Unterstützung für verfolgte ethnische Gruppen im Iran

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Über 200 Tote bei Protesten im Ahwaz-Iran

Ahwazischer Menschenrechtsverein fordert Unterstützung für verfolgte ethnische Gruppen im Iran.

Ein Bericht von The New York Times „With Brutal Crackdown, Iran Is Convulsed by Worst Unrest in 40 Years" zeigt wie iranische Sicherheitskräfte die Menschen in Mahshar (eine Stadt in Ahwaz) ohne Rücksicht erschießen.

Auch amnesty international berichtet, dass bei den aktuellen Protesten im Iran mehr als 200 Demonstranten durch iranische Sicherheitskräfte getötet wurden.

Die meisten Fälle ereigneten sich in abgelegenen Regionen, in denen Minderheiten aus anderen Volksgruppen leben. So z.B. in Ahwaz mit vorwiegend arabischer Bevölkerung, in Kurdistan und in Täbris mit einer azarisch /türkischen Bevölkerung. Die Bevölkerung in diesen Regionen leidet schon seit Jahren unter extremer militärischer Kontrolle und Armut. Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste mit vielen Toten verschärft die Situation noch einmal.

Das Regime in Teheran versucht, alle Andersdenkenden mit einem religiösen Bann zu belegen. So hat der oberste iranische Führer Ajatollah Sejjed Ali Chāmene kürzlich in einer Ansprache gesagt, dass alle Demonstranten gegen Gott seien. Dies ist nichts anderes als die direkte Drohung mit dem Tod. In der Vergangenheit sind vielfach Personen, denen das Verdikt „gegen Gott“ zu sein, angehängt wurde, später zum Tode verurteilt worden.

Der „Ahwazische Verein zur Verteidigung der Menschenrechte“ fordert von der Bundesregierung und den Parteien in Deutschland, gegen die Unterdrückung und die gewaltsame Niederschlagung Demonstrationen zu protestieren und dieses auch auf internationaler Ebene (UN Sicherheitsrat) zur Sprache zu bringen.