Sacharow-Preisträgerin Sotoudeh tritt in Hungerstreik im Iran

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Tausende Menschen sitzen aus politischen Gründen in iranischen Gefängnissen. Die verheerenden Haftbedingungen fördern die Verbreitung des Coronavirus - und bringen die Inhaftierten laut Nasrin Sotoudeh in Lebensgefahr. Die inhaftierte iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh fürchtet wegen der Corona-Epidemie um ihr Leben. "Das tödliche Virus wird politische Gefangene oder deren Familien töten", teilt die 56-Jährige in einer Nachricht mit, die in ihrem Namen auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht wurde. Aus diesem Grund sei sie am Montag in den Hungerstreik getreten.                                                                              Sotoudeh bezeichnet ihre Situation im Evin-Gefängnis von Teheran als "Hochrisikosituation". Es ist eine nationale Notwendigkeit, viele Gefängnisse des Landes zu schließen, einschließlich der Frauenabteilung des Evin-Gefängnisses, fordert Sotoudeh.                                                                                              Sotoudeh gehört zu den renommiertesten Menschenrechtsaktivistinnen in Iran. Sie arbeitete hauptsächlich als Anwältin für Dissidenten und wurde wegen ihrer Tätigkeit seit 2010 mehrfachManagment zu Freiheitsstrafen verurteilt. Im Jahr 2012 zeichnete das Europaparlament Sotoudeh mit dem Sacharow-Preis aus. Der damalige Parlamentschef Martin Schulz (SPD) würdigte die Anwältin für ihren "mutigen und großzügigen" Einsatz für Oppositionelle und kritische Journalisten.Kurz vor ihrer jüngsten Verhaftung 2018 hatte sie die Verteidigung zweier junger Frauen übernommen, die gegen das Kopftuchgebot protestiert hatten und in Haft gekommen waren.

Das Leben von tausenden Gefangenen im Iran steht in unmittelbarer Gefahr. Wir fordern die Freilassung aller politischen Gefangenen und die Beurlaubung allen Gefangenen. Durch die Vertuschungspolitik und Missmanagement  des Mullah Regimes  breitet sich Coronavirus rasant im Land aus und wurden nach unserer Informationen bis heute über 4000 Menschen durch das Coronavirus verstorben. Das Ausmaß der Ausbreitung von Coronavirus im Iran ist unvorstellbar. Deswegen ist Eile geboten, um eine medizinische Katastrophe zu vermeiden. Helfen Sie bei dieser Aktion, um Leben zu retten.