Für Chancengleichheit, Klarheit und Struktur im Schulsystem

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 100.


Petition für eine Änderung des Schulsystems in der Grundschule

Wir fordern eine Änderung des Schulsystems, in dem wirkliche Chancengleichheit besteht.

Um wieder ein solides  und faires Schulsystem zu schaffen, fordern wir:

1.      Chancengleichheit durch De-Individualisierung des Unterrichts
Die Lernziele sind nicht individuell. Lehrstoff und Erwartungen müssen klar vermittelt werden- und zwar allen Kindern zeitgleich.


2.      Gleicher Lehrplan und Arbeitsmaterialien für alle Kinder
Durch vorzeitiges kategorisieren der Kinder und unterschiedliche Lernmaterialien bekommen schwächere Schüler Material vorenthalten und bekommen den Stoff nicht mehr aufgeholt. Dies führt zu unnötigen Klassenwiederholungen.


3.      Klare Ansagen was gefordert ist
Übersichtlichkeit erleichtert  das Lernen für Kinder, sowie das Fördern der Kinder für Eltern und Lehrer. Klare Anforderungen lassen den Leistungsstand eines Schülers besser einschätzen.


4.      Rückkehr zum Frontalunterricht
-Grundschulkinder müssen erst ein gutes Bildungs- Fundament des Lesens, Schreibens und Rechnens aufbauen, bevor sie der Erwartung gerecht werden können, sich selbst zu organisieren. Den Kindern Orientierung in der Grundschule zu geben ist darum immens wichtig. -Ablenkbarkeit und hoher Lärmpegel  wird durch Gruppentische begünstigt.


5.      Abschaffung der „Schreiben nach Hören Methode“ Den Kindern muss direkt die richtige Rechtschreibung beigebracht werden, um Verwirrung um späteres Umlernen zu ersparen.

________________________________________________________


 Auf Grund von frühzeitigem Aussortieren und Kategorisieren der Schüler, sind wir für eine De-Individualisierung des Unterrichts.  Die Schüler bekommen derzeitig unterschiedliche Arbeitsmaterialien je nach Leistungsstand. Den schwächeren Schülern werden somit Lehrmaterialien vorenthalten, und haben kaum noch Chancen den Leistungsstand der Klasse einzuholen. Eine Konkurrenz-Situation in der Klasse entsteht und Mobbing wird begünstigt. Individuelles Lernen hört sich innovativ an, jedoch sind die Klassen- bzw. Lern-ziele eben nicht individuell. Individualität gehört nicht in ein Leistungssystem an dem am Ende doch gleiche Ergebnisse gefordert sind. Individuelles Entfalten gehört in die Freizeit, Unterricht ist nun mal Unterricht, in dem Lernziele zu erreichen sind.

Klare Ansagen was gefordert ist , gleicher Lehrplan und Arbeitsmaterialien für alle Kinder

Eltern und Kinder verlieren den Überblick was wirklich gefordert ist, da es ein Überangebot an Lehrmaterial gibt, sowie keine genauen Vorgaben was wann gelernt werden soll. Eltern werden nicht genügend über den Leistungsstand ihrer Kinder informiert, denn durch unübersichtliche Anforderungen an die Kinder, bedarf es ausreichend Kommunikation und Rückmeldung. Dies jedoch können die Lehrer nicht leisten. Außer dass jedes Kind die Zeit bekommt die es braucht. Gleichgültigkeit der Lehrer prallt einem entgegen, die sich jeglicher Verantwortung entziehen, denn die Kinder haben ja 3 Jahre Zeit für die Eingangsstufe- dies scheint die einzige Lösung zu sein.  Das derzeitige System führt zu vermehrten Klassenwiederholungen (bzw. heute genannt: „Verweilen in der Eingangsstufe“), die mit einem stabilen und soliden Bildungssystem nicht nötig gewesen wären.

Unnötiger Druck wird aufgebaut. Eltern müssen versäumten Unterrichtsstoff zu Hause lehren, und Kinder nacharbeiten, da es den Lehrern nicht möglich ist, in diesem chaotischen bzw. „individuellen“ System allen Kindern gerecht zu werden. Dies wiederum können nur Eltern leisten die nicht beide berufstätig sind. Das entbehrt jeder Chancengleichheit.

