Corona! Schulen weiter geschlossen lassen!

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Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann, sehr geehrte Frau Kultusministerin Dr. Eisenmann, sehr geehrte Damen und Herren Landtagsabgeordnete,

bislang wird immer noch darüber nachgedacht, ab Montag, den 20. April die Schulen, wenn auch schrittweise und unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen, wieder zu eröffnen. Dies ist zu diesem Zeitpunkt verfrüht. Wir halten dies für einen schweren Fehler.

Kinder und Jugendliche stellen für die Gruppe der Risikopatienten die größte Gefahr dar, da sie das Virus verbreiten können, ohne selbst etwas zu spüren oder als erkrankt wahrgenommen zu werden. Eltern oder Großeltern werden sich anstecken und werden arbeitsunfähig. Das ist Irrsinn! Die Ansteckungsgefahr auf so engem Raum ist viel zu hoch. Die Annahme, dass Kontaktübertragungen unter einer Horde Kindern verhindert werden können, ist illusorisch. Auch Kinder selbst werden erkranken, sind teilweise auch Risikopatienten mit Vorerkrankungen. Unsere Kinder erneut der Situation auszusetzen ist weder für deren Gesundheit noch für deren Psyche zuträglich.

Kinder bewusst dem Risiko einer Infektion auszusetzen ist skandalös. Kinder sind in der Schule nicht ausreichend geschützt! Wer verantwortet dies? Laut Art.2, Satz II hat jeder das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. Die Schulpflicht ist damit nicht vereinbar. Im übrigen wären alle bisherigen Anstrengungen und Kosten der letzten Wochen ad absurdum geführt, wenn die Fallzahlen nun wieder ansteigen würden.

Selbständigen, Angestellten, Freiberuflern, Beamten, Ärzten und Pflegern, Polizisten, Grenzbeamten, Verkäufern und vielen mehr, ist nicht damit geholfen, wenn sie sich täglich selbst der Gefahr aussetzen und dann der zusätzlichen unsichtbaren Gefahr im privaten Haushalt ausgesetzt sind.

Die Zunahme der Infektionen konnte nur unter Inkaufnahme von massiven wirtschaftlichen Verlusten reduziert werden. Ermöglicht man nun durch Öffnung der Schulen wieder mehr Kontakte, werden eventuell auch noch die verbliebenen wirtschaftlichen Tätigkeiten gefährdet, da die Kinder zu Hause ihren Familien nahe kommen und dann Quarantänen drohen. Dieses Risiko ist unnötig!

Der digitale Unterricht hat in den letzten Wochen in den meisten Schulen wunderbar funktioniert, die Kinder hatten großartige Unterstützung der Lehrer über die digitalen Medien! Das zeichnet unser Land u.a. aus.

Die Mehrheit der Deutschen ist gegen eine Lockerung des Kontaktverbots, der momentanen Auflagen. Die Mehrheit ist für eine Schutzmaskenpflicht an bestimmten Orten.

Wir sind überzeugt davon, dass das Ziel die Kapazitäten der medizinischen Versorgung nicht zu überlasten, durch Reduzierung der Kontakte zwischen den Menschen, erreicht werden kann. Erst wenn Impfstoffe oder wirksame Medikamente zur Verfügung stehen, ist diese Gefahr gebannt.

Niemand will, dass Mediziner entscheiden müssen, wer beatmet werden soll. Spätfolgen der Erkrankung für alle sind noch nicht ausreichend erforscht.

Auch will niemand, dass die Wirtschaft stärker als notwendig unter den Folgen der Corona Krise leidet. Gemessen an diesen Folgen sind die Folgen eines länger andauernden Schulausfalls eher vernachlässigbar.

Jedes Todesopfer gilt es zu verhindern! Unsere Schüler werden auch mit ein paar Monaten Schulausfall in ihre Berufe kommen und zum Grundstein der Wirtschaft werden. Ihre Noten könnten über den Durchschnitt problemlos ermittelt werden. Unsere Kinder und Lehrer sollten nicht unnötigerweise gefährdet werden. Kinder ab der 5. Klasse sind fähig am Tag für eine Zeit für sich alleine zu sorgen, falls eine ständige Betreuung nicht möglich ist. Eine Notbetreuung für kleine Kinder von systemrelevanten Berufen sollte weiter gegeben sein. Bedürftigen Kindern muss anders geholfen werden.

Wir bitten Sie, die frühzeitige Wiederöffnung der Schulen zu unterlassen, diese bis auf Weiteres geschlossen zu halten. 


Mit freundlichen Grüßen


Ralf Schmid und Felicitas Conrad