Homeschooling soll in Deutschland möglich sein

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Als Nachhilfeschule erleben wir das Thema "Homeschooling" derzeit aus erster Hand.

Uns ist aufgefallen, dass das aktuelle Homeschooling insbesondere für Kinder mit ADHS, Kinder mit Mobbingerfahrung und solche mit einer einseitigen oder allgemeinen Hochbegabung ein wirklicher Segen sein kann.

Das Lerntempo lässt sich individuell anpassen. Zusatzübungen oder vor allem auch das Weglassen von Übungen hilft minder- bzw. hochbegabten Kindern, den Schulstoff nach ihren Bedürfnissen zu erlernen. Kinder mit ADHS können sich deutlich besser konzentrieren und kommen zu deutlich besseren Ergebnissen als in ihrer Schulklasse. Ähnlich sieht es bei minder- und hochbegabten Kindern aus, die im Alltag über- oder unterfordert sind und dadurch im Unterricht nicht selten auffällig werden.

Dabei zeigen Eltern, die dem Homeschooling positiv gegenüberstehen, zur Zeit sehr deutlich, dass sie damit nicht überfordert sind. Auch holen sich Eltern gerne Hilfe bei privaten Instituten, wo immer das notwendig ist. Ganz im Gegenteil kam es in der Vergangenheit immer öfter vor, dass Lehrer Mängel im Fachwissen zeigten. Nicht selten liegt bei den Eltern das größere Wissen vor.

Weiter werden die Schulen entlastet, wenn im Unterricht auffällige und störende Kinder in ein Homeschooling wechseln können. Auch wäre eine Differenzierung im Unterricht seltener erforderlich, die Schulklassen könnten homogener werden und Störungen im Unterricht finden seltener statt. Dabei sollte das Homeschooling aber immer auf freiwilliger Basis erfolgen und durch eine Schule nicht erzwungen werden dürfen, da die Qualität des Homeschoolings von der Bereitschaft der Eltern abhängt und daher freiwillig sein muss.

Gerade vor dem Hintergrund, dass das Homeschooling in vielen unserer Nachbarländer erlaubt ist, sollte auch Deutschland diese Möglichkeit nun endlich ganz offiziell bieten und niemanden kriminalisieren, der es außerhalb von Coronazeiten praktiziert. Es zeigt sich dort, dass sich die Eltern zusammenschließen und  sich gegenseitig helfen und die Kinder zeigen entgegen der Befürchtungen nur selten schlechtere Ergebnisse als die normal beschulten. Die Homeschooler sind dort in der Regel Kinder mit Mobbingerfahrung und solchen mit Lern- oder sozialen Schwierigkeiten, die in staatlichen Schulen mit Problemen zu kämpfen hätten (oder vor dem Homeschooling hatten).

Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, die Homeschooler an Klassenarbeiten teilnehmen zu lassen (und sie damit auch einer Schule und einer Klasse zuzuordnen, in die sie jederzeit wieder einsteigen könnten) oder aber staatliche Prüfungen am Ende von Schulhalbjahren oder Schuljahren durchzuführen, um den Bildungsstand zu überprüfen

Ich würde mich sehr freuen, wenn alle Eltern, die mit dem Homeschooling gute Erfahrungen gemacht haben, dieses auch nach dem unfreiwilligen Homeschooling weiter praktizieren dürfen.

Sicherlich stehen alle privaten Bildungseinrichtungen diesen Eltern gerne zur Seite um in den Fächern Hilfestellung zu leisten, in denen sie sich selbst nicht kompetent genug fühlen. Wenn auch die staatlichen Entscheider und die staatlichen Bildungseinrichtungen dem positiv gegenüberstehen, ist es ein Gewinn für alle.