Schufa muss kostenfrei, transparenter und kontrollierter werden

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Es ist das Ziel die drastischen Einschränkung der Zugriffsrechte der Schufa auf BürgerInnendaten sowie Unterbindung der aktuell praktizierten, maßlosen Datensammlung, inklusive der Weitergabe personenbezogener, sensibler Daten an Dritte (teilweise ohne Einverständnis der Betroffenen; teilweise mit unfreiwilliger Zustimmung) zu ändern. Wir fordern mehr Transparenz, als permanente Einsichtnahme, die nicht mit Kosten belegt wird. 

Die Praxis der Einsichtnahme ist mit hohen Kosten verbunden. Die kostenlose Einsichtnahme, ein Mal im Jahr, ist ein Prozess, der sich über Wochen hinzieht. Da die Daten und damit das Scoring sich allerdings stündlich ändern können, muss gefragt werden, was die Werte bei Einsichtnahme dann noch mit dem aktuellen Scoring gemein haben. 

Die derzeitige Praxis der Schufa kann die verfassungsrechtlich gesicherte Menschenwürde sowie eine angemessene Teilhabe am sozialen Leben elementar einschränken. Die hier zugrunde liegende Geschäftspraxis, Menschen allein aufgrund von intransparenten Faktorwerten zu bewerten und mit einem Scoring auf der Grundlage eines algorithmischen Bewertungsprofils zu belegen, konterkariert eine freie Teilhabe und führt schlimmstenfalls bis zur Obdachlosigkeit. Dies entspricht nicht der Verfassung und dem Wertemaßstab eines demokratischen Staates, der seine BürgerInnen schützt, das dann auch aus eigenem Interesse - jedem Menschen Chancen zubilligen sollte.

Eine Abänderung des aktuellen höchst kommerziell geprägten Schufa-Systems hin zu einem kontrollierten, maß- und verantwortungsvollen Schutzsystem in nichtkommerzieller Hand kann nur mit Hilfe vieler BürgerInnen erreicht werden. Hierzu muss das jetzige systematische Überwachungs- und Kontrollsystem als gesellschaftlich unerwünscht gewertet werden. 

Wir möchten PolitikerInnen mit Nachdruck auffordern, derartig diskriminierende Wirkungen mittels ausreichend sichernder Gesetze zu unterbinden. Massive und existenzbedrohende Degradierungen auf der Grundlage algorithmischer Bewertungsprofile und die alleinige ökonomische Bewertung einer Person widerspricht den Grundsätzen der verfassungsrechtlich sichernden Menschenwürde.

Andere kritische Fragen, wie die Fragen nach dem Schutz der Daten sind anzuschließen. Wird das Sicherheitssystem der Schufa Holding AG ausreichend kontrolliert? Würden wir von internen Systemfehler erfahren? 

Eine relativ schnelle und erste Lösung des Problems könnte eine Abkoppelung der allgemeinen Schufa-Daten von einer Miet-Auskunft bilden. Zudem muss die Einsichtnahme in meine Daten als auch mein Scoring kostenlos und jeder Zeit möglich sein. In einem nachfolgenden Schritt sollte das aktuell praktische maßlose Sammeln von Daten sowie die personenbezogene Weitergabe hochsensibler Daten an Dritte ohne Einverständnis und Beteiligung der Betroffenen auf ein streng limitiertes Maß und Einzelfälle sowie auf gesetzlich beschränkte Bereiche wie etwa dem Handel und Kreditinstituten beschränkt werden. Zudem fordern wir Transparenz über die Wertermittlungen. 

 



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