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Direktausbildung stoppen – Kinderpsychotherapie retten

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Psychologische Berufspolitiker und BMG sind sich einig- ohne es explizit vereinbart zu haben, unseren Beruf des approbierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten abzuschaffen, den es erst seit 1999 gibt.  Unser Beruf hat eine eher anspruchsvollere Ausbildung als die Psychologischen Psychotherapeuten und unsere Arbeit ist eher anspruchsvoller als deren therapeutische Tätigkeit. Wir haben dafür gesorgt, dass in Deutschland die Versorgung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher sehr viel besser geworden ist, mit weltweit höchstem Standard. Jetzt wird einfach über unsere Köpfe hinweg unsere Abschaffung beschlossen. Das führt zu einer nicht zu verantwortenden Verschlechterung der Versorgungsqualität im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Wieder werden Emanzipationskämpfe auf dem Rücken der Kinder ausgetragen.

Helfen Sie uns und den Kindern und Jugendlichen, die uns dringend brauchen.

 Helfen Sie uns, die basale Direktausbildung zu verhindern, die das Instrument unserer Abschaffung ist und die zu einer allgemeinen Verschlechterung der Patientenversorgung führen wird. Ohne unsere 3- bis 5-jährige postgraduierte Ausbildung NACH dem Hochschulstudium ist die dringend benötigte Versorgungsqualität nicht zu erhalten.

Helfen Sie uns, unseren Beruf des approbierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zu erhalten.

Damit wir weiter unser Bestes für die Kinder und Jugendlichen geben können, die uns so sehr brauchen.

Denn dieses Opfer darf nicht für Statuskämpfe zwischen Ärzten und Psychologen gebracht werden.

Unterstützen Sie diese Petition.

Für die Aktiv-Gruppe Petition

Ihr Florian Sedlacek

approbierter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut

München e-mail: info@euphes.de

PS: Hier noch die Forderungen weiterer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten:

Aktion Rettung des Berufs Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (kurz: Kinder-Rettung)

Wir wehren uns dagegen, dass andere unseren Beruf abschaffen wollen,

- ohne uns zu informieren

- ohne uns zu fragen

- ohne dass es einen Grund dafür gibt

- über unsere Köpfe hinweg

- als ob wir unmündige Kinder wären, mit denen man nicht reden kann

- als ob Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie nur den Psychologen gehören würde und nicht auch den Pädagogen und Sozialpädagogen.

Die Mehrheit der Erwachsenentherapeuten in den Kammern und im Parlament der Psychotherapeuten (DPT) schafft uns einfach ab.

Und werfen Pädagogen und Sozialpädagogen den Zugang zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.

Als ob sich die Universitätspsychologie vor dem Psychotherapeutengesetz ausreichend um die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie gekümmert hätte.

Und einige von uns lassen sich darauf ein, weil ihnen versprochen wird, dass sie per großzügiger Übergangsregelung Erwachsene behandeln dürfen (was sehr unsicher ist).

Wir wollen so einen Kuhhandel nicht.

Wir wollen über uns selbst bestimmen.

Wir wollen nicht, dass Erwachsenentherapeuten mitstimmen dürfen, wenn es um unsere Existenz geht.

Wenn wir so von Kammer und DPT behandelt werden,

wollen wir eine eigene Kammer und einen eigenen KJ-DPT.

Nur dann sind wir geschützt vor solchen Übergriffen.

Wir fordern das BMG auf, dieses Reformvorhaben aufzugeben, da es über die Köpfe von Minderheiten hinweg durchgezogen werden soll.

Wir fordern die Beibehaltung unseres approbierten Berufs.

Unsere Ausbildung ist hochwertiger als die Erwachsenen-Ausbildung.

Unser Beruf ist anspruchsvoller als der approbierte Erwachsenen-Psychotherapeut.

Unsere berufliche Spezialisierung ist dringend notwendig für die psychisch erkrankten Kinder in Deutschland.

Unsere Spezialisierung kann niemals durch einen Erwachsenen-Therapeuten mit Zusatzausbildung oder Zusatz-Weiterbildung erworben werden.

Mit der Abschaffung unseres Berufs geht einmalige Versorgungsqualität für immer verloren.

Hier wird auf dem Rücken der Kinder ein Statuskampf ausgetragen, der verantwortungslos ist.

Wir fordern die Politik auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden - auch Kindern gegenüber.

Ihre Rechte sind ebenso bedeutsam wie die Rechte der Erwachsenen-Psychotherapeuten.

Und auch wir Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten scheinen rechtlos zu sein.

Und zuletzt noch die Forderungen meiner erwachsenentherapeutischen KollegInnen, die die Verschlechterung der Qualität der Patientenversorgung mittels basaler Direktausbildung verhindern wollen:

Es gibt unendlich viele Gründe, deretwegen die basale Direktausbildung gestoppt werden muss:

Wir halten es für einen Fehler, entgegen dem von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Forschungsgutachten Psychotherapie die Abschaffung der als gut bestätigten gegenwärtigen Psychotherapie-Ausbildung zu betreiben, nur um berufspolitische Status-Ziele zu verfolgen.

