Rettet die Brandenburger Wölfe!

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Brandenburgs Landtag will den Abschuss von "Problemwölfen" erleichtern. Am Donnerstag, den 28.01. verabschiedete das Parlament einen Antrag der Kenia-Koalition, der die Wolfsverordnung an das Bundesnaturschutzrecht anpasst. Das bedeutet, dass „bis zum Ausbleiben von Schäden“ auf jedes Tier des Rudels Jagd gemacht werden darf. Dieser Beschluss ist ein Angriff auf die Artenvielfalt und den Naturschutz. Mit diesem Beschluss bewegt sich die Landesregierung in Brandenburg wieder in Richtung der Ausrottung von Wölfen in Deutschland. Das wollen wir nicht zulassen.

Wir fordern die sofortige Rücknahme dieses Beschlusses und fordern Maßnahmen wie die verstärkte Unterstützung des Herdenschutzes anstelle der Hetzjagd auf den Wolf. Es kann nicht sein, dass das Töten von Lebewesen zum Schutz anderer Lebewesen bevorzugt wird anstatt die Bereitstellung von effektivem Herdenschutz zu fördern.

Wir, das sind Lana Tannir und Alessandro Sgro. Wir sind Naturfotografen und Studenten im Bereich Ökologie und Naturschutz, die bereits einige Wölfe vor der Linse hatten.  Uns ist bewusst, dass Landwirte unter den wachsenden Wolfsrudeln leiden. Wölfe zu verfolgen und zu jagen führt allerdings nicht zu einem besseren Herdenschutz und weniger Angriffen auf Nutztiere, was Forschungen diverser Experten und Organisationen bestätigen.

Das Maßnahmen wie Elektrozäune, Schutzhunde und Behirtung eine effektive Lösung sind zeigen nicht nur mehrere Gutachten und Studien, sondern auch Beispiele in Nachbarländern.[a]

Die aktu­el­le Poli­tik des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft geht am eigent­li­chen Pro­blem vor­bei.

Wenn es nach Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ginge, sollten Wölfe auch vorsorglich gejagt werden - bevor sie Nutztiere angegriffen habe. Statt “Problemwölfe” abzuschießen brau­chen wir ein erweitertes und bun­des­wei­tes Gesetz zur För­de­rung der exten­si­ven Wei­de­tier­hal­tung, dass den Betrof­fe­nen wirk­lich hilft.

Quelle: https://blog.wwf.de/wolfsbeschluss-der-bundesregierung/

 „Es sind genau solche unsachlichen Forderungen, die dazu führen können, dass Einzelne glauben, mit der Tötung eines Wolfes auch noch Gutes zu tun...auch [die] Behauptungen, dass Menschen in Wolfsregionen nicht mehr allein in den Wald gehen können, zeugen entweder von grober Unwissenheit oder gezielter Stimmungsmache gegen den Wolf“, erläutert NABU-Bundesgeschäftsführer, Leif Miller.

Quelle: https://www.nabu.de/news/2017/08/22831.html

WWF Wolfsexperte Christian Pichler sieht das ähnlich: „Anstatt Herdenschutz ständig schlechtzureden, sollten Politik und Landwirtschaftskammer endlich ehrlich kommunizieren, dass es dazu keine Alternative gibt”.

Quelle: https://www.wwf.at/de/wwf-kritisiert-abschuss-bescheid-fuer-wolf-experten-gutachten-hat-keine-entnahme-empfohlen/

Der Wolf wird durch folgende internationale Rechtsvorschriften streng geschützt:

– Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) Anhang II
– EG Verordnung 338/97 Anhang A
– FFH Richtlinie 92/43/EWG Anhang II; prioritäre Art
– FFH Richtlinie 92/43/EWG Anhang IV
– Berner Konvention Anhang II

Unterstützen Sie unsere Forderung, die Brandenburger Wölfe zu schützen?

Lana Tannir, Alessandro Sgro

Weitere Informationen/Studien zum Thema.

https://goedoc.uni-goettingen.de/handle/1/16902