Mehr Zeit für die Betreuung kranker Kinder: Erweiterung der Kinderkrankentage!

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Moin zusammen.

Ich bin Vater von drei Kindern, das älteste ist schon fast 18 Jahre alt, das jüngste besucht nun seit einigen Wochen den Kindergarten. Gerade in dieser Zeit sind die lieben Kleinen besonders häufig durch einen Infekt so krank, dass sie für eine ganze Woche daheim betreut werden müssen. Da sind die 20 Tage, die ein Kind pro Jahr krank sein darf, ratzefatze weg.

Ich fordere darum mindestens eine Erhöhung der Anzahl der Kinderkrankentage auf 40 Tage für den Zeitraum des ersten Jahres des Kindergartenbesuches und auf 30 Tage im zweiten Jahr. Außerdem fordere ich eine Anhebung des Maximalalters bis zu dem die Kinderkrankentage gewährt werden auf mindestens 15 Jahre.

Zur Erklärung für alle die es nicht wissen: ist ein Kind so krank, dass es nach Ansicht des Arztes daheim bleiben muss, dann hat ein Elternteil den Arbeitgeber zu bitten, ohne Lohnfortzahlung daheim bleiben zu dürfen und muss einen Antrag an die Krankenkasse stellen, um wenigstens einen anteiligen Ausgleich für den entgangenen Lohn zu bekommen. Die Freistellung von der Arbeit zur Betreung eines kranken Kindes und die Zahlung einer Lohnersatzleistung wird jedoch für maximal 20 Tage pro Jahr und Kind gewährt, danach ist Schluss. 20 Tage pro Jahr darf also ein Kind in Deutschland nach Ansicht des Gesetzgebers maximal krank sein. Hat ein Kind das 12. Lebensjahr vollendet, stehen den Eltern gar keine Kinderkrankentage mehr zu.

Jeder, wirklich jeder Elternteil, mit dem ich mich darüber unterhalte, sagt mir, dass das nicht genügt. Gerade in der Zeit der Kindergarteneingewöhnung sind die 20 Kinderkrankentage einfach nicht ausreichend. Und ist das Kind schon 12 Jahre alt, lässt es auch niemand mit einer Grippe und 39°C Fieber allein zu Hause. Was machen Mutter oder Vater dann? Richtig, sie lassen sich vom eigenen Hausarzt eine Krankschreibung ausstellen um ohne massiven Lohnverzicht daheim das Kind betreuen zu können. Ich persönlich finde das bescheuert.

Aus meiner Sicht ist völlig klar, so wie es ist, machts keinen Sinn und gehört geändert. Also, Finger ziehen und die Gesetzgebung zur Betreuung kranker Kinder so anpassen, dass sich die Situation von Eltern erkrankter Kinder und auch die der Kinder zukünftig verbessert. Am sinnvollsten und gerechtesten wäre es aus meiner Sicht, kranke Kinder genauso wie kranke Erwachsene zu behandeln. Das bedeutete im Falle einer Erkrankung das Ausstellen einer Krankschreibung durch den behandelnden Kinderarzt und die Anwendung der Lohn- bzw. Lohnersatzleistungsregelungen wie bei Erwachsenen. Ideal wäre natürlich eine europaweite Regelung aber ich will das ja noch erleben.

Grüße, René Bauer