Wir halten es für einen Fehler, einen künstlichen Engpass im Zugang zum Psychotherapie-Studium in einem Ausmaß zu erzeugen, dass nur noch ein Viertel der Bewerber, dieses Studium beginnen können.

Wir halten es für einen Fehler, einen künstlichen Engpass bei den Arbeitsstellen in der Psychotherapie-Weiterbildung zu erzeugen, so dass nach vielen Jahren Studium und Psychotherapie-Ausbildung das Ergebnis die Langzeit-Arbeitslosigkeit ist, ohne Chance jemals diesen Beruf auszuüben.

Wir halten es für einen Fehler, die beste Psychotherapie-Ausbildung abzuschaffen, die wir in Deutschland und weltweit je hatten – mit der Illusion die Universitätspsychologie das auch könnte, während bisher nicht einmal eine wirklich gute Vorbereitung auf die postgraduierte Psychotherapie-Ausbildung verwirklichen konnte.

Wir halten es für einen Fehler, die beste Krankenversorgung, die wir je hatten, zu gefährden, indem eine hochwertige praktische Ausbildung in ein Universitätsstudium vorgezogen wird.

Wir halten es für einen Fehler, Psychotherapie-Ausbildung von Wissenschaftlern und Hochschullehrern durchführen lassen anstatt von erfahrenen PsychotherapeutInnen. Psychotherapie-Ausbildung ist eine praktische Ausbildung.

Wir halten es für einen Fehler die bisher beste Krankenversorgung von psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen zu opfern.

Wir halten es für einen Fehler, approbierten KJ-Psychotherapeuten persönliche Vorteile anzubieten, wenn sie nicht gegen die Abschaffung ihres Berufs stimmen.

Wir halten es für einen Fehler, der Universitätspsychologie die Kinder- und Jugendpsychotherapie zu überlassen, die diese bis zum Psychotherapeutengesetz 1999 mehr als stiefmütterlich behandelte.

Wir halten es für einen Fehler, Pädagogen und Sozialpädagogen den Zugang zur Ausbildung in Kinder –und Jugendlichenpsychotherapie zu verwehren.

Wir halten es für einen Fehler, die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie als approbierten Beruf abzuschaffen – nur um die eigenen machtpolitischen Ziele zu erreichen.

Es ist ein Rückschritt, Psychotherapie an die Uni zu holen. Das ist wie den Schreinerberuf an die Hauptschule holen zu wollen. Denn wir brauchen eine praktische Psychotherapie-Ausbildung, keine die immer mehr verwissenschaftlicht und immer praxisferner wird.

Es ist anachronistisch eine sehr gute Berufsausbildung, die Garant für die bisher beste Patientenversorgung im psychischen Bereich führte, im 21. Jahrhundert zu verstaatlichen, denn Unis sind staatlich mit all den Nachteilen der Schwerfälligkeit des Staatsapparats.

Wir halten es für einen Fehler, tätige Psychotherapeuten, die Pflichtmitglieder in der Psychotherapeutenkammer sind, gezielt falsch oder nicht zu informieren, um sich so Mehrheiten zu sichern.

Wir halten es für einen Fehler, die Psychotherapie der Psychologie einzuverleiben und andere Wissenschaftsbereiche auszuschließen (wie Pädagogik, Sozialpädagogik, Medizin etc.).

Wir halten es für einen Fehler, ein Universitäts-Bildungsmonopol zu errichten. Das führt zur Verarmung der Ausbildung.

Wir halten es für einen Fehler, die Psychotherapie der RCT-Wissenschaft einzuverleiben und andere wissenschaftliche Paradigmen zu vernachlässigen (wie Feldforschung, qualitative Forschung, Hermeneutik), die dem Wesen der Psychotherapie eher gerecht werden. Auch wenn RCT-Studien unverzichtbar sind, sind sie nur ein Teil der Wissenschaft.

Wir halten es für einen Fehler, zu verschweigen, dass es einen besseren Weg gibt, um die Psychotherapie-Ausbildung und die Patientenversorgung weiter zu entwickeln, nämlich die DUALE DIREKT-AUSBILDUNG. Dieser hat alle Vorteile der basalen Direktausbildung und führt nicht zu den katastrophalen Folgen der basalen Direktausbildung.

Wir halten es für einen Fehler, die Fachfrage der Psychotherapie-Ausbildung unter Ausschaltung nahezu aller Fachverbände zu einer berufspolitischen Kampagne zu machen.

Umfassende Informationen, die als Ergänzung zu den Psychotherapeutenjournal-Veröffentlichungen (amtliches Publikationsorgan der Psychotherapeutenkammer) unbedingt notwendig sind, um sich aus der Einseitigkeit der berufspolitischen Informationen zu befreien, sind zu finden unter: www-eupehs.de

Stand 29.6.2014



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