Rückkehr zum Frontalunterricht

Kinder sollen zurzeit eigenverantwortlich lernen. Lehrer werden somit aus der Verantwortung gezogen, sollen den Kindern nur die richtige „Lernumgebung“ schaffen. Was sehr fragwürdig ist, wenn man sieht, dass dieses offene Arbeiten dazu führt, das Grundschüler teilweise mit Gehörschutz im Unterricht sitzen müssen. Die Lautstärke in den Klassen wird unerträglich, da jedes Kind an anderen Dingen arbeitet oder in Gruppenarbeit beschäftigt ist. Leider wird dieser Zustand heute als normal angesehen, Gehörschutz sogar als Schulbedarf angeboten. Die Schüler sitzen nicht mehr zu zweit am Tisch, zur Tafel und dem Lehrer nach vorne gewandt, sondern an Gruppentischen. Dies erhöht die Ablenkbarkeit und den Lärmpegel, erschwert die Konzentration.

Kinder im Grundschulalter brauchen klare Ansagen, Regeln und Strukturen. Sie müssen sich erst im Schulalltag zurechtfinden. Regeln und feste Strukturen geben Sicherheit. Die Altersstufe der Grundschulkinder ist erst mal ausreichend damit beschäftigt lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Es ist zu viel verlangt beim Schuleinstieg schon zu erwarten das Kinder sich selbst lehren, strukturieren und organisieren. Wenn Kinder sich aussuchen können was sie in der „Freiarbeit“ oder „Lernzeit“ machen, besteht die Gefahr, dass sie nur Dinge die sie bereits gut können erledigen, und nicht weiter kommen.

Ein sechs oder sieben –jähriges Kind kann wohl kaum von sich aus einschätzen was es als nächstes tun muss, um den Schulstoff zu schaffen. Nur die ehrgeizigsten Kinder bestehen im derzeitigen System, alle anderen sind benachteiligt und allein gelassen.

Dieses System so aufzuweichen das am Ende die Kinder in der Schule nicht mehr richtig lernen, und zu Hause die Freizeit einbüßen müssen, um den versäumten Lernstoff der Schule nachzuholen, beraubt die Kinder unnötig ihre Kindheit und auch die Freude an der Schule. Schulschluss sollte Schulschluss sein. Die Verantwortung der Lehrens wieder den Lehrern. Ansonsten geht jegliche Zeit der Kinder zur wirklichen individuellen Entfaltung- nämlich die Freizeit- verloren. Resignation, Entmutigung, Auffälligkeiten und psychosomatische Beschwerden bleiben am Ende. 

Aus diesen Gründen sind wir für eine Rückkehr zum Frontalunterricht. In einer Zeit wo immer mehr Kinder an einer Aufmersamkeitsschwäche leiden und Probleme damit haben sich zu strukturieren, liegt die Frage nahe: „Liegt dies vielleicht am aktuellen Bildungssystem?“ Gerade auch im Hinblick auf diese Entwicklung sollte man wieder zurück zu Struktur und Klarheit. Denn diese Kinder sind Opfer des aktuellen Bildungssystems. Sie werden sich selbst überlassen, jegliche Hoffnung auf Hilfe zwecklos und die Eltern sind machtlos. Ebenfalls haben psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen bis hin zu Migräne, Bauchschmerzen etc. zugenommen. Da lässt es sich vermuten das der Druck und die Anforderungen auf unsere Kinder zu groß sind.

In der Weiterführenden Schule sind die Kinder in einem angemessen Alter um offeneren Unterricht und mehr Eigenverantwortung als „Vorbereitung“ auf das Berufsleben mit den schulischen Anforderungen vereinbaren zu können.

Abschaffung der „Schreiben nach Hören Methode“

Die „Schreiben nach Hören Methode“ ist offensichtlich gescheitert, wie man in sämtlichen Medien nachlesen kann. Immer mehr Kinder beherrschen die Rechtschreibung auf den weiterführenden Schulen nicht. Wozu soll es auch dienen, Kindern wohl wissend falsche Rechtschreibung einzuprägen, um sie dann später wieder umlernen zu lassen. Auch hier ist die einfachste Methode wohl die solideste.

Zum Wohle unserer Kinder bitten wir um KLARHEIT, UND STRUKTUR! Zurzeit beklagen wir überforderte Kinder, überforderte Lehrer und überforderte Eltern. SCHLUSS MIT DEM IRRSINN!



Heute: J. S. verlässt sich auf Sie

J. S. benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Bundesministerium für Bildung und Forschung: Für Chancengleichheit, Klarheit und Struktur im Schulsystem”. Jetzt machen Sie J. S. und 39 Unterstützer/innen mit.