Pflegeschüler: Opfer der Coronakrise? Prüfung ersetzen durch Vornoten

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Heidrun Dreyling-Riesop
Heidrun Dreyling-Riesop hat diese Petition unterschrieben.

Die Pflegeschüler haben ein großes Problem: die anstehenden Prüfungen und Examen. Die Schüler schwimmen. Fehlender Unterricht, keine richtige Prüfungsvorbereitung - sie fühlen sich alleine gelassen und schieben Panik. Gleichzeitig sind sie in ihren Praxisstellen mit erheblicher Mehrarbeit, Stress, Ängsten, unzureichendem Material, Belastungen konfrontiert, die oft genug das erträgliche Maß übersteigen - und sie stehen ihren "Mann", bleiben dabei, kommen irgendwie mit der Situation klar. Dazu im Hinterkopf aber die Angst um die Abschlussprüfungen, die quälende Ungewissheit, wie und ob es überhaupt weitergeht.

Tagtäglich überschreiten Pflegeschüler die eigenen Grenzen und zeigen in der praktischen Arbeit in dieser Ausnahmesituation, dass sie mehr wie geeignet für den Pflegeberuf sind.

Reguläre praktische Prüfungen in der Corona-Krise sind nicht möglich. In Altenheimen und Behinderteneinrichtungen existieren Besuchsverbote.In Krankenhäusern gibt es zurzeit wirklich Wichtigeres, als Prüfungen abzulegen, wozu auch Lehrkräfte in die Krankenhäuser müssten - folglich die Gefahr neuer Infektionsketten.

Eine faire Prüfung ist in diesem Jahr nicht möglich!

Daher fordere ich für Auszubildende in der Sozialpflege, Altenpflegehilfe, Krankenpflegehilfe, Heilerziehungspflegehilfe, Krankenpflege, Kinderkrankenpflege, Altenpflege, Heilerziehungspflege, Rettungsdienst, medizinische Fachangestellte

  • Keine Abschlussprüfungen
  • Anerkennung der Vornoten des letzten Schuljahres als Prüfungs-, Examensnoten (Das sind Noten, die nicht vom Himmel fielen, sondern ehrlich erbrachte Leistungen)
  • Zeit-, termingerechte Verteilung der Abschlusszeugnisse/Examen

Die Pflegeschulen derzeit zu öffnen ist reiner Wahnsinn! Ein einziger infizierter Schüler, Lehrer oder Dozent und das Virus wird nach dem Blockunterricht in zig Einrichtungen geschleppt.

Die letzten Entscheidungen erinnern nur an wilden Aktivismus und fehlenden Kompetenzen. Die Öffnung der Pflegeschulen kommt eindeutig zu früh. Außerdem fehlen so die dringend benötigten Pflegeschüler auf dem Stand der Fachkräfte in den Pflegeeinrichtungen und verschärfen damit die personelle Situation.

Nachtrag:

Inzwischen habe ich von Altenpflegeschülern in Bayern erfahren, dass ihre Prüfungen in den August verschoben werden sollen.

  1. Enden die Ausbildungsverträge fristgerecht.
  2. Alle Schüler müssen die Arbeitgeber um einen Verlängerungsvertrag bitten, was die wenigsten von ihnen wissen.
  3. Wer kommt für die finanziellen Einbußen auf? Es ist ein Unterschied, ob jemand nicht oder mit Ausbildungsvergütung entlohnt wird oder als Fachkraft bezahlt werden muss. Der Nachteil zieht sich übrigens bis zur Rente hin.
  4. Die weiterführenden Ausbildungen für die Fachpflegehelfer beginnen bereits im September.

Das wäre ein Skandal! Unsere Pflegeschüler helfen Ihnen - bitte helfen Sie jetzt unseren Pflegeschülern mit Ihrer Unterschrift und unterstützen Sie damit die Forderungen! Danke!