Abwrackprämie 2​.​0 verhindern und #Verkehrswende fördern!

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Seit vielen Monaten streiken Schülerinnen und Schüler bei #FridaysforFuture für mehr Klimaschutz. Allerdings fand am 05.05.2020 der"Autogipfel" statt, wo die mächtigsten Autobosse Deutschlands mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammentraten[1].

Die "Ergebnisse" und Pläne einer möglichen Einführung einer neuen Abwrackprämie sind desaströs und ein Schlag in die Magengrube für die Klimapolitik und für alle, die sich dafür stark machen. Die Autolobby fordert nicht nur für klimafreundlichere Autos staatliche Zuschüsse, sondern auch im fast genauso hohem Wert staatliche Zuschüsse für Diesel- und Benzinmotoren, nämlich 3000 Euro pro Fahrzeug. Das kann niemals der Weg in eine klimafreundliche Zukunft sein! Schon 2009 war es mehr als umstritten, aber die Kaufprämie konnte sich jedoch dank der Stärke der Autolobby durchsetzen.[2]

Noch mehr Geld mit alten Technologien zu machen kennt man zwar sonst nur aus der Braunkohleindustrie, aber besonders sticht die Unehrlichkeit und Dreistigkeit der Autolobby ins Auge, auch ganz abgesehen vom ökologischen Aspekt.[3]

Aber hauptsächlich wäre eine neue Kaufprämie (auch und insbesondere) für Verbrenner ein Todesstoß für den Klimaschutz. Der CO2-Ausstoß ließe sich so im Verkehrssektor wohl kaum noch groß reduzieren. Selbst das Bundesumweltamt meldet aus ökologischen Gründen Bedenken zu einer neuen Kaufprämie an. [4]. Außerdem meinen selbst konservative Experten, dass eine neue "Abwrackprämie" ökologisch, wie ökonomisch vollkommen irrsinnig ist.

Gerade auch in Zeiten der Corona-Krise ist es wichtig, auf die noch verheerendere Klimakrise zu schauen und Konsequenzen zu ziehen. Es ist also nicht nur Zeit zu handeln, sondern auch die Politik zu wandeln, denn eine Abwrackprämie wäre verheerend für die Klimapolitik.

Besonders wütend macht es einen, wenn für den Ausbau des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs keine Milliardensummen, keine Sofortprogramme oder gar "Kaufprämien" bereitgestellt werden. Es gibt sehr viele Möglichkeiten Klimaschutz und die Verkehrswende vorranzubringen. Dazu zählt der Ausbau des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs, Fahrrad- und Fußwegausbau, Jobtickets, Tempolimit und auch eine "Kaufprämie" für wirklich klimafreundliche Technologien. Das sind nur wenige von vielen Möglichkeiten für eine erfolgreiche Verkehrswende, aber die geplante mögliche Abwrackprämie 2.0 wäre mitunter die schlechteste, ineffizienteste und unehrlichste Maßnahme für Klimaschutz im Verkehrswesen.

Die Autolobby reibt sich die Hände aufgrund der Bereitschaft der Politik neuen Autos und insbesondere Verbrennern staatliche Zuschüsse zu gewähren. Dabei stirbt leider heimlich der Klimaschutz im Verkehrssektor und die Arbeitnehmer werden in moralische Geiselhaft genommen.

Es wird Zeit eine klimafreundliche Mobilität zu fördern, anstatt die Autolobby und deren Aktionäre zu fördern!

 

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/was-die-fruehere-abwrackpraemie-gebracht-hat,Ry71wRA

https://www.erneuerbareenergien.de/abwrackpraemie-fuer-ein-sauberes-auto-muss-ein-verbrenner-gehen

 

[1] https://www.pnp.de/nachrichten/politik/Autogipfel-mit-Merkel-Branche-fordert-neue-Kaufpraemien-3675208.html

[2] https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/abwrackpraemie-muss-gestoppt-werden/

[3] https://www.zeit.de/mobilitaet/2020-05/abwrackpraemie-autogipfel-kaufpraemie-autoindustrie-coronavirus

[4] https://csr-news.net/news/2020/05/05/umweltbundesamt-warnt-vor-neuauflage-der-abwrackpraemie/