in Genf die nächste CITES Konferenz statt, bei der Eswatini (früher Swaziland) den Antrag stellen wird, den internationalen Handel mit Rhino Horn, welches von dort stammt, zu gestatten (den Originalantrag findet ihr unter: https://cites.org/sites/default/files/eng/cop/18/prop/060319/E-CoP18-Prop-08.pdf), um den Schutz und die Wiederansiedlung von Rhinos in den Parks von Eswatini mit den Einnahmen, die aus dem Handel entstehen, zu finanzieren. Sollte dieser Antrag erfolgreich sein, könnte das als Pilotprojekt ein Umdenken im Schutz von Nashörnern sein und der Beginn ihrer Rettung!


Daher möchte ich mit dieser Petition die deutsche Delegation auffordern, bei dem Antrag mit Ja abzustimmen und werde diese am 12. August an das Bundesumweltministerium übergeben, in dessen Resortverantwortung das Thema liegt. Noch ist es nicht zu spät! Retten wir die Rhinos zusammen!