Corona als Chance, Tierversuche zu stoppen! Mehr Geld für tierversuchsfreie Forschung!

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Jocelyne Lopez
Jocelyne Lopez hat diese Petition unterschrieben.

Wir von Ärzte gegen Tierversuche setzen uns für eine moderne tierversuchsfreie Forschung und Medizin ein. Tierversuche dürfen im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr haben!

Obwohl eine schnelle und zuverlässige Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen mit Tierversuchen nachweislich nicht möglich ist, wird genau das jetzt in der Corona-Krise wieder versucht. U.a. werden krampfhaft „passende“ Tiere für Versuche gesucht. Doch das ist zum Scheitern verurteilt, wertvolle Zeit geht verloren. Gerade in so einer Situation, in der schnelle und gültige Ergebnisse dringend erforderlich sind, benötigt es tierversuchsfreie Forschung mit menschlichen Zellen. Wir müssen gerade jetzt den tierversuchsfreien Forschungsmethoden endlich die notwendige und dringend angeratene Aufmerksamkeit zukommen lassen.

In dieser Krise zeigt sich sehr deutlich, welch großer Fehler es in der Vergangenheit war, die tierversuchsfreien, humanbasierten Forschungsmethoden nicht entsprechend zu fördern – obwohl viele ihre Leistungsstärke längst unter Beweis gestellt haben.

Milliarden Euro an öffentlichen Fördermitteln fließen jährlich in Deutschland in erfolglose Tierversuche, nur knapp 20 Millionen Euro in tierversuchsfreie Forschung. Ein ungeheures Missverhältnis von 99,x% zu 0,y%. Was wäre für die menschliche Gesundheit erst möglich, wenn der Anteil von weit unter 1% für tierversuchsfreie Forschung erhöht würde? Krisen wie Corona könnte ganz anders begegnet werden.

Dazu gehören beispielsweise 3-dimensionale menschliche Lungenmodelle, mit denen man Infektionsforschung mit diversen grippeartigen Viren betreiben kann, oder Multi-Organ-Chips, auf denen humane Zellmodelle der Lunge und anderer Organe, z.B. des Immunsystems, zusammengeschaltet sind, um Wechselwirkungen beobachten zu können. Im Gegensatz zu Tierversuchen, die unglaublich langwierig sind, können mit den modernen Methoden Ergebnisse in kürzester Zeit erzielt werden.

Anstatt auf diese modernen Methoden des 21. Jahrhunderts zu setzen, wird weiter versucht, mit Tierversuchen der Corona-Krise Herr zu werden und z.B. Impfstoffe zu finden. So hat das Friedrich-Löffler-Institut auf der Ostsee-Insel Riems bei Greifswald Frettchen als angeblich geeignete „Tiermodelle“ – wie es im lebensverachtenden Experimentatoren-Jargon heißt – identifiziert. Frettchen können zwar infiziert werden, zeigen aber keine Symptome. Die reguläre Entwicklung von Impfstoffen mit Tierversuchen dauert in der Regel viele Jahre. Aber vor allem: Etliche Impfstoffe wirken bestens in Tierversuchen, beim Menschen dann aber nicht. Die Punkte „Zeit“ und „Nichtübertragbarkeit“ der Tierversuche werden uns allen in der aktuellen Corona-Krise zum Verhängnis. Die Bundesregierung hat es in den letzten Jahren und Jahrzehnten versäumt, in innovative Forschungsmodelle zu investieren, die schnell, zuverlässig und humanrelevant sind und uns jetzt helfen könnten, innerhalb kürzester Zeit Wirkstoffe zu finden.

Wir fordern, dass die Bundesregierung endlich eine Umschichtung der Fördergelder weg von einer antiquierten Tierforschung hin zu modernen Forschungsmethoden vornimmt. Damit wir in künftigen Krisensituationen besser aufgestellt sind!

Weitere Infos: Coronavirus - schneller als der Tierversuch