Gleichstellung von Komplementärmedizin und Konventioneller Medizin in der GKV !

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 500.


Das Sozialgesetzbuch V (SGB V) stellt im §2 fest: "...Behandlungsmethoden, Arznei- und Heilmittel der besonderen Therapierichtungen sind nicht ausgeschlossen."

In meiner hausärztlichen Praxis betreue ich täglich Patienten mit unterschiedlichsten Erkrankungen aller Schweregrade vom grippalen Infekt bis hin zu Krebs, Rheuma, Autoimmunkrankheiten, vielfältigen psychosomatischen Störungen u.v.a. Viele von diesen Krankheitsbildern könnten sehr häufig mit Medikamenten und Behandlungsmethoden der Komplementärmedizin erfolgreich entweder alleine oder in Kombination mit den Mitteln der konventionellen Medizin behandelt werden.

Leider sind de facto die o.g. komplementären Therapieformen nahezu ausnahmslos von der Erstattung durch die Krankenkassen ausgeschlossen. Die Kosten dieser Medikamente sind für viele meiner Patienten unerschwinglich. Dadurch sind Patient und Arzt regelmäßig gezwungen, auf nebenwirkungsreiche Medikamente der konventionellen Medizin auszuweichen. Gesundheitliche Zusatzrisiken werden aus ökonomischen Gründen durch die vorhandenen Regelungen billigend in Kauf genommen.

Das bedeutet aber:  Die Feststellung im §2 SGB V, dass die Behandlungsmethoden, Medikamente und Heilmittel der besonderen Therapierichtungen "nicht ausgeschlossen" sind, steht nur auf dem Papier.

Die Freiheit der Wahl der Behandlungsmethode, d.h. Selbstbestimmung in Angelegenheiten der persönlichen Gesundheit existiert de facto nicht.

FORDERN SIE DIE UMGEHENDE GLEICHSTELLUNG der im Gesetz erwähnten BESONDEREN THERAPIERICHTUNGEN MIT der KONVENTIONELLEN MEDIZIN !

Auch eine große Zahl der niedergelassenen Ärzte/Innen (einzelne Umfragen geben  mehr als 50 % an), benutzen komplementärmedizinische Methoden als Ergänzung der konventionellen Therapie. Für die Erlangung der Qualifikation zur Ausübung dieser Methoden haben Ärzte/Innen eine mehrjährige Zusatzausbildung absolviert. Auch sie werden durch die Nicht-Erstattung gravierend in ihrer Therapiefreiheit beschnitten. Somit sind die seit vielen Jahren eingeführten de facto - Beschränkungen und Ausnahmeregelungen RECHTSWIDRIG !

Der Gleichheitsgrundsatz gem. Art.3 Grundgesetz sowie die Sicherstellung der körperlichen Unversehrtheit gem. Grundgesetz werden missachtet.

Das immer wieder angeführte Argument, dass die Wirkung der Komplementär- medizin nur auf Placeboeffekten beruhen könne, hat  allein mit der Tatsache zu tun, dass der Wirksamkeitsnachweis in der konventionellen Medizin nahezu ausschließlich statistisch geführt wird. Die Beweisführung im Bereich der streng individualisierten Komplementärmedizin führt aber in der Regel nicht über die Statistik, sondern muss über die Wirksamkeit im Einzelfall erfolgen.

Durch das „Aushungern“ der Komplementärmedizin werden enorme Chancen vertan, eine am selbstbestimmten Individuum ganzheitlich orientierte, integrative Medizin als Zukunftsoption des 21. Jahrhunderts weiterzuentwickeln.

Vom Gesundheitsminister ist zu fordern:

1.    Homöopathie, Anthroposophische Medizin und Phytotherapie müssen ohne Abstriche erstattet werden – wie bereits im Gesetz vorgesehen!

2.    Die umgehende völlige Gleichstellung der Behandlungsmethoden, Arznei- und Heilmittel der besonderen Therapierichtungen mit denen der konventionellen Medizin hinsichtlich ihrer Aufnahme in die Regelversorgung.

3.    Die Änderung sämtlicher nachgeordneter Gesetze oder evtl. Ausführungs-bestimmungen, um eine vollständige Gleichstellung auch de facto zu realisieren.

Unterstützen Sie jetzt diese wichtige Petition ! Vielen Dank !



Heute: Mathias verlässt sich auf Sie

Mathias Poland benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Bundesminister für Gesundheit: Einforderung der De facto Gleichstellung der "Besonderen Therapierichtungen" lt. SGB V §2”. Jetzt machen Sie Mathias und 202 Unterstützer/innen mit.