Bundesweite Sicherungspflicht für Katzen - handeln sie jetzt!

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Hiermit fordern wir die Einführung einer Sicherungspflicht für Hauskatzen.
Unsere Begründung dafür fußt nicht zuletzt auf dem Tierschutzgesetz.
Zitat:
§3 Abs 3 und 4:
Es ist verboten,

3.
ein im Haus, Betrieb oder sonst in Obhut des Menschen gehaltenes Tier auszusetzen oder es zurückzulassen, um sich seiner zu entledigen oder sich der Halter- oder Betreuerpflicht zu entziehen,
4.
ein gezüchtetes oder aufgezogenes Tier einer wildlebenden Art in der freien Natur auszusetzen oder anzusiedeln, das nicht auf die zum Überleben in dem vorgesehenen Lebensraum erforderliche artgemäße Nahrungsaufnahme vorbereitet und an das Klima angepasst ist; die Vorschriften des Jagdrechts und des Naturschutzrechts bleiben unberührt,

https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html

Zunächst ist es ja so, das jeder Katzenhalter, welcher seine Katze im ungesicherten Freigang hält, schwere Verletzungen oder den Tod des Tieres zumindest billigend in Kauf nimmt.
Ebenso nimmt er Ausweichmanöver von Autos, Unfälle oder in manchen Fällen Angriffe der Katze auf Passanten und andere Tiere in Kauf.

Wir finden nicht, dass die Katze das "Wegwerftier" unter den Haustieren ist und unter der Verantwortungslosigkeit ihrer Halter zu leiden haben sollte. Ebenso wenig wie Unbeteiligte und/oder die Natur.

Der nächste Punkt: Seuchenschutz.
Viele Freigängerhalter halten es auch eher lax mit der Hygiene ihrer Tiere.
Gerade in Wohngebieten ein sehr schwieriges Thema, da Katzen bevorzugt weiche, sandige Untergründe, welche auch gerne mal Kinderspielplätze sind, zum Lösen aufsuchen.
Das Thema Sandkasten und Katzenkot kennt, denke ich, jeder.
Bedenkt man nun, das Freigänger geradezu Flohmagneten und dadurch Hauptbandwurmüberträger im besiedelten Gebiet sind, sowie weiterhin dass der Bandwurm beim Menschen eine Inkubationszeit von ca. 15 Jahren hat, dann aber massive Schäden auslösen kann, kommen wir in den Bereich, in dem wir zumindest erneut die Frage nach der Verantwortlichkeit und Verantwortbarkeit stellen.
Die gleiche Frage wirft sich auf, wenn wir als Katzenhalter bei Schwangerschaften über Toxoplasmosegefahr aufgeklärt werden.
Wer tut das bei den Schwangeren auf dem Spielplatz?

Verkehrssicherung:
Freigängerhalter nehmen auch billigend in Kauf, dass aufgrund eines ihrer Tiere Menschen Unfälle verursachen.
Selbstverständlich haben wir in der Fahrschule alle gelernt, dass man aus Verkehrssicherheitsgründen für ein kleines bis mittelgroßes Tier nicht bremsen soll.
Aber... eine Bewegung aus dem Augenwinkel wahrgenommen, hat schon für so manches Bremsmanöver gesorgt. Es könnte ja auch ein Ball mit nachfolgendem Kind sein.

Dann wäre da noch die Gleichbehandlung.
Haustierhalter (gerade von Raubtieren oder invasiven Arten) werden dazu verpflichtet, ihre Tiere zu sichern. Alles andere kann zu Strafzahlungen oder Einzug des Tieres führen.

(§ 2 Abs. 2 HundeVO)
Gefährliche Hunde sind auch diejenigen, die einen Menschen gebissen oder in Gefahr drohender Weise angesprungen haben, sofern dies nicht aus begründetem Anlass geschah, die ein anderes Tier durch Biss geschädigt haben, ohne selbst angegriffen worden zu sein oder die einen anderen Hund trotz dessen erkennbarer artüblicher Unterwerfungsgestik gebissen haben oder die durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie unkontrolliert andere Tiere hetzen oder reißen und Hunde, die aufgrund ihres Verhaltens die Annahme rechtfertigen, dass sie Menschen oder Tiere ohne begründeten Anlass beißen.

Welche Voraussetzungen das bei invasiven Arten sind, findet man hier:

Für die Petition ausschlaggebend:
Ausbruchsicherheit.

https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/BJNR254210009.html#BJNR254210009BJNG000900000

Und... der § 39:

§ 39
Allgemeiner Schutz wild lebender Tiere und Pflanzen; Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen
(1) Es ist verboten,
1.
wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten,
2.
wild lebende Pflanzen ohne vernünftigen Grund von ihrem Standort zu entnehmen oder zu nutzen oder ihre Bestände niederzuschlagen oder auf sonstige Weise zu verwüsten,
3.
Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören.

Alles Punkte, bei denen der Freigängerhalter zumindest billigend einen Verstoß in Kauf nimmt.
Häufig ziehen sich diese gleichgültigen Halter mit folgenden Worten aus der Verantwortung: "Man kann es nicht ändern, das ist das Wesen der Katze".

Da sich für verwilderte Katzen kaum jemand zuständig fühlt, sind sie häufig krank (FiP, FelV, Leukose) und gefährden dadurch die Populationen von Luchsen.
Außerdem gerät durch Verpaarung von verwilderten Katzen mit echten europäischen Wildkatzen deren ohnehin genetisch kleine Basis immer stärker unter Druck

Und... wir hätten da noch eine klitzekleine Forderung.
Futterstellen für verwilderte Katzen.
Auch diese müssen unterbunden werden.
Denn durch Zufütterung setzt man diese Tiere in einen unnatürlichen Vorteil ihren wilden Verwandten gegenüber.
Des weiteren finden sich häufig an solchen Futterstellen aufgrund "Vorratsfütterung" auch Ratten ein.

Ebenso hat die Duldung der Fütterungen eine kontraproduktive Solidarisierung mit den verwilderten Populationen zur Folge, welche die weitaus benachteiligteren bedrohten Tierarten teuer bezahlen.
Last but not least:
Wir streiten um eine Streuner verursachende Katzensteuer, oder um nahezu unkontrollierbare Kastrations- und Registrierungspflichten.
Auf dem Rücken unserer Natur und auf dem Rücken der Streuner.
Würden Katzen ans Haus gebunden - gäbe es sie nicht in dem Maße.
http://www.sueddeutsche.de/geld/katzen-in-deutschland-zwei-millionen-streuner-1.3005423
Allerdings... setzen auch wir uns für eine Ausnahme ein.
Stallkatzen sollten nach wie vor als Nutztiere Freigang erhalten dürfen, sie sorgen für ein Kurzhalten der Nager in Futterlagern und helfen damit dem Bauern gegen Schädlinge.
Umsetzbar wäre das über eine Kopplung an die Landwirtschaftliche Betriebsnummer und einem Vermerk im Impfpass (vgl Equidenpass) oder Betriebsnummer als Tätowierung im Ohr.
Wir fordern übrigens nichts unmögliches, Katzensicher zäunen ist gar nicht so schwer:
https://www.liebenswert-magazin.de/mit-diesem-zaunaufsatz-bleibt-die-katze-sicher-1604.html
Man muss es nur wollen.

Quellen unter anderem:
https://www.spektrum.de/news/halter-ignorieren-schaeden-durch-ihre-katzen/1352647

https://edoc.hu-berlin.de/handle/18452/15239



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